Archiv für Februar, 2008

„…rollin on the dirty floor“

Posted in Backlist, Cover me with tags , , on Februar 25, 2008 by moz

Bin auf eine interessante Coverversion gestoßen: Auf dem Album Rykestraße 68 der Norwegerin Hanne Hukkelberg ist ein Song namens Break my body. Das Original ist von den genialen Pixies und klingt so.

Aber die Coverversion ist aller Ehren wert.

Barack covert

Posted in Cover me, Off Record with tags , on Februar 22, 2008 by moz

Yepp. Der gottgleiche Mix aus J.F.K, Martin Luther King und Denzel Washington covert. Deswegen hat er sich seinen Eintrag in der Kategorie Cover me redlich verdient, hier mehr. Natürlich covert er Governor Deval nicht wirklich, vielmehr covern beide gemeinsam die eine oder andere Vorlage aus der amerikanischen Geschichte. Aber der erzählerische Twist mit Ice Ice Baby, den finde ich gelungen…

Berater und Redenschreiber wärmen auch nur auf, was schon mal da war. Simples Handwerk.

Ein gutes Team hat aber zumindest im Bereich virales Marketing auch Hillary, wie man hier sieht.

Singende Fußballer

Posted in Backlist, Off Record with tags , , , on Februar 22, 2008 by moz

Am Sonntag ist es wieder soweit: Der HSV spielt in München gegen den FCB.

Zur Einstimmung auf diesen Klassiker aus älteren Bundesligazeiten ein Blick auf singende Fußballer beider Vereine. Einige wenige Hörbeispiele sind dabei, sonst aber sind die gefundenen Plattenhüllen schon lustig genug:

Die HSV-Legende Charly Dörfel (kommt für mich noch knapp vor Uwe Seeler) muss 1965 akuten Liebeskummer oder einfach nur einen im Tee hegabt haben: Das kann ich Dir nicht verzeihn. Dörfel war ein schräger Typ, eben ein Linksaußen. Er hat als erster deutscher Fußballprofi gesungen, nicht Kaiser Franz…

Franz Beckenbauer machte sich nämlich erst 1966 auf, die deutschen Charts zu stürmen. Gute Freunde kann niemand trennen besticht durch eine schlichte Melodie, der ein wenig der Pep fehlt. Harmlose deutsche Schlagertradition. Der Kaiser ließ noch weitere Songs folgen, den Mantel des Schweigens darüber.

Vom Sepp im Tor gibt es offensichtlich einen Sangesversuch mit dem Titel Die bayerische Loreley (1968). Lang nach seiner Karriere hat er sich dann noch an Ludwig Thomas Ein Münchner im Himmel (hier in der legendären Zeichentrickfassung) vergriffen. Als Bayer sollte er es besser wissen…

Ironiefreien bayerischen Schmiss hat Da macht es Bumm!, von Gerd Müller eingesungen 1974. Die Blasmusik passt gut nach Bayern. Man merkt dem Bomber der Nation aber an, dass er sich sehr auf den Takt konzentrieren muss. Den richtigen Rhythmus hat er dafür immer auf dem Platz gefunden.

Im Meisterschaftsjahr 1979 sang der damalige HSV-Spieler Kevin Keegan Head over Heels. Dieser Song wurde von Chris Norman (Smokies) produziert. Das hört man. Aus rein musikalischer Sicht immer noch eine Zumutung, aber im Vergleich zu den Herren Beckenbauer und Müller kann Keegan fast singen.

Derzeit ist Keegan, mein größter Held aus Kindertagen, wieder in Newcastle als Trainer unterwegs. Die Fans der Magpies haben ihn bei seiner Rückkehr bejubelt wie einen Messias. Leider ist ein genialer Spieler nicht auch gleich ein genialer Trainer. Möge der Verein diesen Fehler bald einsehen und umkehren…

1980 schlug Jimmy Hartwig vom HSV mit Mama Calypso zu. Leider habe ich den Song bisher nicht gefunden, genausowenig wie seinen zweiten Anlauf aus 1982 mit dem viel sagenden Titel Ich bin immer zu früh.

