Let 3 ziehen blank, Thomas Mars lehrt Klatschen, Greg beweist Stimme

Es geht doch nichts über Livemusike und gerne ist weniger dann auch mal mehr. Ich hatte in den letzten 10 Tagen drei recht unterschiedliche Konzerte, die auf ihre Art alle drei Spaß gemacht haben.

Den Auftakt bildete die kroatische Combo Let 3 im Festsaal Kreuzberg. Der englische Wikipediaeintrag urteilt:

Sometimes provocative and vulgar lyrics and always shocking live performance with lots of nudity often polarise Croatian public.

Mein kroatischer Wortschatz ist recht begrenzt, genauer gesagt habe ich außer einem herzlichen „Dobro Jutro!“ gelernt vom Küchenbrettl meines Großpapas gar nix drauf. Zu den Lyrics kann ich also wenig sagen, zudem meine kroatische Begleitung mitunter die Übersetzung der Texte freundlich ausbremste. Bestätigen kann ich aber den Hang zur Nacktheit auf der Bühne. Leider machten sich ausgrechnet die älteren beiden wohl noch Gründungsmitglieder (1987) nackig und nicht der etwas knackigere Nachwuchs an den Gitarren. Musikalisch war es ein völlig wilder Ritt durch alles, was insbesondere die 70iger so rocktechnisch hergeben, munter geplündert, krass verhackstückt. Der Leadsänger hat seine Stimme entweder irgendwo auf dem Weg nach Deutschland verloren oder schon vor langer langer Zeit in Rijeka. Lustig war es allemal.

Drei Tage später spielte Phoenix im Huxley’s auf. Ein Fest. Der Schlagzeuger im Livelineup ist wirklich ein bewundernswertes Tier, alleine er wäre jeden Penny wert gewesen. Thomas Mars brachte den notorischen deutschen „1,2,3,4“-Klatschern sogar zeitweilig andere Rhythmen nahe, muss man auch erst mal schaffen. Und sehr nett war, wie Phoenix am Schluss ganz basisdemokratisch die Bühne zum Dancefloor machten für alle, die irgendwie draupassten. Danke noch mal an die Hartz-IV-Runde für dieses schöne Geburtstagsgeschenk!

Last but not least schaute ich Freitag Abend meinen Englischlehrern der letzten Wochen beim munteren Livejamming zu. Von diesem epochalen Ereignis habe ich bisher keine Tonbilddokumente im Netz gefunden. Besonderen Spaß hatte ich an ihrer Interpretation von INXS‘ Never Tear Us Apart. Da hätte ol Mick Hutchence aber alt gegen ausgesehen.

Hier noch mal als kleine Anregung für die zukünftige Setlist Mystify.

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