Archiv für Juli, 2009

Kuddel und „Christine“

Posted in Backlist, Soundtrack of my life with tags , , on Juli 24, 2009 by moz

Neben dem hier bereits an anderer Stelle gebührend abgefeierten Faith Healer der Bollock Brothers gab es noch einen zweiten Song, bei dem es meine jungen Knochen magisch auf die Tanzfläche zog. Ich nannte ihn nach seinem Refrain immer nur „Hey Chris!“, damals wusste dann jeder, was gemeint war. Band und echter Titel waren egal. Über 20 Jahre später hat mir diese jugendliche Ignoranz allerdings einige Probleme bereitet. Denn die Sucheingabe „Hey Chris!“ + „Song“ bei Google und Co. = Nadel im Heuhaufen.

Hätte ich mal gleich meinen Schulfreund Ol‘ Schnakenbein gefragt. Der lächelte nur müde und schob mir von Christine (Inbase) die Sounddatei eines Livemitschnitts aufs Mobiltelefon.

Inbase gab es wohl nur diesen einen Song. Aber der wurde ab seinem Erscheinen im Jahr 1984 ein landauf landab viel gespielter Tanzflächenklassiker. Mitgemischt hat damals Kuddel von den Toten Hosen. Tja, was wäre der deutschen Musikwelt möglicherweise alles erspart geblieben, wenn Kuddel auf Inbase gesetzt hätte?

Ronaldo: Oasis besser als die Beatles

Posted in Backstage with tags , , , on Juli 21, 2009 by moz

Schuster, bleib bei Deinen Leisten bzw. Ronaldo halt Dich an den Ball und Damen mit Körbchengröße D:

Cristiano fier comme un coq meint, dass Oasis besser seien als die Beatles. Wahrscheinlich steht Ronaldo auf Typen, die ähnlich selbstverliebt und realitätsfremd sind wie er. Ronaldo denkt ja auch, dass er besser ist als Messi. Oder als Iniesta. Oder als Xavi. Träum weiter, Cristiano.

U2, Kohlenstoffdioxid und die Amöbe in uns

Posted in On Stage with tags , , , on Juli 10, 2009 by moz

Der Mensch und seine Verstrickungen in das allzu Irdische: Der Guardian berichtet recht süffisant über den Protest von carbon footprint gegen die Welttournee von U2 und den damit verbundenen CO2-Ausstoß. Lustig geschrieben, deswegen hiermit gepostet. Besonders amüsant fand ich das im Artikel eingebaute Statement eines Fans (hier verlinkt zu dem ganzen Konzertreview drumherum):

„As the band rightly point out, the carbon footprint of this might be quite large, but the spiritual rewards to the audience of this are those that enhance a life. For if all life was were bread and water, then there would be no life, nothing to lift mankind above the amoeba.“

Das lasse ich mal so stehen.

Carbon footprint bezeichnet sich übrigens im Netz selbst als „Leading Carbon Management Company“; na, wenn das nicht mal so richtig sympathisch klingt. Ein paar tausend mehr Besuche wird ihre Homepage jedenfalls sicher seit der Kritik an U2 registriert haben. Jeder rührt die Trommel, wie er kann.

Ach, apropos Trommel/PR: ONE, Bonos, vereinfacht gesagt, NGO im Kampf gegen die Verschuldung Afrikas, sucht noch Freiwillige für ihre Kampagnenarbeit rund um die Konzerte des Meisters in Berlin und Gelsenkirchen. Feel free. Aber bitte schön mit den Öffentlichen hinfahren…

The Prince of Pop!

Posted in High Rotation, Soundtrack of my life with tags , , , , , , , , on Juli 10, 2009 by moz

1984 muss es gewesen sein, als ich die Gelegenheit hatte, die für damalige Verhältnisse exorbitante Badewelt der Kurhessentherme in Kassel zu besuchen. In meinem Alter fand ich das damals natürlich riesig. Die Therme hatte auch einen kleinen Kinoraum. Wechselnd liefen Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten und Purple Rain. Von ersterem ist mir nur Danny De Vito in Erinnerung, von letzterem auch ein kleiner Mann, so eine Art lasziver Derwisch in Lila. Ok, die Begriffe lasziv und Derwisch kannte ich damals noch nicht. Also, dieser kleine farbige Mann mit Oberlippenflaum krachte da über die Bühne, dass mir Augen und Ohren übergingen. Im Film hieß er „Kid“. Sein wirklicher Name war Prince Rogers Nelson .