Gruß an meine zahlreichen FCB-Freunde, so oder so werden die HSV-Fans am Sonntag (diesmal leider ohne mich) zu Recht in Richtung der FCB-Fans wieder singen: „Sing when you’re winning, you only sing when you’re winning!“

Zwiebeln und Dante

Posted in Soundtrack of my life with tags , , , on Februar 20, 2008 by moz

Wer Die Blechtrommel gelesen hat, kennt den Zwiebelkeller, in dem sich Oskar Matzerath nach dem WK 2 im Rheinland rumtreibt. Die deutschen Nachkriegsverdränger häuten und schneiden dort Zwiebeln, auf dass die Tränen fließen und der ganze Scheiß der letzten Jahre hochkommt. Die Zwiebel für die kleine Katharsis zwischendurch. Danach geht es weiter im Nachkriegs-War da was?-Text.

Es gibt ein Lied, das auf mich eine ähnliche Wirkung hat, wie das Häuten und Schneiden der Zwiebel bei Grass. Ich breche nicht sofort in Tränen aus. Aber mein emotionaler Haushalt geht recht schnell auf Talfahrt. Mit Neil Hannon anstelle von Vergil an meiner Seite mache ich mich für die Dauer von 5:33 auf meine eigene kleine Tour durch die Kreise der Hölle und dann die folgenden 3:52 Minuten auf zum Läuterungsberg. Bis zum Paradies reicht es nicht.

Der Song für die Hölle: Eye of the needle

Der Song für den Läuterungsberg: Love what you do

Keine Ahnung, warum diese beiden Lieder in Kombination diese Wirkung auf mich haben. Beim ersten Hören setzte das so ein und geht seitdem nicht weg.

Inzwischen ist es schon so, dass ich in Momenten der Trauer innerlich das mollige Blech aus Eye of the needle höre. Das ist seltsam und verstärkt die Kopplung von Lied und Stimmung. Elende Situation für elende Sitaution summiert sich dazu. Eye of the needle ist seit einigen Jahren also immer fest mit dabei, wenn ich Grund habe, mich dreckig zu fühlen.

Aber es gibt ja noch das Lied vom Läuterungsberg. „Tira mi sù!“, rufe ich Neil im letzten Kreis der Hölle zu. Und am Ende von Love what you do ist mein trotziger Mut zurück. Tschüss, Hölle, Tod und Teufel! Bis zum nächsten mal, wenn die Trompete wieder erklingt…

Come on baby, cover me!

Posted in Cover me with tags , on Februar 20, 2008 by moz

Nichts im Leben ist vollkommen. So ist es auch mit Food of Love. Hiermit ergänze ich noch eine Kategorie, die im postmodernen Zeitalter nicht fehlen darf: Worum es in Cover me geht, sagt ja bereits der Titel.

Und zum Start eine kleine Fragerunde: Kennt jemand eine Coverversion von Bruce Springsteens Cover me?

Can I put my hands on you?

Posted in Backlist, Soundtrack of my life with tags , , , on Februar 16, 2008 by moz

Schätzungsweise 1986, vielleicht auch 1987. In der hässlichen Schul-Kunsthalle, einst die Turnhalle unseres Gymnasiums, als diese noch Real-Gymnasium genannt wurde – fand eine Schulparty statt. Die SV hatte diese in zähem Ringen mit dem „Direx“ organisiert. Es gab damals meiner Erinnerung nach eine Regelung, die besagte, dass die jüngeren Jahrgänge bis zum frühen Abend bleiben durften. Danach gehörte die Tanzfläche den Älteren. Und Schluss war natürlich so oder so vor Mitternacht. Alkohol gab es natürlich keinen, zum Trinken und Rauchen ging man dezent um die Ecke. Die Lehrkörper trugen gelangweilt Sorge, dass die Jugend nicht zu betrunken diese Wahnsinns-Party sprengte. Ich kann maximal in der achten Klasse gewesen sein. Denn mein Hauptziel bestand dezidiert darin, möglichst lange in den Abend reintanzen zu können, ohne von den Lehrern als unterer Jahrgang aussortiert zu werden. Außerdem ging es darum, heimlich zu rauchen und zu trinken und die Jungs ab zehnter Klasse aufwärts anzuhimmeln. Wobei der Typ, den ich damals intensiv anhimmelte, ein Querflöte spielender Supermathematiker mit Pfarrersvater und vier Geschwistern war. Ein braver, aber eben recht süßer, Schulüberflieger. Der ließ sich auf dieser Schulparty gar nicht erst blicken. Und die ganz coolen Jungs waren natürlich auf einer derartigen Veranstaltung auch abwesend. Aber sei’s drum.

