Awesome New Republic bringen National Geographic II an den Start

Veröffentlicht in High Rotation mit Tags , am Juli 9, 2009 von moz

Awesome New Republic veröffentlichen am 21. Juli die zweite EP aus der National Geographic-Trilogie. Teil I gibt es immer noch zum Free Download auf der ANR-Website. Ich habe wirklich schon dümmere Musik gehört, wirklich.

“Stustustustudioline” und La Roux

Veröffentlicht in High Rotation, Soundtrack of my life mit Tags , , am Juli 5, 2009 von moz

Wir hyperventilieren die 80ies, gefühlter Teil 8.000: La Roux

Insgesamt spricht nichts dagegen, Musik zu machen, die wie eine Mischung aus Blanchmage, Human League, Yazoo und Eurythmics klingt (allerdings stimmlich nicht die Bohne an Alison Moyet oder Annie Lennox ranreicht). Es spricht auch nichts dagegen, den androgynen Stil von Annie Lennox zu zitieren, Androgynität und Popmusik sind ja spätestens seit cute, cuter, the cutest David Bowie die Kombi Arsch auf Eimer.

Aber ich finde Elly Jackson von La Roux wäre gut beraten gewesen, sich im Video zu Bulletproof von ihrem Label oder wem auch immer nicht völlig ironiefrei zur Flitzpiepe der 80ies-Followers machen zu lassen. Warum rennt man bitte mit Zauberwürfeln aus Plüsch um den Hals durch ein Setting Anno 1983², das sogar die damalige Werbung für Stustustustudioline in den Schatten stellt? Immerhin: Elly Jackson knallt nicht auch noch durch Pappwände.

Wo mich Beth an Pat erinnert

Veröffentlicht in Soundtrack of my life mit Tags , , , am Juli 5, 2009 von moz

Dieser Beitrag könnte auch unter der Überschrift “Peinlichkeiten aus Kindheit und Jugend” firmieren:

In 2012 von Gossip haben mich Beth Dittos vokalgutturale Einlagen und ihre ganze Intonation und Stimmlage auf eine kleine Zeitreise geschickt: Zurück  zu Pat Benatar und dem göttlichen Love is a battlefield ins Jahr 1983. Videos waren ja noch eine sehr neue Kiste. Und das Video zu Love is a battlefield mit seiner sehr filmischen Erzählweise war bei Formel 1 und Co. für mich schon ein Hingucker. Aus heutiger Sicht machen vor allem die Klamottenund die lustige Tanzeinlage  ungemein viel Spaß. Pat Benatar war neben Cindy Lauper und diesem jungen Mädel namens Madonna ganz oben in meiner persönlichen Pophitliste.

Experimentierfreudige Fohlen: Foals go Funk and Soul

Veröffentlicht in Backstage mit Tags , , am Juli 3, 2009 von moz

Foals embrace ‘uncool’ funk sounds for new album, titelt der NME online. Yannis Phillippakis wird mit den Worten zitiert

Basically, everything that we didn’t like before, we’ve got into now [...] we don’t really listen to that much rock music at the moment.

Well, ich glaube ja, dass die Jungs schon immer eine Menge mehr und quer gehört haben als nur “Rock”, wenn man die stilistischen Einflüsse auf Antidotes zugrundelegt. Oder sie haben eine sehr weite Definition von “Rock”, die kleinen Cleverles.

So fernliegend ist die angekündigte Neu- oder Weiterorientierung ohnehin nicht, wenn man ihr Cassius-Cover oder Songs wie French Open bedenkt. Foals mit fetten Bläsersätzen, mehr Funkbass und einfach mehr Wärme in der Produktion, warum nicht? Wir erleben ja seit einigen Jahren einen Revival aller Facetten des Post Punk. Und der war auch immer wesentlich geprägt von Funk, Ska, frühem Hip-Hop, Tribal etc. Nicht so viel Neues also unter der Sonne, aber gespannt bin ich trotzdem.

Kings of Convenience: Neues Album kommt im Herbst

Veröffentlicht in Backstage mit Tags am Juni 21, 2009 von moz

Wie Intro, Motor und Co. berichten: Kings of Convenience sind mit den Arbeiten am dritten Album durch; dessen Erscheinen ist für diesen September geplant. Wie schön! Noch schöner ist die Bekanntgabe von Liveterminen:

08.10.2009 Berlin – Huxleys
09.10.2009 Dortmund – Konzerthaus
10.10.2009 Hamburg – Kampnagel

Der elende Erlend mal wieder in Berlin, Karten besorgen!

