Archiv für Juli, 2008

Rip it up and start again!

Posted in Backstage with tags , on Juli 30, 2008 by moz

Der beste Ex-Flatmate der Welt hat mir mit seinem kürzlich eingetroffenen Präsent für die nächste Zeit wunderbarsten Lesestoff beschert: Rip it up and start again – Postpunk 1978-1984 von Simon Reynolds erweist sich schon in den ersten drei von unzähligen Kapiteln aus ein Quell der Freude, wenn man aus dem Hamsterrad nach Hause gekrochen ist.

Erfreulicherweise ist das Buch nicht rein chronologisch geordnet, sondern bildet Cluster – nach Städten, ähnlichen Bands, Gender und so weiter und so fort. Dabei geht es dann Stück für Stück voran. Ich habe mich schon an Johnny Rottens Rückverwandlung in John Lydon und direkte Weiterverwandlung in PiL delektiert, mehr über Pere Ubu und Devo gelernt als ich möglicherweise je wissen wollte und steige gerade in die No Wave-Szene der Endsiebziger in New York ein.

Thank’s, dear old flatmate!!

Whip it ist wohl der bekannteste Song von Devo, aus dem Jahr 1980. Was heute nur noch wenig aufregend scheint, war damals ein echt heißer Scheiß. I still love it.

Be sure, dass Ihr die nächste Zeit hier immer mal wieder weiteren heißen alten Scheiß zu Hören bekommt.

24 Hour Party People…

Posted in Backstage with tags , , on Juli 27, 2008 by moz

Michael Winterbottoms recht amüsanter Spielfilm über Tony Wilson, Factory Records und jene schöne Zeit irgendwo zwischen Joy Division und Happy Mondays gibt es jetzt auch in Deutschland auf DVD.

Vielen Dank für die Blumen…

Posted in Soundtrack of my life with tags , on Juli 23, 2008 by moz

der letzten Tage sage ich auf hier noch mal mit einem unvergessenen musikalischen Klassiker meiner Kindertage, dem Intro von Tom&Jerry, dargeboten von Udo Jürgens.

Udo war ja seinerzeit sozusagen omnipräsent, er sang ja auch die Titelmelodie zur von mir heiß geliebten Trickfilmserie Es war einmal der Mensch. Jaja, damals vorm Krieg….

We don’t work for minimal wages!

Posted in High Rotation with tags , , , on Juli 18, 2008 by moz

Herzerfrischend rumpelig, dabei aber intelligent arrangiert und liebevoll produziert, mit extrem liebenswerten Gastmusikern eingespielt (liebe Grüße an Hillybilly von der RockFo!) – pasp ist ein schönes Album geworden. Ich mag’s!

Bei last.fm kann man einige Songs von pasp komplett hören, darunter natürlich auch Frank backwards, bei dem mir außer dem geehrten Knarf immer auch DAF und Liason Dangereuses so nett durch den Kopf spuken…

Sorry, George und Aldous, ich hab’s getan!

Posted in Backlist, Soundtrack of my life with tags , , , on Juli 12, 2008 by moz

Zuerst habe ich meinen rechten Zeigefinger auf das Lesegerät gepresst, kurz angehoben, wieder drauf, kurz angehoben, wieder drauf. Dann die Prozedur noch einmal mit dem Zeigefinger links. Auf dem PC-Bildschirm konnte ich meine digitalisierten Abdrücke begutachten. Ein nettes Muster. Tut ja gar nicht weh, sieht ja ganz harmlos aus.

Um sich persönlich auch jenseits der Alten Welt und dessen enger EU-Kernland-Grenzen bewegen zu wollen, muss man seit kurzem das Opfer auf sich nehmen, sogenannte biometrische Daten abzuliefern. Ein fettes Stück Ich, das ich freiwillig preis gebe. Aber ich halte mich ja auch ständig ortbar via Mobiltelefon, hinterlasse mit meinem willigen Einsatz von Plastikgeld fette Spuren und will nicht über all die Daten nachdenken, die mein Mobilfunkanbieter hier und da anhäuft, ganz zu schweigen von meinen Freunden bei Amazon, die mir echt Angst machen.