Ich hatte es gerade knapp in den zweiten Teil des Abends geschafft, zurückzuführen auf den Langmut einiger Lehrer. Der DJ hatte gerade gewechselt. Der neue legte mit feierlichem Gesichtsausdruck das nächste Lied auf. Eine Fanfare ertönte. Schwupp, war die Tanzfläche voll. Die einigermaßen coolen Jungs blickten sich wissend an. Ein Beat und Synthie-Sound setzte im Hintergrund der Fanfare ein. Die Jungs bildeten eine Kreis und bewegten sich langsam aufeinander zu und wieder auseinander. Hä? Kommt da noch was außer des langsamen Synthie-Teppichs? Es kam. Zuerst eine Gitarre, dann ein echtes Schlagzeug, der Rhythmus zog an. Eine Stimme, die klang wie PIL, rollte das R in „Rain“ derart übertrieben, dass es irgendwie gefährlich rüberkam. Wirkte alles leicht düster. Im Refrain sang der Typ immer Can I put my hands on you? und die Jungs natürlich alle mit. Was war denn das? Den DJ konnte ich nicht fragen. Wie uncool wäre das denn? Egal, einfach schön im Kreis mitschwoofen.

Ich hörte das Lied fortan häufiger auf Feten und in der örtlichen Disco. Es war Faith Healer von den Bollock Brothers. Das fand ich sehr bald raus. Ich habe erst Jahre später erfahren, dass es sich um eine Coverversion handelte. Wäre mir damals allerdings ziemlich schnuppe gewesen und ist es mir heute noch. Viel wichtiger ist, wann ich den Faith Healer das erste Mal gehört habe: Am Abend, als ich meine Premiere in der Neuen Welt nach Acht hatte – und dieser Song markierte den Übergang.

P.S.: Das Original von der Sensational Alex Harvey Band aus den 70ern ist extrem cool, die Bollock Brothers konnten bei der Vorlage eigentlich wenig falsch machen. Eine weitere Coverversion (Live) von The Cure.

Ageless Beauty

Posted in Backlist, Soundtrack of my life with tags , , , , on Februar 13, 2008 by moz

Letzten Sommer hatte ich ein überaus verstörendes Erlebnis: Ich wurde 35. Gleich morgens entdeckte ich die erste Falte unter den Augen, die in die Kategorie „Bleibt für immer“ gehört und auch definitiv nicht als Lachfalte verargumentiert werden kann. Der restliche Tag wurde auch nicht viel besser. Passenderweise regnete es ununterbrochen wie aus Kübeln. Ich konnte das alles einfach nicht fassen. Ich war scheißalt und musste ab jetzt runterzählen bis zur 40. Wo war die ganze Zeit hin?

Tja, wo ist sie hin, werte H.? Ich widme Dir zu Deinem unvermeidlichen 35. Zum Beispiel letztes Jahr im Sommer von den Tocos. Da waren wir noch jung und knackig. Oder doch lieber das charmantere Alten Resten eine Chance? Die Letzten sind die Besten und wir sind auch in Zukunft gerne immer noch dabei, oder? We will always be a light36, zieh Dich warm an, wir kommen!

Von Chan zu Chanel

Posted in High Rotation with tags , , , , , , on Februar 10, 2008 by moz

Die Geschichte von der Raupe und dem Schmetterling haben diverse Musikschreiberlinge die letzten Wochen erzählt. Da ist am Anfang, vor gut zehn Jahren, die leicht verhuschte, überschüchterne Chan Marshall, der die Haare immer so wirr ins Gesicht hängen, wenn sie auf der Bühne gegen den totalen Blackout ankämpft. Ach, wie zerbrechlich sie doch ist, wenn sie ihre brüchigen Kleinode über die eigene Depression vorträgt. Sie könnte eine ganz Große werden, raunt sich die Fachjournaille zu. Wenn, tja wenn sie nicht jedes zweite Konzert abbrechen würde, weniger tränke und auch mal musikalisch ein wenig eingängiger daher käme.