Stuart Murdoch und der perfekte Popsong

Veröffentlicht in High Rotation mit Tags , , , am Juni 19, 2009 von moz

Seit ich meinen ersten Song von Belle and Sebastian gehört habe, irgendwann fern in den Mitneunzigern, weiß ich, dass der perfekte Popsong nur aus der Feder von Stuart Murdoch fließen kann – wenn ihn nicht aus irgend einem Grund kurz vorher schon Neil Hannon geschrieben hat, versteht sich.

Stuart jedenfalls hat kurzerhand sein ganz eigenes Casting gemacht, dabei die eine oder andere nette weibliche Stimme im Stile der stylish swinging 60ies gefunden und mit Songkleinoden versorgt (meist neu, wo neu arrangiert, sehr schön wie zum Beispiel Funny Little Frog). Ganz nebenbei fällt auch noch was für Neil Hannon ab. God help the Girl, heißt das Projekt jetzt als Studioalbum; angeblich soll auch ein Musical folgen.

So oder so: Es perlt stilvoll. Ich verneige mich und warte freudig auf das nächste Album von Belle and Sebastian.

Gossip: Neues Futter für die Tanzfläche

Veröffentlicht in High Rotation mit Tags , , , , am Juni 19, 2009 von moz

Yiehaahhh,  Gossip sind wieder da. Die Single Heavy Cross macht richtig Spaß und viel Lust auf das dieser Tage erscheinende Album Music For Men. Beth Ditto hat schon ein Stimmchen, es funkt und postpunkt (naja, Funk steckt ja eigentlich schon im Begriff Postpunk mit drin, moz) weiter kräftig beim Trio aus jetzt Portland, formerly Arkansas. Allerdings klingt es glatter produziert, poppiger als bisher bei Gossip.

Wer noch Nachholbedarf hat, kann ja mal auf lastfm in das letzte Album Standing Out Of Control reinhören. Lohnt sich.

Was ist “Indie”? Neue “Indiecharts” im United Kingdom

Veröffentlicht in Backstage mit Tags , , , am Juni 17, 2009 von moz

Über die Relevanz von Charts kann man ebenso diskutieren wie über die Frage, was heutzutage eigentlich noch “Indie” ist. Zählt das Label, der Distributionsweg, die musikalische “Andersartigkeit” gegenüber dem “Mainstream”, die unbedingte “Do-it-yourself”-Attitüde im Geiste von C86 – oder was?

Die Official UK Charts Company hat seit einigen Jahren die unabhängigen Distributionsfirmen wie Rough Trade als Kriterium für “Indie” genommen, um ihre Top 30 zusammenzustellen. Was diese Firmen vertreiben, muss doch “Indie” sein, or? Demnach findet man zum Beispiel Placebo, Oasis und Adele derzeit noch in den UK-Indiecharts (Stand 14. Juni 2009). Ihre zu Major-Labeln gehörenden Outsource-Labels werden von den großen unabhängigen Distributionsfirmen vertrieben.

Laut Guardian plant die Official UK Charts Company nun eine Änderung ihrer Indiecharts, zwei neue Charts zusammengestellt nach neuen Regeln:

The “independent breakers” album and single charts will include acts who are not signed to the four major labels and have never made the top 20. The main independent charts will also be revamped, allowing only artists signed to labels that are at least 50% indie. [Independent Music Charts To Be Relaunched ]

Nach den neuen Regularien berechnet, hätte man in den letzten Wochen Künstler wie Grizzly Bear, Patrick Wolf oder Friendly Fire höher in den UK-Indiecharts gerankt gefunden. Eingeführt wird der neue Schlüssel für “Indie” am 29. Juni 2009. Dann schauen wir doch mal, wie weit es dann Bon Iver und Co. nach oben spült…

Reach out, touch Dave in Frankfurt

Veröffentlicht in On Stage, Soundtrack of my life mit Tags , , am Juni 15, 2009 von moz

Zwei Tage nach dem Konzert in Berlin habe ich mir Depeche Mode ja noch mal in Frankfurt reingetan, in der Tat  noch mal etwas weiter vorne. Dave schien etwas fitter und turnte wieder munter rum, shakerte viel mit dem Publikum.

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Drei Stunden vor Konzertbeginn zieht der Eine oder die Andere noch mal die Schühchen aus...

Setlist von Frankfurt: Entspricht der von Berlin. Ich finde es ja nicht zu komplex für eine Band wie Depeche Mode, ein bis zwei Lieder im Wechsel zu haben. Wie letztes mal Shake the Disease und Photographic. Aber na gut, vielleicht gibt es ja Änderungen im Herbst und Winter zur Hallentour.

