Archiv für März, 2008

Elbow: Love you, mates!

Posted in High Rotation with tags , , on März 30, 2008 by moz

Dresden Dolls, Gang of Four, Bob Dylan und meine derzeitigen Ausflüge in die Welt von Bruce Springsteen (jaja, ich weiß, unglaublich) sind erst mal ad acta gelegt. Seldom seen kid begleitet mich in den letzten Tagen beständig. Elbow haben sich auf Seldom seen kid musikalisch sicher nicht neu erfunden oder aufregende Experimente gewagt. Macht gar nichts. Denn derart gekonntes Songwriting und Musizieren ist mir echt genug. Wenn das Anderen zu langweilig oder nicht innovativ genug ist, non mi ne frego niente.

Ich tue mich schwer, „Lieblingssongs“ zu wählen, weil das Album in einem Rutsch einfach Spaß macht. Ein paar Lieder sind aber sicher schon beim ersten Hören schneller im Ohr drin. Dazu zählt Bones of you, das beschreibt, worum es in FoL ja eigentlich geht: um die Macht von Musik:

When out of a doorway the tentacles stretch
Of a song that I know and the world
Moves in slow – mo.
Straight to my head like the first cigarette of the day.
And its you, and its may, and we’re sleeping through the day.
And I’m five years ago and three thousand miles away…

(…)

I dealt with this years ago. I took a hammer to every momento
But image on image like beads on a rosary
pull through my head as the music takes hold…

Aber mein heimlicher kleiner Favorit ist der „Rausschmeißer“ Friend of ours. Selten eine so schöne, traurige Liebeserklärung an einen (toten) Freund gehört, Bryan Glancy gewidmet. Friend of ours werde ich Euch wie das ganze Album demnächst als Playlist im Netz zum Hören bereit stellen, arbeite noch dran…, dann folgt ein aktueller Link.

Haushalt W./M. aus dem Küchendschungel: Sicherungskopie zu Euch?

Bababababa

Posted in Backlist, Soundtrack of my life with tags , , , on März 26, 2008 by moz

Es gibt Lieder, bei denen ich mich früher mitunter ein bisserl dafür geschämt habe, dass ich sie irgendwie doch toll fand. Ein Beispiel aus dieser Rubrik ist Electrica Salsa von OFF (Sven Väth). Ging Euch das auch so?

Es gibt wirklich keinen Grund, sich dafür zu schämen. Der Song war einfach gut, ist inzwischen längst ein Klassiker und sicher ein Meilenstein der deutschen Tanzmusike. Man hört, wie ich finde, dass Sven Väth früher sehr gerne EBM-Mucke aufgelegt hat. EBM? Schreibe ich auch mal mehr drüber, wenn mir danach ist, ist mir aber nicht. Kleiner Vorgeschmack hier.

Ode an die Smiths, Part 2

Posted in Backlist, Soundtrack of my life with tags , , on März 25, 2008 by moz

Eine weitere Strophe aus meiner Ode an die Smiths…

Ich weiß noch ganz genau, wann und wo ich das erste Mal The Smiths gehört habe. Meine Freundin G. war zwei Jahre älter und hatte teilweise einen ganz guten Musikgeschmack, den sie in Revolte gegen ihr ultrachristliches Elternhaus und als (damals noch) schwarzes Schaf der Familie auch ausgiebig pflegte. Ich profitierte davon. Ihr verdanke ich unter anderem wichtige erste Kontakte mit Joy Division und New Order. Und eben The Smiths.

Round about 14 Jahr, damals noch wirklich blondes Haar. Ich saß im Zimmer einer Freundin von G.. The Queen is Dead kam auf den Plattenteller. Wow! And I lay in awe on the bedroomfloor. Musikalisch und auch sonst tat sich eine neue Welt auf. Ich verstand zwar beim ersten Hören nur die Hälfte vom Text. Aber hey, der Typ, der da sang, schien mindestens genauso hoffnungslos mit der Welt außerhalb des eigenen Ichs auf Kriegsfuß zu stehen wie ich. Der christliche Teil meines Schizo-Ichs dankte dem Herrn, der eher freigeistige Teil zündete sich erst mal eine Zigarette an und atmete tief durch. Ich war also nicht allein.