Die Handlung von Purple Rain kann man ja wirklich vernachlässigen. Aber die Songs des Films waren schlicht Wow! Dass dieser Typ namens Prince schon mehrere Alben (wie Dirty Mind, Controversy und 1999) gemacht hatte, wusste ich nicht. Dass Prince den Film Purple Rain selbst angeschoben hatte, war mir kleinem Dreikäsehoch natürlich auch ziemlich schnurz. Aber Prince haute in dem Film einen Burner nach dem anderen raus: I would Die 4 U, When Doves Cry, Baby I’m a star (hier zusammen mit I would Die 4 U) , Purple Rain (schwer Videos zu finden. Prince, der Kontrollfreak, beschäftigt ein Heer von Menschen, die gegen Copyrightverletzungen vorgehen). Was war das denn? Ich wollte das im Bäderkino dringend noch mal sehen, aber die anderen drängten zur Wasserutsche.

Die damaligen Songs von Prince waren perfekt, aber nie steril. Mein reines und beschränktes Schulenglisch inklusive meiner noch naiven Spätkinderseele reichte nicht immer aus, um zu verstehen, wie dreckig und recht eindeutig der gute Prince doch daher kam. Aber die Musik drumherum war sexy genug, um selbst mir den Inhalt  zu skizzieren. Kurze Zeit später kam noch Kiss (1986) dazu, ein Titel, den später noch nicht einmal Tom Jones wirklich versauen konnte. Prince als Person selbst blieb mir immer eine Spur too much, ähnlich wie Jacko. Aber Prince spielte immer wieder Songs ein, denen man nicht widerstehen konnte. Remember Sign O the Times? Einfach groß.

Das alles ist mir gestern Abend wieder eingefallen, als ich auf Arte die Doku Doctor Prince und Mister Jackson entdeckte (Achtung! Läuft noch mal im August!), eine chronologische Gegenüberstellung der beiden großen schwarzen Popantagonisten und -protagonisten der 80iger. Yepp, wir hatten damals nicht nur Jacko, wir hatten auch Prince. Wir hatten einen Battle of Black Pop. Mann, wir hatten es echt gut.

Awesome New Republic bringen National Geographic II an den Start

Posted in High Rotation with tags , on Juli 9, 2009 by moz

Awesome New Republic veröffentlichen am 21. Juli die zweite EP aus der National Geographic-Trilogie. Teil I gibt es immer noch zum Free Download auf der ANR-Website. Ich habe wirklich schon dümmere Musik gehört, wirklich.

„Stustustustudioline“ und La Roux

Posted in High Rotation, Soundtrack of my life with tags , , on Juli 5, 2009 by moz

Wir hyperventilieren die 80ies, gefühlter Teil 8.000: La Roux

Insgesamt spricht nichts dagegen, Musik zu machen, die wie eine Mischung aus Blanchmage, Human League, Yazoo und Eurythmics klingt (allerdings stimmlich nicht die Bohne an Alison Moyet oder Annie Lennox ranreicht). Es spricht auch nichts dagegen, den androgynen Stil von Annie Lennox zu zitieren, Androgynität und Popmusik sind ja spätestens seit cute, cuter, the cutest David Bowie die Kombi Arsch auf Eimer.

Aber ich finde Elly Jackson von La Roux wäre gut beraten gewesen, sich im Video zu Bulletproof von ihrem Label oder wem auch immer nicht völlig ironiefrei zur Flitzpiepe der 80ies-Followers machen zu lassen. Warum rennt man bitte mit Zauberwürfeln aus Plüsch um den Hals durch ein Setting Anno 1983², das sogar die damalige Werbung für Stustustustudioline in den Schatten stellt? Immerhin: Elly Jackson knallt nicht auch noch durch Pappwände.

Wo mich Beth an Pat erinnert

Posted in Soundtrack of my life with tags , , , on Juli 5, 2009 by moz

Dieser Beitrag könnte auch unter der Überschrift „Peinlichkeiten aus Kindheit und Jugend“ firmieren:

In 2012 von Gossip haben mich Beth Dittos vokalgutturale Einlagen und ihre ganze Intonation und Stimmlage auf eine kleine Zeitreise geschickt: Zurück  zu Pat Benatar und dem göttlichen Love is a battlefield ins Jahr 1983. Videos waren ja noch eine sehr neue Kiste. Und das Video zu Love is a battlefield mit seiner sehr filmischen Erzählweise war bei Formel 1 und Co. für mich schon ein Hingucker. Aus heutiger Sicht machen vor allem die Klamottenund die lustige Tanzeinlage  ungemein viel Spaß. Pat Benatar war neben Cindy Lauper und diesem jungen Mädel namens Madonna ganz oben in meiner persönlichen Pophitliste.

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