Polizisten speichern was sie wissen elektronisch ein.
Alles kann ja irgendwann und irgendwie mal wichtig sein.

sang Extrabreit anno 1981 in einem seltenen Anfall von Weitsicht, textlicher Klasse und musikalisch passender Umsetzung, Polizisten.

Am Flughafen Schiphol, so las ich gerade im SZ-Magazin, kann man an einem Vielfliegerprogramm teilnehmen, das einem lästiges Warten in der Schlange erspart. Der Preis: Die Teilnahme an einem Iris-Scan. Na, dann guten Flug!

Ode an die Smiths, Part 4

Posted in Backlist, Soundtrack of my life with tags , , , on Juli 8, 2008 by moz

„Madchester“ und die 24 Hour Party People waren ja ein paar Jahre in aller Munde. Und musikalisch kann man auch durchaus dankbar sein für die Stone Roses, The Charlatans und diesen einen Kracher von EMF. 1986/87 war das Ding, das auch als „Rave“ (aber nicht der Mayday-mäßige) bekannt wurde, noch in der Countdownphase. Aber die kleinen Pillen waren sicher schon hier und da unterwegs, auch wenn MDMA seinen europäischen Siegeszug angeblich etwas später antrat .

Egal, The Death of a Disco Dancer aus dem letzten Studioalbum Strangeways, here we come bringt für mich kurz und knapp auf den Punkt, dass auf Droge in Clubs tanzende Menschen niemanden näher stehen als sich selbst.

The death of a disco dancer
Well, it happens a lot ‚round here
And if you think Peace
Is a common goal
That goes to show
How little you know

The death of a disco dancer
Well, I’d rather not get involved
I never talk to my neighbour
I’d rather not get involved
Oh …

Love, peace and harmony ?
Love, peace and harmony ?
Oh, very nice
Very nice
Very nice
Very nice
…But maybe in the next world

MV und das „Netz gegen Nazis“

Posted in Off Record with tags , on Juli 4, 2008 by moz

Zugegeben: Wieder ein Ausflug in thematisch abseitige Gefilde, die grob mit Fußball zu tun haben. Wobei es hier weniger um Sport als um politische Fragen gehen soll. Ganz konkret um „MV“, Gerhard Mayer-Vorfelder und seine kritische Haltung gegenüber der Aktion „Netz gegen Nazis“.

„Netz gegen Nazis“ ist eine Online-Plattform, die laut eigener Darstellung unter anderem

allen interessierten Nutzern eine Plattform zur Diskussion rechtsextremistischer Vorkommnisse und Erscheinungsformen bieten will

Im Kuratorium sitzt auch Wolfgang Benz, das Ganze ist ein Projekt von DIE ZEIT, unter Förderung von zum Beispiel der DFL, des ZDF und des DFB.

Und genau das passt MV nicht. Der Grund ist ein Beitrag auf der Plattform, der die Funktion und die Verbindungen des Studienzentrums Weikersheim näher beleuchtet. Der Artikel betont die Scharnierfunktion des Studienzentrums zwischen Konservativismus und extremer Rechter, außerdem wird die Hans-Filbinger-Stiftung erwähnt, die MV zusammen mit anderen, unter anderem Paul Schmidt-Carell, dem früheren SS-Obersturmbandführer und Pressesprecher von Hitlers Außenminister Joachim von Ribbentrop, gegründet hat.

MV hat sich gegenüber Junge Freiheit empört darüber geäußert, dass sowohl das Studienzentrum als auch Junge Freiheit via der Plattform zu Unrecht in die Nähe neonazistischer Organisationen gerückt worden seien. Zu dem Artikel verlinke ich hier nicht, sowas bitte schön selbst googlen.

Es bleibt zu hoffen, dass sich mit MV auch endgültig jener, minimum, national-konservative Geist aus den Reihen des DFB verabschiedet hat, den MV so gerne in Ehren hält. Eben jener MV, der auch mit Homosexuellen im Fuball bekanntermaßen so seine Probleme hat. Nur zu verständlich, wenn Daum und er sich zu ihrer gemeinsamen Zeit beim VfB verstanden haben sollten.

Theo, räum auf! Bitte gründlich!

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