Archiv für Mai, 2009

Wiedergänger: Daniel Merriweather = Terence Trent D’Arby

Posted in Soundtrack of my life with tags , , on Mai 25, 2009 by moz

Neulich morgens im Radio spielen sie doch tatsächlich einen neuen Song von Terence Trent D’Arby, der Anno Dunnemal die Charts aufmischte. ‚Ganz komischer Knabe war das. Hielt sich für Mr. Sex. Das der noch lebt, bzw. Musik macht.‘, denke ich gerade so bei mir, als der Moderator verkündet:

„Daniel Merriweather mit Change.“

Öh? Äh? Der jungsche Knabe, der mit Mark Ronson Stop me gecovert hat? Nix da, das ist doch Terence Trent D’Arby, der Typ, der Wishing Well, Dance Little Sister und  Sign Your Name rausgehauen hat. Ok, die Stimme ist ein wenig dünner geworden über die Jahre. Aber sonst. Der Sound ist auch Terence, nur eben nicht mehr late 80er, sondern 2009. Erzählt mir also nix, das ist Terence! Ansonsten besteht die Frage: Gibt es sowas wie Copyright auf Stimmen?

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Why can’t I get just one screw…

Posted in Soundtrack of my life with tags , , on Mai 24, 2009 by moz

Die Bewohner Berlins teilen ihre Weisheit gerne mit Anderen:

wer_ficken_will

Mal drüber nachdenken, wa!

Dazu fällt mir doch passend Add It Up von den Violent Femmes ein. Zeitlos eindeutig und eindeutig verzweifelt.

Rhythm is it!

Posted in High Rotation, Soundtrack of my life with tags on Mai 21, 2009 by moz

Seit kurzem nenne ich einen dieser handlichen und ungemein leichtgewichtigen Shuffle-Dinger mein Eigen. Denn da ich seit einiger Zeit wieder jogge (so weit die morschen Knochen tragen und halten), hat mich die Frage nicht losgelassen, ob es sich mit der passenden Musik anders und noch spaßiger laufen lässt.

Das erste Zwischenfazit lautet, dass der Unterschied für mich wirklich erheblich ist. Der richtige Beat pusht ungemein. Allerdings müssen Rhythmuswechsel vorsichtig dosiert sein und übertreiben darf ich insbesondere zum Ende raus mit dem Tempo nicht. Derzeit habe ich Programm für eine volle Stunde. Allerdings werde ich Track 15, Sex on Fire, so schnell nicht hören, auch aus Rücksicht auf mein Knie. Hinten raus muss ich ohnehin noch ein wenig am Programm feilen, vorne passt es schon recht gut. Die Liste derzeit:

Blue Monday (New Order)
A Question Of Time (Depeche Mode)
Isn’t It Funny, How Your Body Works (Nitzer Ebb)
Headhunter V 1.0 (Front 242)
Enter Sandman (Metallica)
Banquet (Bloc Party)
Damaged Goods (Gang Of Four)
Mr. Brightside (Killers)
No One Knows (Queens Of The Stone Age)
Digital (Joy Division)
British Mode (Goose)
Erschießen (Ideal)
Living For The Weekend (Hard-Fi)
Ulysses (Franz Ferdinand)
Sex On Fire (Kings Of Leon)

Tipps und Vorschläge für die Liste?

Sind White Rabbits Frightening?

Posted in High Rotation with tags , on Mai 17, 2009 by moz

Das zweite Album der White Rabbits ist zwar mit  It’s Frightening betitelt, klingt aber alles andere als beängstigend. Hört doch mal rein, auf myspace gibt es das komplette Album im Stream. Verspielt, aber noch mit genug Linie und durchaus percussionlastig im positiven Sinn (ja, ich liebe Drums!). Die Vocals könnten ein Spalter sein.

Von A Question Of Time zu In Sympathy

Posted in High Rotation with tags , , , , on Mai 16, 2009 by moz

1986 lässt Martin L. Gore Dave Gahan aus der Ich-Perspektive singen:

I’ve got to get to you first before they do
It’s just a question of time before they lay their hands on you
And make you just like the rest
I’ve got to get to you first
It’s just a question of time

Well, now you’re only 15
And you look good
I’ll take you under my wings
Somebody should
They’ve persuasive ways
And you believe what they say
(A Question of Time)

Das Mädel von 15 kennt die Sprüche und Tricks noch nicht, fürchtet der Ich-Erzähler. Sie könnte darauf reinfallen. Und wenn schon, dann doch besser gleich auf ihn, wie man spätestens mit Blick auf Little 15 aus dem folgenden Album Music for the Masses (1987) schließen kann, die Prämisse  „I’ll take you under my wings“ lässt eben Spielraum. Nicht umsonst knüpft das Video ästhetisch beim Clip zu A Question Of Time an.

