Vampire brauchen Sonne!!!

Ich habe seit einigen Tagen das viel gelobte Album von Vampire Weekend in Besitz. „Das Cover finde ich richtig gut“, bleibt mein einziges Urteil nach den ersten Hördurchgängen. Denn irgendwie kriegt mich das Ganze nicht so richtig. Vielleicht habe ich noch zu viele Paul Simon-Graceland-Schäden aus meiner Jugend? Die Songs von Vampire Weekend bleiben freundlich folgenlos bei mir. Alles fein gemacht, aber den Anlass für das viele Pippi in den Augen der zahlreichen Kritiker habe ich noch nicht hören können.

Aber ich habe eine Ahnung, woran das liegen kann: Meine Winteruhe, die mit einem Mangel an Phantasie und der partiellen Finsternis meiner inneren Grundsonne einhergeht. Dieses Album ist aber grundsonnig und verspielt in einem positiven Sinne. Es verlangt einen ausklingenden heißen Sommertag, an dem man im Cabriolet auf einer Küstenstraße entlangbraust – vorzugsweise gleich irgendwo am Kap der Guten Hoffnung, Minimum jedoch Kap Arkona. Wenn schon nicht real, dann eben im Kopf. Aber eben dort komme ich derzeit maximal bis „im Tale grünet Hoffnungsglück“.

Bis zum Ende meiner Winterruhe erfreue ich mich daher erst mal weiter am Cover und begegne dem musikalischen Teil von Vampire Weekend eben so, wie einst die Conquistadores den Ureinwohnern in Südamerika: mit Unverständnis.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: