Archiv für Juli, 2010

First Contact mit der Rap-Attack

Posted in High Rotation, Soundtrack of my life with tags , , on Juli 14, 2010 by moz

Ist es die Hitze, welche die seltsamsten musikalischen Versatzstücke aus meinem Kopf rauslötet?

Heute Mittag ging mir eine sehr prägnante Synthie-Drum-Sequenz immer wieder durch den Kopf, bis ich sie gestellt und zugeordnet hatte:

Whodini mit Haunted House! Anno 1983 oder 1984 ein Kracher aus dem Zimmer meiner älteren Schwester. Die hatte das einfallsreich Whodini genannte Album gekauft, auf dem auch Magic’s Wand drauf war. „She said rap-attack man, not heart-attack!“ Was für ein geiles Video! Neben der Sugarhill Gang und Grandmaster Flash dürfte Whodini mein erster Kontakt mit Rap gewesen sein. Viel mehr wurde über die Jahre bis auf sporadische Begegnungen mit dem Genre nicht aus der Beziehung. Aber in die Ursuppe tauche ich hiermit gerne wieder ein.

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Nee, Niederlande! Eviva undsoweiter!

Posted in High Rotation, Soundtrack of my life with tags , on Juli 11, 2010 by moz

So, Spanien dürfte nun den WM-Viertelfinalfluch ja wohl endgültig in Rente geschickt haben. Ihnen dafür ein herzliches, schlageraltbackenes Eviva Espana!

Niederlande: Was Deutschland gegen Spanien in Sachen Zweikampfhärte zu wenig hatte, brachte Oranje eindeutig zu viel aufs Feld. Böse ausgedrückt: Das Team der Niederlande ist das neue (alte) Deutschland gewesen in diesem WM -Turnier. Weniger Akrobat schön, mehr Mark van Bommel. Man hätte es ahnen können. Denn schon der offfizielle WM-Song der Niederlande, Schouder an Schouder, atmet eher getragenen Tugendpathos denn spielerische Leichtigkeit.

No te var gustar, Diego – Gaudeamus igitur, Jogi!

Posted in High Rotation, Soundtrack of my life with tags on Juli 8, 2010 by moz

Musikalische Abschiede von der WM, die Vorletzte:

Die doppelte Hand Gottes wurde gnadenlos bestraft. Aber es fehlte etwas mehr als nur Suarez im Halbfinale gegen die Niederlande. Leid tut es mir für den unermüdlichen Leckerbissenfußballer Diego Forlan. No Te Var Gustar aus Urugay haben nicht nur den passenden Bandnamen, sondern gleich auch noch einen wunderbar passenden Song: Cielo di uns solo colore.

Natürlich könnte moi MOZ angesichts des zweiten Verlierers der zwei Halbfinalpaarungen jetzt demonstrative „OOOCH, MENNO!“-Krokodilstränen vergießen. Das passiert aber aus gleich mehreren Gründen nicht: Zum einen bin ich Ende April fußballemotional durchs Stahlbad „Fulham“ gegangen – das hat mich offensichtlich doch abgehärtet gegen Ereignisse wie das gestrige (bis mich selbige wieder beim HSV ereilen). Zum anderen will ich überhaupt nicht lamentieren über die von Angst gehemmte Spielweise gegen Spanien, die einmal mehr zeigte, dass Spiele zum Gutteil im Kopf entschieden werden.

WEIL: Wer hätte denn bitte vor der WM 2010 gedacht, dass Jogis Jungs mit phasenweise richtig guten Spielen bis ins Halbfinale ziehen? Sie haben uns und der Welt viel Spaß gemacht. Daher für die deutsche Rasselbande ein herzlich durchgeknalltes, aufmunterndes Gaudeamus igitur, iuvenes dum sumus! Euch gehört die Zukunft!

Der Pullover der Nation…

Posted in Off Record, Soundtrack of my life on Juli 5, 2010 by moz

ist blau und hat einen V-Ausschnitt.

Ja. Der blaue Pullover hat uns bislang immer vier Tore beschert. Ich darf ihn nicht mal mehr waschen.

