Archiv für Dezember, 2010

So Ask Me Again, How Could My Reply Be Unchanged?

Posted in High Rotation with tags on Dezember 20, 2010 by moz

Mensch, ich habe ja gestern ganz vergessen, womit ich heute in die neue Woche gestartet bin:

Die leider (oder zum Glück) viel zu unterschätzten Field Music samt Measure, eine der scheinenden Kleinode vom letzten gleichnamigen Album. Ich habe es mit etwas Verspätung in die Rotation genommen, aber dafür mit umso mehr Freude nach den letzten Soloausflügen der Brüder (unter anderem als The Week That Was).

Needless to say, dass ich an den Songs gerade eben die wunderbaren Brüche und rhythmischen Wechsel des Schlagzeugs liebe. Da versteht jemand sein Handwerk. Wer noch eine Hörprobe braucht, bevor er oder sie kaufen/downloaden geht (support your beloved artist): Effortlessly.

Es ist sehr viel Yes in Effortlessly, nicht wahr, ältere Musikhasen unter Euch Leserinnen und Lesern?

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We Survive On Funk: Janelle, The Wondaland Arts Society&The Thrivals

Posted in High Rotation with tags , , , on Dezember 19, 2010 by moz

Janelle Monáes Tightrope war sicher einer der Songs, dem man in 2010 nicht entkommen konnte. Und ihr Album ArchAndroid ist so oft gelobt worden, dass ich es  kaum noch lesen möchte. Spätestens seit Many Moons war klar, dass da was Interessantes kommen könnte. Kam dann auch.

So wie einst Outkast spielerisch mit den gängigen Klischees des Hip-Hop umsprangen und elegant gängige Muster hinter sich ließen, hat Janelle Monáe mal eben Abschied genommen von den gegebenen Frauenrollen im R&B und dem Genre auch musikalisch wieder neues Leben eingehaucht. Endlich mal was, das nicht mehr nach den elend gleichen Brei der Produzentenbutzen rund um Timbaland und Pharell Williams klingt, witzigerweise aber ausgerechnet unter anderem von P. Diddy produziert wurde. Ein Näschen hat er ja. Big Boi war auch mit dabei, daher ist der Vergleich mit Outkast mehr als berechtigt.

Ein interessanter Aspekt ist, dass sich Janelle als Teil der Wondland Arts Society gerne selbst mit dem Terminus Thrival beschreibt. Nat Irvin II hat den Begriff geprägt, um „a new breed of forward-thinking, globally tuned African Americans who bring a “no-limits” approach to doing business“ zu beschreiben. Statt sich gebunden an die eigenen Geschichte nur über den Opferaspekt zu definieren, geht es darum, selbst und selbstbewusst Zukunft zu gestalten. I bet, dass sich Sean Combs in dieser Definition gut aufgehoben findet. Aber soweit ich die Entwicklung verstanden habe, sehen sich Nat Irvin II und Co. eher als eine zukunftsbegeisterte, offene, intellektuelle Wissenschafts- und Kulturbewegung, die Grenzen im Denken überschreiten will – auch die von Rassen- und Genderdiskursen.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich mit der Futurebewegung, wie sie mir zum Beispiel in Videos zum International Idea Festival 2010 begegnet, sonderlich warm werde. Zumindest die Vermittlung erinnert mich doch an predigerhafte Erweckungsbewegungen gekreuzt mit Motivationsseminaren und wirkt auf mein (europäisches?) Hirn ein wenig gruselig.

Aber um es dann auch noch mal gesagt zu haben: Ja, ArchAndroid ist schon eines der andersartigsten, grenzüberschreitendsten Alben des Jahres. Außerdem mag ich Tuxedos. Punkt.

Jahresendzeitlisten, die nächste …

Posted in High Rotation with tags , on Dezember 17, 2010 by moz

Wie versprochen schmeißt moimoz bis zum Jahresende in unregelmäßigen Abständen anderer Menschen „Best Of“ auf den Markt, ehe dann die persönliche Liste der Songzeilen des Jahres 2010 am 31. Dezember folgt.

