Ostrom und die Beach Boys

Lange Zugfahrten zu Familienfeiern haben auch ihr Gutes: Man kommt endlich mal wieder dazu, in Ruhe neue Alben mehrmals am Stück zu hören und kann dabei entweder vor sich hindösen oder aktuelle Belletristik beschnuppern.

Durch derartig intensive gekoppelte Lektüre/Musikerfahrungen kommt es, dass ich bei bestimmten Büchern automatisch an bestimmte Alben oder Songs denke. Als Kind habe ich zum Beispiel einmal krank daheim Krabat an mehreren Tagen hintereinander immer wieder gelesen und dabei meine Lieblingsmixkassette gehört, „Tape“ habe ich damals ganz sicher noch nicht gesagt. Denke ich heute an Krabat (übelst verfilmt, wie ich finde), spielt mein Kopfradio Tomorrow’s just another day (Madness) oder Hey you little girl (Icehouse), während ich ganze Szenen aus dem Buch vor meinem inneren Auge abspule.

Der Turm ist auf dem besten Wege, eine ganz interessante Verbindung mit dem Album Merriweather Post Pavilion von Animal Collective einzugehen. Eine durchaus reizvolle Kombination: Vergangenes DDR-Bildungsbürgertum trifft auf Soundfrickeleien mit Beach Boys-Touch. Hört sich vielschichtig an und wächst nach mehreren Durchläufen, liest sich meist recht flüssig, wenn auch manchmal ein wenk zu bildungsbürgerlich.

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