Michael Haneke recyclet sich selbst

Der eine oder die andere wird sich noch mit einem verdammt schlechten Gefühl im Magen an Michael Hanekes Film Funny Games (1997) erinnern, den ich grausam grandios fand und der mich noch lange verfolgt hat.

Jetzt kommt offensichtlich das Remake für die USA auf uns zu, bei dem Haneke gleich selbst Regie geführt hat. Die Szenen des Trailers sehen schon nach verblüffend identischen Einstellungen mit eben neuen Schauspielern aus. Same same, but different.

Ich weiß nicht, ob ich mir das noch mal antue. Einmal Funny Games reicht, um fürs ganze Leben über die Frage nachzudenken, was die mediale Vermittlung von Gewalt eigentlich so mit uns macht, warum wir sie mitmachen, was passiert, wenn die gängigen „Spielregeln“ für die Darstellung von Gewalt verletzt werden und so weiter.

Außerdem weiß ich nicht, ob jemand Susanne Lothar und Ulrich Mühe sowie Arno Frisch und Frank Giering toppen kann… aber gut, wenn Haneke damit die USA missionieren will…

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Eine Antwort to “Michael Haneke recyclet sich selbst”

  1. ich habe funny games letztens erst gesehen, mich hat er aber auch schwer beeindruckt. man denkt eigentlich die ganze zeit – das geht doch nicht, das geht doch nicht… und am ende saß ich da und konnte überhaupt nicht glauben, dass der film mich als zuschauer so verstört zurücklässt (lassen darf). die frage ist ja auch für das remake aus dem eigenen haus, behält haneke das ende bei? denke also doch, dass ich ihn mir ansehen werde, auch wenn ich dir recht gebe, dass eine solche verstörung pro fünf jahre eigentlich reicht.

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