Amanda Palmer auf Solopfaden

Veröffentlicht in Backstage Mit Tags, , bei Mai 11, 2008 von moz

Es wird konkret: Im September 2008 soll ein Soloalbum von Amanda Palmer, der weiblichen Hälfte der Dresden Dolls, erscheinen. Die Konzertagentur Marek Lieberberg kündigt schon zwei Konzerttermine für Hamburg und Köln im August an. Von Berlin leider (noch?) keine Spur. Ich hoffe, das ändert sich noch…

Ob in der Tat Ben Folds am Album als Produzent oder sonstwie beteiligt ist (wie im Herbst zum Beispiel von motor fm angekündigt), weiß ich immer noch nicht sicher, bin für sachdlienliche Hinweise aber sehr dankbar…

P.S.: No, Virginia eine Compilation mit B-Seiten und Studiotracks aus der Entstehungszeit vom Album Yes, Virgina, kommt kommende Woche in Deutschland raus…

Tim auf Tonis Spuren

Veröffentlicht in Off Record Mit Tags, , , bei Mai 8, 2008 von moz

Tim Wiese hat wieder zugeschlagen, ähh, zugetreten.

hier auf youtube zu sehen.

Wiese trifft seiner Ansicht nach den Ball. Gut, Ivica sieht schon ein bisserl weird aus, aber ganz sicher sieht er nicht aus wie ein Ball.

Damit steht Tim Wiese ja in der verrückten Tradition seines Vorbildes Toni Schumacher. 1982, Battiston,

auch auf youtube zu besichtigen, erinnert man aber bestimmt auch noch so. Das Ding war noch einen Tacken härter. Brüder im Geiste…, der Tim und der Toni.

Laura Marling

Veröffentlicht in High Rotation Mit Tags, bei Mai 6, 2008 von moz

The Rakes haben einen Song namens Suspicious Eyes, in dem eine Frau mit von der Partie ist. Nein, es ist nicht Lily Allen, wie viele immer wieder glauben. Ich wusste bisher aber leider auch nicht, wer die Dame ist, die diesen Song veredelt. Now I got it: Die Dame heißt Laura Marling. Und Bands wie The Rakes oder auch Mystery Jets haben sie nicht umsonst für einzelne Songs mit an Bord geholt. Kostproben gefällig? Aber Vorsicht, sie ist solo sehr Singer/Songwriterlastig, wer das nicht mag, lieber im Video von One Night in Love von den Mystery Jets (Shoes Remix) reinschauen.

Großes Kino mit Trap

Veröffentlicht in Off Record Mit Tags, bei Mai 6, 2008 von moz

Eben im Blog Direkter Freistoß entdeckt und herzlich gelacht: Giovanni Trapattonis Antritts-PK als Trainer der irischen Nationalmannschaft plus Interview mit dem irischen TV im Anschluss. Wer da was versteht, hat einen ganz besonderen Babelfisch im Ohr….

Schreib Dein Leben auf ein Stück Papier vs. Mir ist heute so gewaltsam

Veröffentlicht in Backlist, Soundtrack of my life Mit Tags, , , bei April 28, 2008 von moz

Ich bin jetzt raus, jetzt steh ich hier,
das Wasser riecht nach Gift
‘n toter Vogel kommt vorbei und stirbt -
der Kellner spielt Klavier.
Wir sind die letzten von hundertzehn -
wir warten bis die Zeit vergeht.

Tausend Tage und Nächte auf See,
das Land kommt nie zurück.
‘ne Menge Mädchen war’n dabei und lachen,
viel zu schön um zu gehn.
Wir war’n so hungrig, wir war’n so kalt,
wir wollten nie zurück,
und jetzt treiben wir uns rum auf dem toten Schiff
und warten bis die Zeit vergeht.

Déjà Vu - Déjà Vu - Déjà Vu

Der Rote Hugo hängt tot am Seil,
die Leiche stinkt nach Shit.
Wie’n weisser Engel, schön wie Schnee hängt er da
- eh,du tust dir noch weh!
War’n wilder Kerl mit feuchtem Blick,
doch der kommt nie zurück.
So schreib’ dein Leben auf ein Stück Papier
und warte bis die Zeit vergeht.

Prägende Kindheitserinnerung: Déja Vu von Spliff. Ich hatte null Peilung, was der Text bedeuten sollte. Geisterschiff, Roter Hugo, Shit, weiß wie Schnee. Mhh. War aber auch total egal. Ich mochte das Lied einfach. Es krachte so schön und hatte außerdem was angenehm Mysteriös-Melancholisches. Mitternegger am Schlagzeug war für mich ein Held. Ich wollte auch Schlagzeug spielen, durfte aber nicht.

Aus derselben Zeit stammt (Komm, wir lassen uns) Erschießen von IDEAL.

Komm, wir lassen uns erschießen,
an der Mauer Hand in Hand.
Komm, wir lassen uns erschießen,
mit dem Kopf an der Wand.
Komm, wir lassen uns erschießen,
Sonntag morgens 5 vor 10.
Ich kann den Sonntag nicht ertragen,
und ich will keinen Montag sehn.

Langeweile killt nur langsam,
du wirst sehn, es tut uns gut,
mir ist heute so gewaltsam,
mir ist nach Schüssen heut zumut.

Komm, wir lassen uns erschießen,
zwei Schüsse mitten ins Gehirn.
Komm, wir lassen uns erschießen,
ich hab nichts zu verlier´n.
Komm, wir lassen uns erschießen,
Sonntag morgens 5 vor 10.
Ich kann den Sonntag nicht ertragen,
und ich will keinen Montag sehn.

Langeweile killt nur langsam,
du wirst sehn, es tut uns gut,
mir ist heute so gewaltsam,
mir ist nach Schüssen heut zumut.

Nach Schüssen, nach Schüssen…

Auch da war es mit meinen phi mal Daumen zehn Lenzen weniger der Text, der mich rockte. Meine ältere Teenagerschwester hatte Erschießen eine Zeit lang zu ihrem persönlichen Protestsong gegen alles Erwachsene erklärt. Ihr sagte der Text ganz offensichtlich schon deutlich mehr. Mir heute auch. apropos Schwestern: Erstaunlich, dass diese der beiden Humpes heutzutage jetzt so gequirlte Nabelschaukacke wie Ich + Ich fabriziert.

Euer Favorit? Déja Vu oder Erschießen? Vote!

Klaus Walter auf byte.fm

Veröffentlicht in Off Record Mit Tags, , , , bei April 27, 2008 von moz

Wie ich gestern Abend mit großer Freude lernte: Klaus Walter ist bei byte.fm zu hören! Den Hessen und/oder Musikfreunden ist Klaus Walter sicher noch bekannt. Legendär seine  Sendung Der Ball ist rund.

Klaus Walter präsentiert bei byte.fm unter anderem die Sendungen Freispiel und Was ist Musik.

Ode an die Smiths, Part 3

Veröffentlicht in Backlist, Soundtrack of my life Mit Tags, , , bei April 23, 2008 von moz

Ich verliebe mich ja gerne mal in Liedzeilen:

I dreamt about you last night
and I fell out of bed twice
you can pin and mount me
like a butterfly

(zum ganzen Text)

heißt es im herrlich dreckigen Reel around the Fountain von The Smiths. Wir hatten es hier ja schon von talent borrows, genius steals und so weiter. So auch hier. Denn die ersten beiden hier angeführten Zeilen stammen aus A taste of honey (Shelagh Delaney). Der Song aus dem ersten Album der Smiths sorgte für jede Menge Ärger. Im Text, so argwöhnten einige Kritiker, thematisiere Morrissey Pädophilie unangemessen.

Ganz sicher geht es um Sex und so etwas wie sexuelles Erwachen. Das soll ja häufiger in der Jugend vorkommen, dass man da seinen ersten Sex oder sowas ähnliches hat. Und ebenso sicher gibt es in diesem Song eben eine unerfahrene, lustvoll sehnsüchtige (junge) Perspektive auf das erfahrene, den Ton angebende (ältere) Objekt der Begierde. Verführen und verführt werden liegen in den Bildern des Textes eng beieinander, ebenso, das „Davor“ und „Danach“. Dass Morrissey unter anderem aus A taste of honey zitiert, hat wohl nicht nur damit zu tun, dass er Shelagh Delaney so sehr verehrte. Im Theaterstück spielt Sex eine zentrale Rolle. Junges Mädchen, früher, nicht gesellschaftlich goutierter Sex mit einem Schwarzen, frühe Schwangerschaft… aber da wären wir schon beim nächsten Smiths-Song und der Liedzeile The dream has gone but the baby is real… dazu demnächst mehr.

Genug der Worthuberei: Ich finde diesen Song extrem sexy.

Here we go für die Hörprobe:

Die Fassung vom Album The Smiths

Reel around the Fountain live

Es gibt natürlich noch die Fassung aus der Peel-Session (Hatful of Hollow). Habe ich als Hörprobe jetzt nicht gefunden, ist aber sehr schön.

P.S.: Es gibt einen Musikblog mit dem Titel Reel around the Fountain

Girls in Hawaii

Veröffentlicht in High Rotation Mit Tags, , bei April 23, 2008 von moz

Freunde des gepflegten melodischen Indiepops sollten ihr Ohr mal Girls in Hawaii leihen… machen Laune.