Ich blieb nicht ewig 14, genausowenig wie ich ewig wirklich blondes Haar behielt. Zunehmend stand ich mit der Welt da draußen weniger auf Kriegsfuß, fühlte mich nicht 24 Stunden am Tag unlovable und bekam dann auch mal, was ich wollte. But:

(…)
don’t forget the songs
That made you cry
And the songs that saved your life
Yes, you’re older now
And you’re a clever swine
But they were the only ones who ever stood by you

(…)

I’m holding the torch
In the corner of your room
Can you hear me ?
And when you’re dancing and laughing
And finally living
Hear my voice in your head
And think of me kindly
No …
Rubber ring, rubber ring, rubber ring, rubber ring.

… shitfaced, it is a blessing

Posted in Soundtrack of my life with tags , on März 23, 2008 by moz

Quinta de Chocapalha, 2005, Portugal. Lecker.

Oder mit Blumfeld:

Meine Endomorphinproduktion hat alles verlernt, da hilft auch kein Erinnern mehr (…) Also gib mir meine Dosis, von dem, was mir zusteht, den Rest, ich hab schon bezahlt, also gib sie mir jetzt.

Cheers!

P.S.: Genau drei Stunden, nachdem ich endlich die gesamten Daten meines Laptops auf die neue fette externe Festplatte gezogen habe, fängt mein Laptop an, seltsame Geräusche zu machen. Kann sein, dass ich die nächste Zeit dann mal offline gehe…

Kevin im Abseits

Posted in Off Record with tags , , on März 23, 2008 by moz

Wieder ein kurzer Abstecher zu meiner ersten/zweiten Liebe Fußball: Well, vor einigen Wochen habe ich über Kevin Keegan geschrieben, dass extrem tolle Spieler nicht automatisch extrem gute Trainer werden. Daher geht es dem englischen Fav-Verein des besten Ex-Flatmate der Welt auch gerade gar nicht gut. To cheer up all Fans of Newcastle: Click here.

Elbow – Das Warten hat ein Ende…

Posted in High Rotation with tags , on März 19, 2008 by moz

Das neue Album Seldom seen kid ist auch in Deutschland zum 17. März erschienen! Gestern habe ich es zwar noch nicht bekommen, aber heute sollte es hoffentlich in den Läden stehen.

Cover it up mit den Dresden Dolls

Posted in Cover me with tags , , , , on März 16, 2008 by moz

In meinem Beitrag Die Welt ist trauriger ist trauriger als Ian Curtis an seinem letzten Tag habe ich ja Violent Femmes‘ Add it up! bereits erwähnt. Die Dresden Dolls haben den Song bei einem Liveauftritt gecovert.

Auch sehr schön ist ihre Version von Eisbär. Und weil wir gerade dabei sind: Meinem Gott, cute, cuter the cutest David Bowie, haben sie auch ihre Referenz erwiesen: Life on Mars.

Ich liebe die Dresden Dolls gerade sehr. They might be „arty-farty“, wie der beste aller Ex-Flatmates es immer so schön formuliert. Aber sie sind „arty-farty“ mit Herz. Können nicht alle Bands von sich sagen.

To my alcoholic friends

Posted in Backlist, High Rotation with tags , on März 15, 2008 by moz

Die Fastenzeit neigt sich dem Ende entgegen. Und so langsam habe ich doch Lust auf einen richtig feinen Rotwein oder ein leckeres Augustiner, gerne auch inklusive Kopfweh.

Für Ostersonntag groove ich mich schon mal ein mit To my alcoholic friends von den Dresden Dolls. Amanda Palmers Stimme erinnert mich immer an die eine Dame von Shakespear’s Sister (an alle Sick-Jünger und Sprachnazis unter den Leserinnen und Lesern: Die schreiben sich wirklich einfach mal ohne „e“, jaja). You’d better hope and pray that you make it safe back to your own world, sag ich nur.

Das neue Album der Dreseden Dolls ist wohl fertig aufgenommen und soll bald kommen. Bei youtube gibt es übrigens einen „Official Dresden Dolls Channel“, darauf auch ein Video aus der Zeit der letzten Studiosessions im Januar 2008.

