Archiv für März, 2010

Hesta Prynn klingt gut…

Posted in High Rotation with tags , , on März 17, 2010 by moz

Manchmal ist es ja skurril, wie das Hirn funktioniert: Bin beim Quersurfen durch diverse Blogs und Musikplattformen bei Hesta Prynn hängen geblieben, weil mich der Name beim lautmalerischen innerlichem Aufsagen getriggert hat.

War nicht so doof. Can We Go Wrong hat was nett Rotziges und zieht auf die Tanzfläche (ach und ’nen „Remix“ von RAC zum freien Download gibt es übrigens hier). Seven Sisters könnte man einen kinderreimartigen Refrain attestieren, aber der Song ist insgesamt einfach gut und macht mich mehr als Can We Go Wrong neugierig auf mehr. Das darf man wohl auch sein mit Blick auf die Mitarbeiterliste für den Soloerstling: Eric Gardner von Gnarls Barkley am Schlagzeug und Sara Quin ooch irgendwie.

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Download vs. Streamabo

Posted in Backstage with tags , on März 16, 2010 by moz

Unter der Überschrift Heul doch! Musikdownloads müssen sterben prognostiziert Autor David Bauer das baldige Aussterben des Musikdownloads und den Aufstieg des „Streamingabos“ bei Anbietern wie Spotify, die in einigen Ländern schon den nutzenden Zugriff auf ihre Musikdatenbanken zum Monatsabo erlauben. Ein anregender Artikel aus dem Hause 78s-Das Magazin für bessere Musik.

Ich bin ohnehin noch bei den Dinos. Meine Anlage ist nicht direkt mit meinem Rechner oder sonstigen Festplattendingensda verbunden, noch benötige ich ein Zwischenmedium wie einen iPod, eine CD, um Musik in akzeptabler Qualität (insofern man da bei mp3-Dateien von sprechen kann, aber eine andere Diskussion) abzuspielen.

Wenn dieser manchem wohl vorsintflutlich vorkommende Zustand im komplett vernetzten Home-Entertainment-System dann mal sein Ende gefunden hat, schließe ich mich dem in den Kommentaren zum Artikel schon vertretenen Argument an, dass das Abo-Prinzip zwar toll klingt, aber in einer derzeitigen, durch länder-, lizenz- und labelgrenzen geprägten Netzrealität für mich merklich an Reiz verliert: Habe ich dann mehrere Abos laufen, weil so wie heute nicht alle Anbieter mit allen Plattenfirmen kooperieren? Verschwindet plötzlich mein Zugriff auf Artist A, weil eine Lizenz ausläuft oder irgendwelche Lizenzrechte für mein Land nicht existieren? Und so weiter und so fort. Das nervt doch jetzt schon ohne Ende an allen Ecken und Enden.

Solange sich derartige Fragen nicht endgültig klären, ist es mir nicht wurst, ob ich „streame“ oder „downloade“ oder die „CD/Platte koofe“. Derzeit erlege ich das gute Stück dann lieber gleich richtig und schleife es heim. Wer weiß denn, ob der stattliche Hirsch morgen noch frei auf der Lichtung steht und nicht ein Zaun drumerhum ist oder ein Schild dasteht „Hier gibt’s alle möglichen Wildtiere  – ausgenommen Rotwild und Wildschweine nur noch bis zum Monatsende“? Der Download, die CD, das Vinyl habe ich wenigstens sicher, ich alter Jäger und Sammler…naja, bis zum nächsten Mediensprung, prinzipiell und so .

MGMT wandern weiter durch die Zeiten…

Posted in High Rotation with tags , on März 9, 2010 by moz

und landen in doch sehr bowiesken Bezügen, Stereogum nennt es „DayGlo Bowie-tinged psychedelia“. Der Song ist jedenfalls ein sehr cleveres Zitat diverser Bowietunes, sozusagen eine Bowiezeitreise.

Ach ja, der Song heißt Flash Delirium. Wie passend.

Nachtrag: Bei stereogum fragt man sich, welche Liedreferenz so ab 3:30 reingepackt ist. Ich denke, es ist Eloise. Auch stimmlich ist mir das doch bewusst an Barry Ryan angelegt. Meinungen? Gegenvorschläge?

