Klagelied auf O2, Part 2

Ich baue ja gerade eine innige Beziehung zu meinem Mobilfunk- und DSL-Dienstleister O2 auf. Die neuesten Ereignisse rund um meinen verzweifelten Versuch, nicht nur ab und an über Festnetz erreichbar zu sein, möchte ich Euch nicht entgehen lassen. Denn sie entbehren nicht einer gewissen Komik.

Was zuletzt geschah: Festnetz funzt seit Anfang April nicht, der eingeschaltete „Außendienst“ fand keinen Fehler (also ist nach deren Logik mein Festnetz auch nicht ausgefallen), nächster Mitarbeiter der Technikhotline wollte dann den Router austauschen lassen. Jener Herr N. versprach mir, den Paketdienst darüber zu informieren, dass ich nur bis 8:00 zum Austausch daheim bin. „Kein Problem.“

Am 15. und 16. überraschte mich jeweils die Benachrichtigung über einen misslungenen Zustellversuch in meinem Briefkasten. Denn aus unerfindlichen Gründen war ich um 9:00 und 10:00 einfach nicht da. Sowas aber auch… Dafür könnte ich aber meinen neuen Router im „Depot“ der GSL abholen. Mir stand der Sinn nicht danach, zu einem Depot am Rande der Stadt zu fahren. Ich verfiel stattdessen auf die wahnwitzige Idee, über das Kontaktformular der 02-Website mal nett nachzufragen, ob man eine andere Lösung finden könnte?

Leider funktioniert das Kontaktformular aus „technischen Gründen „derzeit nicht. O2 arbeitet aber daran – jetzt schon seit vier Tagen. Vielleicht sollten sie mal jemanden fragen, der sich mit soetwas auskennt?

Na gut, dann rufe ich halt wieder die Technik-Hotline an. Ein Herr L. klärte mich darüber auf, dass 02 leider keinen Einfluss auf die Lieferzeiten des externen Paketdienstleisters habe. Er könne gar nicht verstehen, dass Herr N. mir dies zugesagt habe? Verschwörersich weihte mich Herr L. ein: „Wissen Sie, GSL, lässt sich da leider nicht in die Karten schauen.“ Der arme GSL-Großkunde O2 ist seinem Dienstleister offensichtlich hilflos ausgeliefert. Mein neuer Router könnte jetzt aber umgehend von GSL zurück geschickt werden an O2. Dann könnte man eine erneute Lieferung an eine Alternativadresse veranlassen. Gut, dann schleppe ich meinen alten Router eben mit ins Büro. An welchem Tag denn? „Ähh, das kann ich Ihnen nicht sagen. FALLS der Router morgen direkt an uns zurück kann und FALLS die erneute AUSLIEFERUNG gleich veranlasst wird, dann eventuell den Tag darauf?“ Aber vielleicht auch nicht. Denn wie gesagt: Der Paketdienstleister lässt sich da nicht in die Karten schauen. Aber er würde gerade mal versuchen, einen genaueren Termin herauszufinden. „Bitte bleiben Sie in der Leitung“ Ich blieb. Bis mich die Leitung rausschmiss.

Auf ein neues. Technik-Hotline angerufen, irgendwann aus Warteschleife an einen Mitarbeiter verbunden. „Ich bin gerade im Gespräch mit Herrn L. aus der Leitung geschmissen worden, wir mussten eigentlich nur noch eine Terminfrage klären – können Sie mich irgendwie durchstellen?“ „Ich schau mal, was ich machen kann“ (……. ……. …..) „Hallo? ich probiere es noch mal“ (…. …. …) Dann eine mürrische Stimme, nicht Herr L, Berliner Akzent.: „Ja?“ „Ja, hallo. Ich sollte mit Herrn L. verbunden werden. Können Sie das?“ Mürrisch: „Nein, das kann ich nicht. Ich bin an meinen Platz gebunden.“ An seinen Platz gebunden. Ich: „Ach, wissen Sie was? Lecken Sie mich doch am Arsch.“

Danke an O2: Ich weiß jetzt, es macht wirklich Sinn, dass Gott oder wer oder was auch immer nicht wollte, dass der Mensch allein bleibe. Denn geteilter DSL-Anschluss wäre halbes Leid. Und ich gäbe derzeit echt was dafür, sagen zu können: „Probierst Du es morgen noch mal bei der O2-Hotline? Du weißt schon, der Router.. .“

Passend: Pick up the phone, Notwist

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