Letzteres tat Chan Marshall im Jahr 2006 sicher mit dem Album The Greatest, setzte sozusagen an zum großen Sprung – und ging dann erst mal in die Entzugsklinik, gerade noch bevor Hollywood dort in Scharen einfiel. Heute, sieh da, sieh da, trägt Chan die Haare adrett, hat den Nagellack entdeckt, wurde offensichtlich daraufhin von Karl Lagerfeld zu dessen Muse erkoren, ist Chanel-Model und überhaupt so was wie everybody’s Darling. Halleluja, Ende gut, Alles gut. Kann ein Mensch, der ein Album wie Moon Pix gemacht hat, sein Glück als Lagerfelds Muse und Generation-GAP-Ikone finden? Wait and see.

Mit Jukebox ist also das neue Album draußen, von Spex („konservative Popmusik“) bis Die Welt („Das vernachlässigte Kind musizierender Hippies“), um mal die beiden Pole abzustecken, wirklich ÜBERALL besprochen. Übrigens reden Männer besonders gerne über Chan Marshall und projiizieren munter vor sich hin und in Cat Power hinein.

Hiermit sei den endlosen Erklärungsmodellen und Besprechungen also noch eine weitere hinzugefügt:

Jukebox. Wieder alles Coversongs, macht sie ja gerne mal zwischendrin.

Der eine Teil von mir: „Ist doch auch ganz schön, wenn das Gleichgewicht offensichtlich stimmt, macht die Musik auch etwas eingängiger. Es muss ja auch nicht immer der ganz große Weltschmerz sein.“

Der andere Teil: „The Greatest war ja auch schon eine deutliche Abkehr vom alten, musikalisch sperrigen Konzept. Aber dennoch nicht so glatt. Jetzt ist alles sauber, der Blues wohl dosiert, damit er auch ja nicht weh tut beim Hören…schön, aber auch schade, irgendwie.“

Ich schwanke also noch, wo ich Jukebox einordne. Das kommt aufs nächste Album von Cat Power an. So oder so liegt jeder Song auf Jukebox noch immer jenseits der musikalischen Mittelklasse.

Und noch eine Coverversion: Cat Power hat 2006 einen Song zu einem Serge Gainsbourg-Tribute-Album beigesteuert. Im Duett mit Karen Elson (auch bekannt als britisches Supermodel und Frau von Jack White) interpretiert sie Je t’aime…. Ziemlich trashig und witzig, die Version. Karen Elson kann wirklich nicht singen, haucht und stöhnt sich aber ganz munter durch den Song.

Sober, life is a prison

Posted in Soundtrack of my life with tags , , , , , , on Februar 5, 2008 by moz

Yepp, yepp. Der Aschermittwoch steht vor der Tür. Ich genieße gerade noch ein letztes Bier vor den nächsten pupsgesunden, stocknüchternen, extrem entgiftenden sechs Fastenwochen. Und zum Auftakt aus gegebenem Anlass eine kleine, aber bei weitem nicht einzige und einzig mögliche, Top 10 zum Thema Alkohol und seinen (schönen) Nebenwirkungen, Reihenfolge rein zufällig:

Too drunk to fuck/ Dead Kennedys
The hymn for the Alcohol/ Hefner
Big Shot/ Billy Joel
Sunday/Bloc Party
Gin Soaked Boy/ Divine Comedy
Music when the Light goes out/ Libertines
Friday night and saturday morning/ The Specials
Too drunk to dream/ The Magentic Fields
Kavallerie/ Element of Crime (man, ist der Regner fett geworden – zu viel Bier?)
Bis neun bist Du ok/ Die Sterne

Und natürlich alle Songs von den Pogues…

Die Welt ist trauriger als Ian Curtis an seinem letzten Tag

Posted in Backlist with tags , , , , , on Februar 2, 2008 by moz

So lautet die Zeile eines Songs meiner alten Freunde von der Rockformation Diskokugel. Aber sie stimmt nicht, wie der Besuch des Films Control ungefähr erahnen lässt (eine sehr treffende Rezension zum Film hatte die Zeit jüngst zu bieten).