Mark E. Smith passend zum Frauentag

Posted in Backstage, Off Record with tags on März 8, 2010 by moz

Einen Regieoscar für Frau Bigelow passend zum Frauentag kann man nicht mehr toppen.  Aber einen haben wir noch, äh, hat Mark E. Smith (real fun, that Renegade, da wiederhole ich mich gerne):

Women are more in tune with rhythms than men. It’s very hard being in an all-male group. They don’t get anything I say to them. The tunes in my head don’t go past three cords. There’s something in their brain that’s out of touch with this idea. […]

The Slits were great in knocking out stuff like that, until they turned reggae. But with a lot of groups who have female members it’s just the ‚icing on the cake‘, so to speak. Eye candy. Get a female bass player – that’d be good! It’s amazing how sexist this so-called liberal newspaper’s are, too – ‚So that’s why you’ve got so and so in the band.‘ No, it’s because she can play the fucking flute, you idiot! Or because she can sing better than some daft bastard from Manchester who sounds like a coalminer shouting down a pit. That’s why they’re in the group.

Re-issue! Re-package! Re-package! Re-evaluate the songs

Posted in Backstage, Soundtrack of my life with tags , , , on März 8, 2010 by moz

Das Label Kill Rock Stars hat für den 6. April die Wiederveröffentlichung zweier Alben von Elliott Smith angekündigt. Roman Candle (1994) und das posthume  From A Basement On The Hill (2004) markieren Anfangs- und Endpunkt der Soloveröffentlichungen von Elliott Smith.

Zwei Free-Downloads gibt es anlässlich der „Reissues“ auch:  Last Call und Twilight.

Kill Rock Stars lässt uns wissen:

„Roman Candle has been remastered for the re-release by Roger Seibel and Larry Crane, editor of Tape Op Magazine and archivist for Elliott’s family.“

Bei dieser Gelegenheit möchte ich gerne Mark E. Smith zitieren:

„But in the same respect, I’m not such a fan of albums being re-mastered. It’s usually to the detriment of the listener. Once they start fiddling with it, adding tracks and embellishing this and that, it takes the heart out of the thing.“

High Time am 11. Mai mit High Violet

Posted in High Rotation with tags , on März 5, 2010 by moz

The National kündigt das neue Album für den 11. Mai an, yippehhh! Bin sehr gespannt auf High Violet.

Cash mit Cash, meint Mark E. Smith…

Posted in Backstage, Soundtrack of my life with tags , on März 1, 2010 by moz

Kinners, bei so vielen Schenkelklopfern, die Renegade zu bieten hat, fällt mir die Auswahl von unterhaltsamen Zitaten echt schwer. Marks unendliche Weisheiten zum weiten Themenfeld Drogen im Allgemeinen und Booze im Speziellen hebe ich mir mal auf für meine letzte Fastenwoche. Heute gibt es dafür einen satten Kommentar zu Cash und Co.:

I liked the way everybody started jumping on the Johnny Cash bandwagon as well. If you were a Cash fan in the 70s people thought you were a racist. (…) That’s what Julie Burchill and Tony Parsons thought – they even said it to me, they called it redneck music. It’s all a different story now he’s dead. Suddenly Parson has been a Cash fan all his life. Nobody gave a fuck about him in the late 70s and 80s and then all of a sudden he’s the new dead icon.

I find it horrible the way they’ve made money out of him, releasing all this maudlin recordings. Give me early Cash any day. People love it, though, all that sentimental shit; they can’t be arsed discovering what he was really like. It’s a shame that.

Mal davon abgesehen, dass good ol‘ Johnny vor seinem Abgang in die Hall of Fame selbst diese „maudlin recordings“ zu Gold machte, doch eine schöne Sicht auf die Dinge.

Merken muss ich mir unbedingt die Wendung „cool by association“, die Mark E. wenige Zeilen später im Zusammenhang mit Hollywoods Walk The Line nutzt. Awesome! – um mal im kalifornischen Stil zu antworten.

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