Archiv für August, 2008

Wind and rain they haunt me…

Posted in Backlist, Soundtrack of my life with tags , on August 19, 2008 by moz

Es ist ja kürzlich, naja, auch schon wieder Monate her, ein neues Album von PJ Harvey erschienen, White Chalk. Wer schon immer mal wissen wollte, wie Polly Jean mindestens eine Tonlage höher und mit Klavierbegleitung klingt, bitte. Mich hat es nicht so sehr gerissen.

Dafür hat mich hat das Reinhören in White Chalk neulich doch eher zu einer Reise zurück zu einem der frühen Alben von PJ Harvey geführt. To bring you my love erschien 1995 und begleitete mich im selben Jahr im Reisegepäck zum Auslandsjahr nach Florenz. Dort habe ich PJ Harvey dann auch live erlebt. Es war ein extrem gutes Konzert, nicht unbedingt, weil es musikalisch so einzigartig war, sondern weil die Frau da auf der Bühne einfach qua Präsenz den ganzen Saal im Griff hatte und die ja doch extrem persönlichen Songs ohne Netz und doppelten Boden brachte. Kam als Seelenstriptease von Herzen. Ich war wirklich tief beeindruckt.

Mein liebster PJ-Song in Florenz war (notgedrungen) Send his love to me. Denn ich war unsterblich in einen Jüngling verliebt, der in Deutschland hockte und habe nach jedem der stundenlangen (Krisen-)Kilometerüberbrückungs-Telefonate erst mal Send his love to me gehört, bis der Arzt in Form einer meiner Mitbewohner kam. Arme Säue, die.

Nach dem Jahr in Florenz hatte ich mir Send his love to me und das gesamte Album To bring you my love gründlich überhört. Nach fast 13 Jahren habe ich jetzt gerne wieder in das Album reingehört. Reißt mich definitiv immer noch mehr als White Chalk….

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Wetten, dass…?

Posted in Backlist, Soundtrack of my life with tags , on August 12, 2008 by moz

Dexys Midnight Runners waren ein One Hit Wonder – und die Welt ist eine Scheibe.

Denn Wetten, dass mindestens noch dieser Song in vielen musikalischen Gedächtnissen drin steckt: Geno, vom ersten Album Searching for the Young Soul Rebels, das Anfang 1980 auf den Markt kam. Auf dem selben Album war auch Dance Stance, das auch noch recht bekannt ist, zu besichtigen hier das Video eines damaligen Auftritts bei Top Of The Pops.

„Huch!“, werden jetzt einige angesichts der beiden Videos ausrufen, „Die laufen ja gar nicht in den putzigen Jeanslatzhosen rum, keine Spur vom leicht ranzigen Farmerlook aus der Zeit von Come on Eileen.“ Stimmt.

Mastermind Kevin Rowland verordnete sich und seiner Band gerne einmal einen kleinen Imagewechsel zwischendurch, wenn ihm die Plattenindustrie zu doof wurde.

Folgerichtig waren die lustigen Farmersachen 1985 auch schon wieder Geschichte bei I love you oder This is what she’s like aus dem dritten Album Don’t stand me down. Gerne als der commercial suicide von Kevin Rowlands bezeichnet. Operation gelungen, Patient äußerst würdevoll von der Bühne der durchgenudelten Hitlieferanten abgetreten und wieder in den ehrenvollen Zustand eines missverstandenen Künstlers zurückgekehrt.

2-tone and one step beyond

Posted in Backlist, Soundtrack of my life with tags , , , , , , , on August 9, 2008 by moz

Und weiter geht’s mit der Zeitreise durch die späten 70er und frühen 80er. Aber wir springen mal etwas früher auf den Zug der Zeit auf, nämlich bei Laurel Aitken und Desmond Dekker und den Skatalites, die ich vor einigen Jahren live sehen durfte (selten so geschwitzt). Desmond Dekker schenkte der Welt unter anderem Israelites. Laurel Aitken’s Skinhead Train ist ebenfalls legendär. Und die Skatalites haben bis ins höchste Alter der Welt Songs wie Guns of Navarone live dargeboten.

Ska, das war die Ursuppe des Reggae und Inspriation für eine ganze Reihe von Bands, die Ende der 70er vor allem im Norden Englands die 2-tone-Bewegung prägten. Ska und die 2-tone-Bewegung lieben den Offbeat und deswegen liebe ich 2-tone und Ska. Das tanzt sich so schön…

2-tone in the UK, damit verbinde ich wie viele vor allem The Specials. Kleine Auswahl gefällig?