Der Film hat ein großes Minus und ein großes Plus: Das große Minus ist die Darstellung und eventuell auch Überbewertung der Liebesgeschichte mit Annik, was auch ihrer Darstellerin und der Sätze, die sie sprechen muss, geschuldet ist. Das große Plus ist, dass ich aus dem Kino raus nach langer Zeit wieder Joy Division aus dem Regal holte. Und dann fragte ich mich sehr schnell, warum ich eigentlich so selten in den letzten Jahren Joy Division gehört hatte – außer auf Parties das unvermeidliche Love will tear us apart (nee, Leute, hier gibt es nun keinen Link, echt nicht).

Ich entdecke mit viel Spaß gerade Dinge, die mir bisher nicht aufgefallen sind: Der Einstieg von Digital klingt zum Beispiel verdammt so wie viele der Gitarren-Bass-Kombis der Violent Femmes – allen voran Blister in the sun und ein wenig auch Add it up (Ihr wisst schon: Why can’t I have just one f*). Besser gesagt: Die „Zitate“ der Violent Femmes sind schon dreist. Überhaupt: Der Bass. Joy Division muss den Bass-Spielern unter meinen Leserinnen und Lesern eigentlich Spaß machen. Peter Hook war stilbildend, finde ich. Ich hatte echt vergessen, wie gut viele Songs von Joy Division waren und sind. Zu Isolation oder She’s lost control muss ich dringend mal wieder irgendwo tanzen.

Mir fiel beim Sehen von Control ein, dass der spätere New Order Song Blue Monday – zuerst erschienen im Jahr 1983 – möglicherweise tatsächlich auch den Tod von Ian Curtis und das Gefühl der zurückgelassenen Freunde und Bandmitglieder thematisiert (denn der gute Ian bringt sich ja in einer Nacht von Sonntag auf Montag um). Ganz sicher ist Blue Monday aber der Song, in dem sich zeigte, dass es Bernard Sumner, Peter Hook und Stephen Morris gelungen war, einige Elemente von Joy Division in sich zu bewahren, aber zu einem neuen und eigenen Stil zu finden. Der spätere Niedergang von New Order bis hin zu Crap wie Krafty, darüber den Mantel des Schweigens…

By the way: Es gibt eine Dokumentation über New Order, die New Order Story. Und darin geht es natürlich auch um Joy Division. Bernard Sumner erzählt unter anderem von einer Nacht, in der Ian Curtis im Auto einen epileptischen Anfall bekam und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Bandkollege Stephen Morris war damals total pissed – denn eigentlich hatte man sich gerade darauf geeinigt zu einer Tankestelle zu fahren, um Kippen zu kaufen… . In der Dokumentation ist außerdem ein früher Besuch der Bandmitglieder von New Order in einer TV-Sendung zu sehen. Auf die Frage des Moderators, wer das faulste Bandmitglied von New Order sei, antwortet Bernard Sumner spontan: „Ian Curtis.“ Das nenne ich englischen Humor.

Es ist übrigens eine Schande, dass Bono sich auf Ian Curtis als eines seiner großen Vorbilder beruft. Hä? Sorry, nur weil Tote sich nicht wehren können, darf man nicht alles. Und toll ist es auch, wenn Bono in der New Order-Doku Joy Division arg vereinfachend als Vorläufer der Gothic-Music bezeichnet. Richtig ist, dass im Umfeld des Post-Punk, zu dem man Joy Divison wohl zählen darf, auch Elemente des Gothic Rock entstanden. Aber genauso gut kann man auch sagen, dass Joy Divison Vorläufer der Industrial-Music waren. Gut, solange Bono nicht behauptet, von Joy Division führe der musikalische Weg zwangsläufig direkt zu U2, bin ich ja schon froh. Nichts für ungut, Bono, aber das wäre dann wie mit dem Punk und den Toten Hosen… .

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