2009 lässt Martin L. Gore Dave Gahan in der Rolle des Beobachters singen:

They’re almost falling over you
Why don’t they call a truce
Whatever they are trying to do
It’s of little use

They’re drowning you in compliments
Trying to furnish proof
And though they speak with eloquence
There is little truth

You’re bright, you’re strong
You know your right from wrong
At least to some degree
You’re wise, you’re tough
You’ve heard their lies enough
You smile in sympathy
(In Sympathy)

Da braucht Dave echt nicht mehr eingreifen. Little 15 ist jetzt stramm auf dem Weg zur 40 und leider etwas zu erfahren, um auf die Super-Mario-Show noch reinzufallen. Sie lächelt höflich, lässt Kasperle ein wenig den Kasperle geben und trinkt vielleicht noch einen Whiskey Sour dazu. Nach dem letzten geht sie dann sicher alleine schlafen.

Martin L. Gore muss in ziemlich vielen Hotel- Bars dieser Welt gesessen haben.

Duran Duran mit Mark Ronson im Studio

Posted in Backstage, Soundtrack of my life with tags , on Mai 13, 2009 by moz

Ich dachte, ich hätte das hier schon längst gepostet. Aber das muss ich wie so vieles schlicht geträumt haben ;-)).

Diese Nachricht sollte meinen Kumpel „Psychobilly“ freuen: Duran Duran sind im Studio und haben sich Mark Ronson dazu geholt. Auf dem eigenen youtube-Kanal ist auch ein kurzer Einblick in die Sessions zu sehen. Eventuell gibt es erstes Material noch in diesem Sommer zu hören. Aber derzeit ist Duran Duran angeblich ohne Label. Mal sehen.

„Also, Schlagzeuger, das sind Chaoten.“

Posted in Backstage with tags , , on Mai 12, 2009 by moz

Gut, über diesen Satz aus dem Mund des 11jährigen Yobran (sein Instrument die Trompete) kann man diskutieren. Aber das, was die vielen jungen Musiker und ihre Lehrer in der filmischen Dokumentation El Sistema erzählen, hat mich sehr beeindruckt. El Sistema stellt das gleichnamige venezolanische Musikschul- und Jugendorchesterprojekt vor, das 1975  mit der Gründung eines Kinder- und Jugendorchesters in Caracas startete. Das Ziel damals wie heute: Integration durch Musik.

Inzwischen vereint das Projekt El Sistema rund 300.000 Mitglieder und stößt sogar bis an die Grenzen der Müllhalden vor, um auch den Kindern dort über die Musik neue Perspektiven zu ermöglichen. Es geht nicht darum, dass jedes Kind später Berufsmusiker wird. Aber die Musik eröffnet ihnen neue Eindrücke und Erlebnisse, sie schafft Selbstbewusstsein, sie lehrt Teamgeist und Achtung vor dem Anderen, sie vermittelt Disziplin und macht vor allem eine Menge Spaß. Wer sechs Tage die Woche mit Freude in die Musikschule geht, hängt nicht nur nicht auf der Straße rum, er verändert sich und mit sich sein Umfeld. Daraus entstehen auch Chancen, den Teufelskreis der Armut aktiv zu durchbrechen.

Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht unbedingt als realitätsferne Sozialromantikerin durchgehe. Jedes System, so auch dieses, wird seine Grenzen haben. Aber die Freude und Energie, mit der Gründer José Antonio Abreu und seine Mitstreiter diese Grenzen einfach beharrlich Schritt für Schritt weiter verschieben (Musikprojekte für geistig Behinderte, das Orchester der weißen Handschuhe für Gehörlose, der Schritt zu den Kindern auf den Müllhalden), das ließ mich nicht kalt. Und ich bekam zudem noch Lust, endlich mal wieder in ein klassisches Konzert zu gehen.

Unbedingt sehenswert, diese Dokumentation; wer es so gar nicht mehr in eine Kinovorstellung schafft, kann sich anhand der Zeit-Rezension immerhin noch einen rudimentären Eindruck von El Sistema machen. Oder demnächst in der Videothek ausleihen!

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