Heute: Was einzelnen Kritikern des  Guardian  Anno 2010 gefiel.

Ihr dürft gerne tippen, welcher Liste ich am ehesten zuneige.

I Don’t Care For The Winter Sun

Posted in High Rotation with tags on Dezember 17, 2010 by moz

Wenn man Außerirdischen vermitteln will, wie sich der eine oder andere Erdling im tiefsten, dunklen Winter fühlt:

I Don’t Care For The Winter Sun von Beach House eignet sich ganz trefflich zur Illustration jener molligen und a wenk antriebslosen Stimmung.

22mal Juliet oder: Das musikalische Stockholmsyndrom

Posted in Guilty Pleasures, Soundtrack of my life with tags on Dezember 12, 2010 by moz

Länger nicht mehr über Guilty Pleasures gesprochen, nicht wahr? Nun denn. Moi, moz, legt vor. Und Ihr legt bitte in Sachen Confessiones in den Kommentaren nach. Tit for tat, folks.

Mit der heutigen guilty pleasure verbinde ich einen Sommerurlaub anno 1983  in Südtirol. Während ich auf Wandertouren mit meinen Eltern schwitzte, amüsierte sich meine ältere Schwester abwechselnd mit den Ponies des Hotels oder den Vespajungs aus dem nächsten Dorf. Abends hingen selbige, also die Jungs, nicht die Ponies, dann rauchend vor dem Hochparterrehotelzimmer rum, das ich mir mit meiner Schwester teilen musste. Ich war genervt. Insbesondere, weil ständig, aber wirklich fast ununterbrochen der selbe, schon in sich äußerst repetitive Song aus meinem Kassettenspieler plärrte, den die Hof haltende Schwester kurzerhand okkupiert hatte: Juliet von Fistelrobin Gibb.

Der Name Juliet fällt in dem Song 22 mal. Das machte an einem durchschnittlichen Abend mit cirka 8 Wiederholungen 176 mal „Juliet“ in meinen Ohren. Diese perfide Hirnwäsche wirkte. Bald summte ich den Quatsch beim Wandern oder Bremsen im Schwimmbad totschlagen ganz von selbst. Ja, ich beschloss sogar irgendwann, den Song richtig zu mögen.

Ich möchte an dieser Stelle für eine derartige Reaktion auf musikalische Geiselhaft den Terminus „musikalisches Stockholm-Syndrom“ einführen.

Are You Thinking The Things That I Do

Posted in High Rotation with tags , on Dezember 9, 2010 by moz

Brooklyns Gothpopper Creep haben sich für die Single Days einen cleveren Schachzug einfallen lassen: Romy Madley Croft leiht dem Track ihre unverwechselbare Stimme. Das hat einen ungemein veredelnden Effekt. Kann man nicht anders sagen. Geht ins Ohr, bleibt da kleben. Die Single kommt am 19. Dezember raus.

Jahresendzeitlisten

Posted in Backstage with tags on Dezember 8, 2010 by moz

Ja, es ist wieder soweit. Menschen zermartern sich das Hirn über sinnvolle Geschenke, grausen sich vor dem weihnachtlichen Besuch bei der Schwiegermischpoke, bombardieren sich gegenseitig mit Juleklappschrott und der Frage „Und? Was machst Du Silvester?“ – und ja, fabrizieren Best of-Listen jedweder Art.

Bevor ich das pünktlich zum 31. Dezember 2010 (frage ich mich jedes Jahr wieder: Was sollen diese ganzen Jahresrückblickschlunzen Mitte Dezember?) auch wieder in Form meiner liebsten Liedzeilen des Jahres mache, werde ich ab und an mal auf die Listen anderer Blogs verweisen. Zum Beispiel auf die Stereogum’s Top 50 Albums Of 2010. tbd.

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