Kleine Umfrage zum ersten Klammerblues

Und? Wisst Ihr es noch, zu welchem Lied Ihr das erste mal in den Infight gegangen seid? Na, sicher doch! Bitte in den Kommentaren hinterlassen, dann können wir eine Hitlist erstellen.

Bei mir war es Almost Paradise. „Häh?“, denkt Ihr jetzt Alle. Nie gehört? Footlose war der Film des Sommers 1984. Und den Soundtrack musste man einfach haben. Kevin Bacon hat über die Jahre gewonnen, der Soundtrack eher nur an nostalgischer Patina. Der Film selbst ist auch kein echter Gewinn – es sei denn, man will etwas über die Tristesse und Rückständigkeit amerikanischer Kleinstädte mitten im Bible Belt lernen. Der Titelsong Footlose dürfte noch recht bekannt sein. Almost Paradise war die romantische Nummer und eignete sich gut zum über die Tanzfläche schieben. Er hieß Ingo und hatte extrem süße braune Locken. Es hielt ganze zwei Wochen, was für damalige Lebensabschnittpartner aber schon mal nicht schlecht war.

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7 Antworten to “Kleine Umfrage zum ersten Klammerblues”

  1. Puuuh, Klammerblues! Ganz schlechtes Thema. Verknüpft mit unangenehmen Erinnerungen. Vermutlich war es „Nights in white Satin“ oder so etwas in der Preisklasse. Und mit Sicherheit war es die Hölle.

    Zur pubertären Unsicherheit kam in meinem Fall ja noch das Problem, dass ich den Klammerblues am falschen Sexualobjekt ausprobiert hatte. Mit Jungs (Männer konnte man das wirklich nicht nennen) weiß ich bis heute in sexueller Hinsicht so viel anzufangen wie der berühmte Fisch mit dem Fahrrad. Als ich mich mit 15 auf das passendere Geschlecht besann, war auch musikalisch Klammerblues abgesagt: Haare ab, Crazy-Colors her, Ramones hören. Oder so wunderbare Mädels-Punkbands wie Östro 430, deren Kracher „Sexueller Notstand“ heute keiner mehr kennt.

  2. berlinerharzer Says:

    Ich muss gestehen, ich kann mich an das erste Mal „langsame Runde – nicht nur zugucken und sehnsüchtig schmachten, sondern tatsächlich aufgefordert werden“ nicht erinnern. Ich vermute mal, ich hab das verdrängt, da der Typ bestimmt nicht mein Geschmack war und der wirklich tolle Typ mich mit dem Arsch nicht angeguckt hat.

    Zwei Teeny-Erinnerungen habe ich aber doch:

    Nummer 1,
    hat eine direkte Verbindung zu einem anderen Eintrag. Bei „Somebody“ (übrigens das Martin L. Gore bei der Aufnahme nackt war, habe ich auch schon gehört!) hat der „coolste Typ ever“ tatsächlich MICH aufgefordert! Damit wurde Depeche Mode definitiv zu meiner Band!

    Nummer 2,
    der Soundtrack zu einem meiner ersten Anfälle von Emanzipation war „nothing compares to you“ von Sinead O’Connor – da habe ich den Typen nämlich dreist selbst „aufgefordert“.

    Beide Songs waren eins-A Schlüsselreize für schniefende Tränenausbrüche bei der sich obligatorisch anschließenden Phase des Teeny-Liebeskummers.

  3. Der „coolste Typ ever“, wer wird das wohl gewesen sein? Was wurde aus ihm? Doch nicht etwa ein Anwalt?

  4. Mal abgesehen davon, dass das bei uns noch Steh-Blues hieß, finde ich es doch sehr bezeichnend, dass wir Frauen uns in der Regel nicht an den Song erinnern, zu dem wir das erste Mal eng getanzt haben, wohl aber an den Typen, der uns heiß in den Nacken geatmet hat…

    …bei mir hieß der nämlich Florian, war der Liebling der gesamten fünften Klasse und ist heute Polizist (war auch nicht der coolste Typ ever und ist deswegen auch kein Politikgenie ;-).

  5. Noch bezeichnender finde ich, dass sich bisher nur Frauen zu dem Thema geäußert haben.

    Steile These:

    Männer erinnern sich nicht mehr an das Mädel, auch nicht an den Song, Männer erinnern sich eher, mit wem sie das erste mal Sex hatten…

  6. berlinerharzer Says:

    und was da für Musik lief… im übrigen: Die Carmina Burana CD ist nicht, ich wiederhole NICHT angemessen!

    Der „coolste Typ ever“ ist nicht im Übrigen heute vermutlich nicht Anwalt.

    Mein Ehegatte tanzte mit mir nicht in der Disco, den habe ich odentlich in der Kneipe beim Billiardspielen kennengelernt. Da lief vermutlich Army Of Lovers mit „Crucified“ oder was ähnlich gruseliges (es war halt 1991!).

  7. Wie praktisch, dass die Frage, welche Musik bei dem Kennenlernen meines Angetrauten (oder so…) im Hintergrund lief, so einfach zu beantworten ist: KEINE.

    Aber um die Männerehre wenigstens ein wenig wieder aufzubauen – er weiß immer noch genau, welche Lieder auf der CD sind, die er mir als erstes gebrannt hat. Wahrscheinlich kennt er sogar noch die Reihenfolge.

    Weitere These:
    Für Männer zählen weniger die historischen und emotionalen Zusammenhänge, sondern vielmehr die technischen Details.

    Männer reden doch extrem gerne darüber, dass die snaredrum im ersten Stück „voll nach vorne gegangen ist“ und beim zweiten Stück dann der Gitarrist selbiges tat.

    Fragst du also nach dem Gitarrenriff aus Come as you are, wirst du in der Regel nur Antworten von Männern erhalten.

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