Archiv für Mai, 2009

Ode an die Smiths: Part 8

Posted in Soundtrack of my life with tags , on Mai 11, 2009 by moz

And Anthony said to Cleopatra as he opened a crate of ale: ‚Oh I say, some girls are bigger than others…‘

Mitunter erschließt sich der Sinn oder Unsinn von Songtexten erst spät oder nie. Der Text von Some Girls Are Bigger Than Others besteht zum Beispiel neben dem eingangs zitierten Bonmont größtenteils aus der Wiederholung der Zeilen:

Some girls are bigger than others
Some girls are bigger than others
Some girl’s mothers are bigger than other girl’s mothers

Ob es nun wirklich nur um Größe im tatsächlichen Sinne geht (es heißt, Morrissey sei es ganz konkret um Brüste gegangen), für mich fällt der Song schlicht in die Kategorie Nonsens mit doppeltem Boden, verpackt in eine wunderbare Melodie. Wäre da nicht der Ausklang, die schwärmerische Coda:

Send me the pillow
The one that you dream on
Send me the pillow
The one that you dream on
And I’ll send you mine

(zitiert den von Hank Locklin, Dean Martin etc.  interpretierten Song  „Send Me The Pillow You Dream On“). Wie schön!

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Geschenke Marke trojanisches Pferd

Posted in Backstage, High Rotation with tags , , , on Mai 8, 2009 by moz

Es ist ja prinzipiell sehr nett von Tori Amos, dass sie der Welt zum Muttertag unter A Gift from Tori Amos einen Song von ihrem neuen Album nebst Video und Ringtone schenken möchte. Auch wenn die Seite schon sehr prätentiös daherkommt.

Weniger schön ist, dass man für die milde Gabe aber mal wieder einige Daten hinterlassen soll. Wozu zum Henker muss die Universal Music Group vorm Download von mir meine E-Mailadresse, mein Geburtsdatum, mein Herkunftsland sowie meine Postleitzahl verbindlich wissen? Ist die Idee eines Geschenks nicht die, dass man gibt, ohne zu bekommen?

Geschenk verpackt zurück.

Übrigens: Die erste reguläre Single aus dem kommenden neuen Album Abnormally Attracted To Sin (Na, wer ist das nicht, je nachdem wie die Definition von Sin gerade ist?), Welcome to England, kann man sich auf Toris myspace-Seite anhören. Sounds like Tori.

Come on, spit it out!

Posted in High Rotation with tags , , , , on Mai 5, 2009 by moz

So, wir überspringen jetzt fix den ganzen Genderschmus und kommen zum Wesentlichen:

Peaches‘ neues Album I Feel Cream, draußen seit dem 2. Mai, scheint nach den ersten Höreindrücken angenehm wummig und überrascht mit extrem gut gemachten Tanzknallern, allen voran Talk to me und I feel cream. Old School-Peaches-Teaches-Sprech bieten dann schon eher die Titel Take You On oder Relax.

Am 9. Mai ist sie im Astra Kulturhaus Berlin auf der Bühne, sicher ausverkauft.

BTW: An welchen Superhit der letzten Jahre erinnert Euch Talk to me, insbesondere im Refrain? Mich an Gnarls Barkley’s Crazy. Irgendwie. Spaß macht der Song trotzdem.

Darf’s ein wenig freier sein? Wer kauft was bei Sellaband.com

Posted in Backstage with tags , , on Mai 5, 2009 by moz

Es wird ja intensiv über die Zukunft der künstlerischen Selbstvermarktung in Zeiten des Web 2.0 diskutiert und die Frage der künftigen Relevanz gängiger Produktions- und Distributionswege von Musik, siehe auch meinen Post zu Amanda Palmers „Emanzipation“ vom Label Roadrunner.

