Reach out, touch Dave

Zugegeben, das ist ein Wortspiel mit mäßigem Niveau. Aber seit 1994 habe ich nicht mehr so nah an der Bühne dran gestanden, wie gestern im Olympiastadion. Allerdings hat Dave Gahan sich nicht wie 1994 in die Menge geschmissen, sondern blieb brav auf der Bühne. Insgesamt wirkte der Vortänzer der Massen etwas ruhiger als bei Konzerten der Vergangenheit, aber wen wundert das schon. Dafür war seine Stimme sehr gut auf dem Damm, es macht sich bemerkbar, dass die Tour jetzt erst losgeht und nicht schon zwei oder drei Wochen alt ist. Apropos „Alles noch ganz frisch“: Einmal hat sich Dave in der Tonlage vertan, eine alles überperfektionierende Tourroutine ist zum Glück noch nicht vorhanden.

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Gibt nur dieses eine Foto, hatte echt Besseres zu tun

Die Setlist von Berlin:

In Chains
Wrong
Hole To Feed
Walking In My Shoes
It’s No Good
A Question Of Time
Precious
Fly On The Windscreen
Jezebel
A Question Of Lust
Come Back
Peace
In Your Room
I Feel You
Policy Of Truth
Enjoy The Silence
Never Let Me Down Again

Stripped
Master And Servant
Strangelove

Personal Jesus
Waiting For The Night

Statt In Sympathy ist hier also Policy of Truth dabei.

Stimmung: Gut bis sehr gut. Nicht mein bestes, aber auch nicht mein schlechtestes Konzerterlebnis mit Depeche Mode. Was man vom Innenraum sehen konnte, schien der Funke auch auf die Ränge übergesprungen zu sein. Aber ob das dort wirklich Spaß gemacht haben kann, weiß ich nicht.

Sound: Gut, besser als ich es im Stadion erwartet habe.

Songauswahl:  Solide. It’s no Good tut genauso wenig not wie Jezebel. Aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Vom neuen Album hätte ich doch lieber Miles Away dabei oder Fragile Tension statt Peace, der Song ruft bei mir ungute Assoziationen von rosa Endloskaugummi hervor. Aber das Programm wartet auch auf mit einigen Bonbons für die vielen Fans aus deutlich älteren Zeiten, siehe Master and Servant! Jedoch, ein „Das ich das noch mal hören durfte“-Kracher wie Shake the Disease und Photographic fehlt. Die Songs aus der Zeit vom Album Black Celebration haben mit am meisten Spaß gemacht, Question of Lust war schon sehr fein. Insgesamt beließen die Jungs die Titel sehr nah an den Studioversionen, erstaunlich war dabei, wie zum Beispiel Policy of Truth klanglich fast flach wirkt im Umfeld von Dingern wie In your Room oder A Question of Time.

T-Shirt: Die Wahl fiel auf das gelbe Master and Servant; damit habe ich in dem bekannten Schwarz einen netten Farbtupfer gesetzt.

Vorbands: M83, ooch na ja. Polarkreis 18 verdient nur die Vokabel SCHLIMMSTENS.

Ich freue mich auf Frankfurt, dann schieben wir uns auch noch die letzten zehn Meter nach vorne…

Ich ergänze die Liste „Songs, die ich live noch mal von DM hören möchte, ehe ich endgültig zuhause bleibe“ noch um But Not Tonight, It Doesn’t Matter, Nothing, To Have And To Hold

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