By the way: Die Dresden Dolls haben mal eine Art Musical mit dem Titel The Onion Cellar gechrieben, yepp. Der olle Günther und seine Blechtrommel …

Elbow – Wenn Warten schwer fällt

Posted in High Rotation with tags , on März 13, 2008 by moz

Um die Wartezeit auf das neue Album von Elbow (Seldom seen kid) zu verkürzen, hier das Video zu Grounds for Divorce.

UK-Release ist am 17. März, in Deutschland dauert es noch bis Ende April….

Und weil es so schön ist, Fugitive Motel live… ich freue mich schon riesig auf das Konzert in Berlin – hoffentlich bald. Habe bisher nur Tourdaten für Southside und Hurricane gefunden. Schaut selbst…

…but nobody’s rules are the same

Posted in Backlist, Soundtrack of my life with tags , , , , , , on März 12, 2008 by moz

Mit Musicals habe ich es, vorsichtig formuliert, nicht so. Zumindest nicht mit dem, was alles seit den 1970ern auf die Menschheit geschossen wurde – das gilt für Jesus Christ Superstar, mit dem mich meine ältere Schwester seinerzeit quälte, ebenso wie für wirklich schlimme Dinger wie Phantom der Oper. Kann ich herzlich wenig mit anfangen.

Aber es gibt eine Ausnahme, zu der ich, ja verdammt, stehe. Und wenn der Ruf erst mal ruiniert ist…, ich freu mich schon!

Meine ältere Schwester war Schuld. Anno 1984 oder 1985 kaufte sie das Doppelalbum Chess. Chess, das war die Musical-Kollaboration von Björn Ulvaeus und Benny Andersson mit Tim Rice. Meine Sis tat dies sicher auch aus alter Liebe zu ABBA. Fortan lief die Platte dann bei ihr rauf und runter. Für mich eine Qual. Ich hielt mit Depeche Mode und Duran Duran dagegen. Aber die Anlage meiner Schwester war lauter als mein Kassettenrekorder.

Chess? Sagt den meisten jetzt nix. Aber wenn ich Murray Head und One night in Bangkok sage, dürfte es teilweise schnackeln. Der Song war damals ein kleiner Hit. Ich erinnere mich noch, dass Murray Head damals bei Na so was! auftrat. Murray Head hatte übrigens schon auf dem Album Jesus Christ Superstar als Judas Ischariot den Song Superstar gesungen.

So um 1984 rum wehrte ich mich jedenfalls gegen Chess und schien dabei äußerlich erfolgreich. In der Tat war ich aber offensichtlich längst mit das Chess-Virus infiziert. Die Inkubationszeit, dauerte ein paar Jahre. Dann brach das Virus aus, wohl begünstigt durch mein damals sangeswütiges Umfeld. Ich habe sogar mal ein Script für eine Fortsetzung von Chess angefangen. Das belegt meiner Ansicht nach ausreichend, dass ich echt einen ausgewachsenen Chess-Schaden habe. Meist schlummert das Virus inaktiv in mir. Ab und an poppt es aber wieder hoch wie der Hefeteig in der Tupperschale. Dann kenne ich keine Gnade mit meiner Umwelt. Chess wird von mir wieder und wieder komplett durchgehört und mitgesungen. Ich kann alles auswendig, Texte und Melodien.

Chess ist Pop mit guten Arrangements und schönen Themen, die sich durch das Musical ziehen. Die alte ABBA-Schule klingt natürlich durch. Die Stücke sind aber durchaus vielfältiger als man es beim Gedanken an ABBA denken mag. Als Teenagerin habe ich besonders gern das trotzige Nobody’s on nobody’s side sowie das (Schmacht)-Duett I know him so well mitgeträllert (beide Videos unbedingt anschauen, schrägste Ästhetik, noch schrägere Frisuren). Mein all time favourite ist und bleibt allerdings das feine Quartett A model of decorum and tranquillity (leider nicht als Video im Original zu finden).

Ich hasse Musicals. Aber ich liebe Chess.

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