Klagelied auf O2, Part 2

Veröffentlicht in Off Record Mit Tags, , bei April 20, 2008 von moz

Ich baue ja gerade eine innige Beziehung zu meinem Mobilfunk- und DSL-Dienstleister O2 auf. Die neuesten Ereignisse rund um meinen verzweifelten Versuch, nicht nur ab und an über Festnetz erreichbar zu sein, möchte ich Euch nicht entgehen lassen. Denn sie entbehren nicht einer gewissen Komik.

Was zuletzt geschah: Festnetz funzt seit Anfang April nicht, der eingeschaltete “Außendienst” fand keinen Fehler (also ist nach deren Logik mein Festnetz auch nicht ausgefallen), nächster Mitarbeiter der Technikhotline wollte dann den Router austauschen lassen. Jener Herr N. versprach mir, den Paketdienst darüber zu informieren, dass ich nur bis 8:00 zum Austausch daheim bin. “Kein Problem.”

Am 15. und 16. überraschte mich jeweils die Benachrichtigung über einen misslungenen Zustellversuch in meinem Briefkasten. Denn aus unerfindlichen Gründen war ich um 9:00 und 10:00 einfach nicht da. Sowas aber auch… Dafür könnte ich aber meinen neuen Router im “Depot” der GSL abholen. Mir stand der Sinn nicht danach, zu einem Depot am Rande der Stadt zu fahren. Ich verfiel stattdessen auf die wahnwitzige Idee, über das Kontaktformular der 02-Website mal nett nachzufragen, ob man eine andere Lösung finden könnte?

Leider funktioniert das Kontaktformular aus “technischen Gründen “derzeit nicht. O2 arbeitet aber daran - jetzt schon seit vier Tagen. Vielleicht sollten sie mal jemanden fragen, der sich mit soetwas auskennt?

Na gut, dann rufe ich halt wieder die Technik-Hotline an. Ein Herr L. klärte mich darüber auf, dass 02 leider keinen Einfluss auf die Lieferzeiten des externen Paketdienstleisters habe. Er könne gar nicht verstehen, dass Herr N. mir dies zugesagt habe? Verschwörersich weihte mich Herr L. ein: “Wissen Sie, GSL, lässt sich da leider nicht in die Karten schauen.” Der arme GSL-Großkunde O2 ist seinem Dienstleister offensichtlich hilflos ausgeliefert. Mein neuer Router könnte jetzt aber umgehend von GSL zurück geschickt werden an O2. Dann könnte man eine erneute Lieferung an eine Alternativadresse veranlassen. Gut, dann schleppe ich meinen alten Router eben mit ins Büro. An welchem Tag denn? “Ähh, das kann ich Ihnen nicht sagen. FALLS der Router morgen direkt an uns zurück kann und FALLS die erneute AUSLIEFERUNG gleich veranlasst wird, dann eventuell den Tag darauf?” Aber vielleicht auch nicht. Denn wie gesagt: Der Paketdienstleister lässt sich da nicht in die Karten schauen. Aber er würde gerade mal versuchen, einen genaueren Termin herauszufinden. “Bitte bleiben Sie in der Leitung” Ich blieb. Bis mich die Leitung rausschmiss.

Auf ein neues. Technik-Hotline angerufen, irgendwann aus Warteschleife an einen Mitarbeiter verbunden. “Ich bin gerade im Gespräch mit Herrn L. aus der Leitung geschmissen worden, wir mussten eigentlich nur noch eine Terminfrage klären - können Sie mich irgendwie durchstellen?” “Ich schau mal, was ich machen kann” (……. ……. …..) “Hallo? ich probiere es noch mal” (…. …. …) Dann eine mürrische Stimme, nicht Herr L, Berliner Akzent.: “Ja?” “Ja, hallo. Ich sollte mit Herrn L. verbunden werden. Können Sie das?” Mürrisch: “Nein, das kann ich nicht. Ich bin an meinen Platz gebunden.” An seinen Platz gebunden. Ich: “Ach, wissen Sie was? Lecken Sie mich doch am Arsch.”

Danke an O2: Ich weiß jetzt, es macht wirklich Sinn, dass Gott oder wer oder was auch immer nicht wollte, dass der Mensch allein bleibe. Denn geteilter DSL-Anschluss wäre halbes Leid. Und ich gäbe derzeit echt was dafür, sagen zu können: “Probierst Du es morgen noch mal bei der O2-Hotline? Du weißt schon, der Router.. .”

Passend: Pick up the phone, Notwist

… für den kleinen Hunger zwischendurch

Veröffentlicht in Off Record Mit Tags, bei April 19, 2008 von moz

Man kennt diese Tage: Nichts im Plattenschrank schreit spontan “Spiel mich, spiel mich! Hör mich, hör mich!” Dann ist byte.fm eine nette Abwechslung. Ich kenne nicht alle Programmschienen, aber bisher fand ich es meistens sehr interessant und informativ.