Stimmung:  Die Commerzbank Arena ist kleiner als Berlin, es wirkte dadurch auch von den Rängen lauter. Dennoch war mein subjektiver Eindruck, dass in Berlin Front of Stage mehr Verrückte waren, die von der ersten bis zur letzten Zeile wirklich alles mitsingen konnten und das auch taten. Für Frankfurt hier noch mal der Text von Master and Servant, ist ja auch lange her…

Sound: Kam leiser und schlechter ausgesteuert. Ich habe gehört, dass die Commerzbank Arena dafür bekannt ist, nicht so gut zu klingen. Martin und Dave haben sich bei den ersten Tönen von In Chains auch leicht irritiert angschaut.

Songauswahl: Same as in Berlin, same opinion. Witzigerweise haben die Jungs haargenau wie in Berlin den Einstieg in It’s No Good versemmelt; spätestens da stellte sich heraus, wie viele der Verrückten Front of Stage schon in Berlin mit dabei waren und laut johlten.

T-Shirt: 101 von 1988. Das macht es auch nicht mehr lange.

Vorbands: Diesmal zum Glück nur M83.

Reach out, touch Dave

Veröffentlicht in On Stage, Soundtrack of my life mit Tags , , am Juni 11, 2009 von moz

Zugegeben, das ist ein Wortspiel mit mäßigem Niveau. Aber seit 1994 habe ich nicht mehr so nah an der Bühne dran gestanden, wie gestern im Olympiastadion. Allerdings hat Dave Gahan sich nicht wie 1994 in die Menge geschmissen, sondern blieb brav auf der Bühne. Insgesamt wirkte der Vortänzer der Massen etwas ruhiger als bei Konzerten der Vergangenheit, aber wen wundert das schon. Dafür war seine Stimme sehr gut auf dem Damm, es macht sich bemerkbar, dass die Tour jetzt erst losgeht und nicht schon zwei oder drei Wochen alt ist. Apropos “Alles noch ganz frisch”: Einmal hat sich Dave in der Tonlage vertan, eine alles überperfektionierende Tourroutine ist zum Glück noch nicht vorhanden.

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Gibt nur dieses eine Foto, hatte echt Besseres zu tun

Die Setlist von Berlin:

In Chains
Wrong
Hole To Feed
Walking In My Shoes
It’s No Good
A Question Of Time
Precious
Fly On The Windscreen
Jezebel
A Question Of Lust
Come Back
Peace
In Your Room
I Feel You
Policy Of Truth
Enjoy The Silence
Never Let Me Down Again

Stripped
Master And Servant
Strangelove

Personal Jesus
Waiting For The Night

Statt In Sympathy ist hier also Policy of Truth dabei.

Stimmung: Gut bis sehr gut. Nicht mein bestes, aber auch nicht mein schlechtestes Konzerterlebnis mit Depeche Mode. Was man vom Innenraum sehen konnte, schien der Funke auch auf die Ränge übergesprungen zu sein. Aber ob das dort wirklich Spaß gemacht haben kann, weiß ich nicht.

Sound: Gut, besser als ich es im Stadion erwartet habe.

Songauswahl:  Solide. It’s no Good tut genauso wenig not wie Jezebel. Aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Vom neuen Album hätte ich doch lieber Miles Away dabei oder Fragile Tension statt Peace, der Song ruft bei mir ungute Assoziationen von rosa Endloskaugummi hervor. Aber das Programm wartet auch auf mit einigen Bonbons für die vielen Fans aus deutlich älteren Zeiten, siehe Master and Servant! Jedoch, ein “Das ich das noch mal hören durfte”-Kracher wie Shake the Disease und Photographic fehlt. Die Songs aus der Zeit vom Album Black Celebration haben mit am meisten Spaß gemacht, Question of Lust war schon sehr fein. Insgesamt beließen die Jungs die Titel sehr nah an den Studioversionen, erstaunlich war dabei, wie zum Beispiel Policy of Truth klanglich fast flach wirkt im Umfeld von Dingern wie In your Room oder A Question of Time.

T-Shirt: Die Wahl fiel auf das gelbe Master and Servant; damit habe ich in dem bekannten Schwarz einen netten Farbtupfer gesetzt.

Vorbands: M83, ooch na ja. Polarkreis 18 verdient nur die Vokabel SCHLIMMSTENS.

Ich freue mich auf Frankfurt, dann schieben wir uns auch noch die letzten zehn Meter nach vorne…

Ich ergänze die Liste “Songs, die ich live noch mal von DM hören möchte, ehe ich endgültig zuhause bleibe” noch um But Not Tonight, It Doesn’t Matter, Nothing, To Have And To Hold