Mein Favorit aus Kindertagen ist das leicht creepige Gangsters, dicht gefolgt von Too much too young, am bekanntesten sind sicher die Smasher A message to Rudy und Friday night, saturday morning. Aber ach, da gibt es ja auch noch Rat Race und Nite Klub und Do the Dog und und…

Weniger bekannt blieben The Selecter, bei denen eine Frau sang, hier mit Three minutes hero.

The Beat war nicht so clean wie The Specials, hatte mehr Dub drin. Hands off, she’s mine, Mirror in the bathroom und Too nice to talk to hier als Hörproben. Ich finde sie genial.

You told me everything by saying nothing

Posted in Cover me, Soundtrack of my life with tags , on August 8, 2008 by moz

Zur Abwechslung mal wieder ein Eintrag für die Rubrik Cover me.

Das geliebte Original: In a manner of speaking, Tuxedomoon

Martin L. Gore hat den Song vor einigen Jahren für sein Soloalbum Counterfeit derart gecovert. Es gehörte im übrigen Einiges dazu, als latent dauerdepressiver Teenager das Album Counterfeit von Martin L. Gore zu überleben. Ganz hart.

Amanda Palmer, ja, die schon wieder, konnte die Finger auch nicht davon lassen.

Nein, die Version von Nouvelle Vague gibt es hier nicht. Nope.

Meiner Meinung nach ist das Original unschlagbar… Was denkt Ihr?

Listen to the voice of Buddha, saying stop your sericulture

Posted in Backlist, Soundtrack of my life with tags , , , , , on August 5, 2008 by moz

Ja, da klingelt’s im Kopf. Kennt man, kann man gleich summen.

Ich hatte das Lied roundabout Anno 1981 bis 1983 auf einer meiner vielen „schnell mal auf Rec gedrückt, während der Song im Radio läuft“-Mix-Tapes verewigt. Nur leider fehlte mir der Plan, von wem das Ding eigentlich stammte und wie es eigentlich hieß. War wurst, es passte so oder so in meine Synthie-Phase.

Ein paar Jahre später: Im Auto unterwegs, Listen to the Voice of Buddha, tönt es aus dem Radio. „Oh“, sagt einer der Mitfahrer, „Human League.“ Ich: „Human League, niemals!“ Er: „Doch, klar.“

Recht hatte er. Being Boiled kam das erste mal 1978 raus, als Demo klang das ungefähr so. Als Single wohl so. 1982 veröffentlichte Human League einen Remix, der dann gleich die Top 10 der britischen Charts erklomm und so klang. Das ist die bekannteste Version, die ich auch auf meinem Radio-Tape hatte.

Kurz davor, nämlich 1981, war Human League mit dem Album Dare und vor allem der Single Don’t you want me durch die Decke gegangen (You were working as a waitress in a Cocktailbar, auch legendär). Human League, das war für mich der (ebenfalls tolle, aber weitaus poppigere) Sound von Don’t you want me. Being Boiled kam mir bei denen nicht in den Sinn. Den Song Blind youth kannte ich erst gar nicht.

Ein Vivat auf die frühen Human League und die schönste Popperfrisur, ehe es überhaupt „Popper“ als Begriff gab.

Mehr Bass!!

Posted in Backlist, High Rotation with tags , , on August 3, 2008 by moz

Jawohl! Was man nicht alles Tolles mit diesem Instrument anstellen kann!! Zur Erinnerung auch für heutige Musikergenerationen:

Die frühen Talking Heads mit Psycho Killer (ganz einfach gestrickt, aber sehr effektvoll) sowie Gang of Four’s To hell with poverty. Awesome!

By the way: in beiden Fällen Frauen im Line Up am Bass, oder irre ich da?

Post-Punk Junk

Posted in Backlist, Backstage with tags , on August 3, 2008 by moz

Da hat er ja was angerichtet, der beste Ex-Flatmate der Welt: Seit er mir Simon Reynolds wunderbares Rip it up and start again geschenkt hat, bin ich im Post-Punk-Wahn. Mit Freuden (wieder)entdecke ich Perlen der späten 70er und frühen 80er Jahre.

Und damit bin ich wohl nicht allein. Vor einigen Monaten startete ein Projekt im Internet, in dem in unter dem Titel Post-Punk Junk zeitgenössische Mitschnitte von Songs damaliger Bands zusammengestellt wurden. Mittlerweile ist das tolle Programm wohl ins TV abgewandert, aber die ersten fünf Folgen findet Ihr hier.

Viel Spaß!

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