Die taz hat nun jüngst unter dem Titel Kauf Dir ne Band die Online-Plattform sellaband.com vorgestellt. Das Prinzip: Musiker stellen sich auf dieser Plattform vor und suchen unter den „Usern“ solche, die ihre Mucke unterstützenswert finden. Diese User können gegen einen geringen finanziellen Obulus zu „Believern“ werden. Hat der Musiker/die Band so 50.000$ zusammen, kann es an die professionelle Produktion eines Albums gehen. Und vielleicht ist das der Start einer großen Karriere, an der dann die erstfinanzierenden „Believer“ ideell und finanziell partizipieren. Dank der Plattform SellaBand.

Klingt toll, oder? Durch den Artikel der taz neugierig geworden, habe ich mir die Terms and Conditions insbesondere für die interessierten Künstler einmal näher angesehen. Erreicht ein Künstler die magische Grenze von 50.000$ und tritt nicht zurück (und verzichtet damit auf das gesammelte Geld), gilt:

1.1 After reaching the Goal, the Artist has produced or shall have produced a number of Tracks and Artwork, for the production of at least one Album, to be delivered on a Master to SellaBand. SellaBand intends to exploit or intends to have exploited these Recordings of the Artist exclusively for a period of 5 (five) years after Release of the Album.

Nicht anders als beim herkömmlichen Label hat hier also Sellaband die Hand auf dem Master und die Verwertungsrechte für 5 Jahre. Weiter heißt es:

3.1 Artist shall be entitled to select the Titles, Tracks and Artwork designated for production and recording of the Album, in consultation with SellaBand. SellaBand shall assist in finding a recording studio the Recordings will be produced as well as in finding appropriate sound producers and other persons that could be involved in the recording process, and shall decide which person(s) and recording studio(s) will be engaged for production of the Album and the Artwork.

Und unter how it works erklärt Sellaband den Weg ins Studio so:

Once you have raised the full budget, SellaBand will provide a team of professionals to help you make the recording process a once in a lifetime experience. Together with a top producer you will get the chance to record a full album in a state of the art recording studio.

Die Wahl von Studio und Produzent scheint demnach nicht wirklich frei zu sein. Gut möglich, dass SellaBand ein eigenes Netzwerk von Studios und Produzenten hat, die auf diese Weise bedient und beschäftigt werden. Das ist ja auch vollkommen ok so. Aber viel freier als beim Label ist man dann wohl auch nicht als Künstler.

Mich hat es doch etwas verwundert, dass der Autor des taz-Artikels auf diese und andere rechtlichen Aspekte in den den Terms and Conditions nicht näher eingeht in seinem Beitrag.

Das ist ja ein sooo süßer Akzent…

Posted in Backstage with tags , , on Mai 3, 2009 by moz

… den die Jungs von Phoenix im Podcast-Interview mit dem Guardian auspacken.

Und im Hintergrund hört man den einen oder anderen kleinen Happen aus dem kommenden Album Wolfgang Amadeus Phoenix. Schön, dass sich die Jungs so wacker gegen den Begriff Softrock wehren, den Paul MacInnes ihnen anträgt.

Hört selbst.

Am 25. Mai kommt Wolfgang Amadeus Phoenix dann wie gesagt in Europa auf den Markt.

Mitbürger zum Klassekampf! Aufruf Mai

Posted in Off Record with tags , on Mai 3, 2009 by moz

Im Monat Mai verstärkt zum Klassenkampf aufgerufen: Die Jungs vom KSC.

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Hoch die Faust und die Bälle rein ins Eckige, KSC!

Mein Kumpel Tingeltangelbob kriegt sonst die Krise.

Ich muss aus aktuellem Anlass ergänzen: Hallo, lads from Newcastle? Ihr auch mal kämpfen um die Klasse? Spielerisch scheint es ja nicht zu reichen.

Der beste Ex-Flatmate der Welt kriegt sonst zwar nicht die Krise, aber vielleicht ein paar graue Haare dazu oder eine Sorgenfalte auf der Stirn.

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