Das „Glück“ teilt er sicher mit Tausenden, die ihr jeweiliges Outfit nicht mehr ändern können, wollen und dürfen, seitdem es sich so bewährt hat. Moi MOZ hat zum Beispiel immer das WM-Shirtunikat von 2006 getragen – bis, ja bis auf  das Spiel gegen Serbien…

Passiert nicht noch mal, versprochen! Eine Dosis Superstition gehört dazu!

Berlin, Österreich und Katja M.-H.

Posted in Off Record with tags on Juli 4, 2010 by moz

Noch ein kleiner Nachtrag zum gestrigen WM-Marathon: Zwischen zwei Spielen drückte ich mir unter der TV-Begleitung von Katja M-H. und Olli K. einen Falafelteller rein. Man schaltete noch mal an den Ort der Großtat, an dem die deutsche Fankolonie ein leeres Spielfeld feierte. Katja M.-H. freut sich erstaunt, dass ja sogar eine österreichische Fahne im deutschen  Fanblock zu sehen gewesen sei.

Was ich gesehen habe, als die Kamera aufs Fahnenmeer hielt: Eine Fahne der Stadt Berlin.

Österreich mit Bundesadler.

Berlin mit Bärchen.

Naja, nah dran.

Nachtrag: Ich bin vermehrt darauf hingewsiesen worden, dass die Dame mit Vornamen doch gar nicht ‚Katja‘ heißt. Tja, eben. Österreich ist ja auch nicht Berlin. Aber kommt nicht jeder Abseiter an, zu umme Ecke gedacht, wa.

Herzensmensch mit Rosenkranz vergisst Raumaufteilung

Posted in High Rotation, Soundtrack of my life with tags , on Juli 4, 2010 by moz

Musikalischer Kehraus Teil 2: Argentinien und Paraguay.

Paraguay habe ich bereits nach dem schlimmen Achtelfinale gegen Japan heimgeschickt. Meines Erachtens rächte der Fußballgott jenes Schlimmspiel nun mit dem verschossenen Elfmeter. Fertig, Abfahrt!

Bleibt Argentinien. Ich bin immer noch sprachlos. Viele Argentinier bestimmt auch. Vielleicht war es bei Argentinien ein bisserl zu viel Seele und etwas zu wenig Raumaufteilung? Die unzähligen Weltklassespieler haben von dem Herzensmensch mit Rosenkranz einfach nicht erklärt bekommen, wie es sich wann zu verschieben galt. Dabei wissen sie in Argentinien doch, wie wichtig das Verschieben im Raum ist, siehe hier oder hierBeim Tango sind und bleiben die ‚Hermanos‘ hermoso.

Trostlose Kronprinzen von Pele, Socrates und Co., ein tröstend untröstlicher Prince

Posted in High Rotation, Soundtrack of my life with tags , , , on Juli 4, 2010 by moz

Freitag und Samstag jagte ein episches Viertelfinal-Drama das nächste.

Teil 1 des musikalischen Kehraus: Brasilien und Ghana.

Ich verhehle nicht, dass ich für das Oranje-Team die Daumen gedrückt habe.  Entsprechend konsterniert war ich ob der ersten 30 Minuten. Holland in Not, Brasilien mit der bis dato besten Leistung des Turniers. Dann aber kam die Halbzeit. Das Spiel kippte danach, zunächst schleichend, dann mittels einer Strafraumszene plötzlich in Sekundenbruchteilen. Der Wille zur Gestaltung fehlte Brasilien, später erstaunlicherweise auch die Mittel. Dunga hat der Auswahl mit dem Streben nach Ordnung die Seele genommen.

Mich haben als Kind die brasilianischen Mannschaften von 1982 und auch noch 1986 schwer beeindruckt. Die starben zwar auch irgendwann, aber wenigstens in Schönheit. Zico und Socrates kommen  in dem Video zum Song Vai lá, Brasil kurz vor – viel zu kurz nach meinem Geschmack. Socrates! Zico!

Ghana: Tragisch. Möge Urugay für diese Unsportlichkeit von Suarez im Halbfinale bitter bestraft werden. Liebes Ghana: Ein Land, in dem sogar die Männer Tonkrüge mit Anmut auf dem Kopf balancieren, wird irgendwann noch ganz weit vorne landen! Go for it, Kevin Prince! Toll, wie der Gyan getröstet hat.

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