Gretchenfrage: Wie hältst Du es mit Cora und warum?

Doorie kommentiert meine Aussage, eher friere die Hölle zu als dass ich anfangen würde, die Musike von Cora Frost zu mögen, mit der Frage:

Okay, Cora Frost ist echt schräg. Und mitunter anstrengend. Aber was ist ihr Fehler, Deiner Meinung nach?

Liebe Doorie, she’s simply not my cup of tea. Das ist wahrhaftig nicht ihr Fehler, meiner aber auch nicht. Wahrscheinlich verdankt sich der Umstand meiner tiefen Ratlosigkeit gegenüber Coras musikalischem Schaffen schlicht der Tatsache, dass mir meine verehrte Freundin K. in einer Phase tiefer tiefer Cora Frost-Verehrung nahe an der Grenze zum Wahn Frau Frosts Musik bei jeder Gelegenheit nahe bringen wollte. Aber auch nach 30mal Dicke Marie und gefühlten 180mal Wildschweinserenade blieb ich eher , nun ja, sagen wir, kühl. Musikalische Erziehungsversuche dieser Art erreichen selten bis nie ihr Ziel, aber sehr gerne das totale Gegenteil.

Ich begehe diesen Fehler ja alle Nas‘ lang selbst wieder: Dem besten Ex-Flatmate aller Zeiten habe ich zum Beispiel Johnny Cash in unserer gemeinsamen Zeit immer wieder angedeihen lassen. Den muss man doch einfach groß finden, fand ich. Nee, muss man nicht. Und wie leid tut mir die gute „Mina“, der ich immer wieder unverdrossen bis zum Abwinken Songs von Franz Ferdinand aufgenommen habe, obwohl ihr der Kram von denen nicht reinging.

Ich möchte mich daher hiermit vorsorglich schon mal bei all jenen entschuldigen, die sich die nächsten Tage und Wochen wieder über eine meiner berühmt-berüchtigten Musikzusammenstellungen freuen müssen und dabei sicher auch hier und da sowas wie musikalische Erziehungsversuche wittern. Dinge, die man liebt oder gerade unglaublich toll findet, möchte man eben mit Menschen teilen, die einem am Herzen liegen. Hört einfach weg, wenn es zu schlimm wird. Und zu Eurer (überwiegenden) Beruhigung sei gesagt: Cora ist ganz sicher nicht dabei…

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Eine Antwort to “Gretchenfrage: Wie hältst Du es mit Cora und warum?”

  1. Ich fühle mich geehrt, mit einem ganz eigenen Beitrag bedacht zu werden!

    Hier ist meine ganz persönliche Cora-Frost-Story: In grauer Vorzeit lebte ich mal für ein knappes Jahr in München (muss man auch nicht mögen, übrigens, ich für meinen Teil jedenfalls mochte es null). Damals war ich mit einer ziemlich schrägen Frau zusammen, grünes Haar, selbstgefertigte Sauriermäntel. Nun, ich trug damals auch aus Gardinen genähte Hosen von ihr, die Haare rot und schwarz und abstehend, wilde und gefährliche Spikes-Nietenarmbänder kombiniert mit diesen aufgefädelten Ketten aus bunten Perlen – ein laufender fashion error, denn immerhin, es waren die 80er! Meine damalige Holde lebte in einer WG mit einer Frau, die damals mit Cora Frost zusammen war. Weshalb man am WG-Tisch das eine oder andere mal zusammen sprach. Cora sagte damals: Ich werde Sängerin. Und ich dachte im stillen: „Nee, is klar, und der Papst macht eine Herrenboutique in Wuppertal auf!“

    Der Rest ist Geschichte.

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