Viva Hate I: 14 Years

Beim Stöbern für meine letzte Laufplaylist bin ich nach langer Zeit einige Alben von Guns N‘ Roses durchgegangen. Jawoll, sowas habe ich auch im Schrank und auf dem Rechner. Take it or leave diesen Post am besten gleich jetzt …

Bei November Rain war ich schon drauf und dran, meinen nächsten Eintrag für die Rubrike ‚Guilty Pleasures‘ zu verfassen – allein schon das Video ist es wert. Aber dann hörte ich die ersten paar Takte von 14 Years. Und mit ihnen knallte ich in der Timemachine unsanft 20 Jahre zurück, ready to spill out all my anger and disgust to the world. Ich bin Jacks fette Faust im Magen – und zwar in Deinem.

Hiermit also Wilkommen zum ersten Teil von ‚Viva Hate‘ – moi moz persönlicher Auswahl von Liedern des Hasses, der kalten Abscheu und des gepflegten ‚Du kannst mich mal, auch wenn Dir das wahrscheinlich scheißegal ist‘. Musik ist eben nicht nur Food Of Love, sondern auch Sprachrohr fürs emotionale Gegenteil in all seinen Facetten.

Beim Blick auf den Text von 14 Years ist relativ schnell klar, warum sich der Song vortrefflich zum anger and disgust spillen eignet. Das singende Ich (Izzy, nicht Axl, der kommt im Refrain) macht unmissverständlich klar, dass einzig das Gegenüber schuld am eigenen wie gemeinsamen Desaster ist:

I try and feel the sunshine
You bring the rain
You try and hold me down
With your complaints
You cry and moan and complain
You whine an tear
Up to my neck in sorrow
The touch you bring
You just don’t step inside to 14 years

Die Außenwelt mag das ja anders sehen, aber wer hinter die Fassade schaute, würde schnell blicken, was Masse ist:

Bullshit and contemplation
Gossip’s their trade
If they knew half the real truth
What would they say

Egal, was die Welt denkt, das singende Ich zieht nach den letzten Dramajahren endlich den Schlussstrich – schon aus reinem Selbstschutz,

Well I’m past the point of concern
It’s time to play
These last 4 years of madness
Sure put me straight

Die Frage ist nur, ob und wie man all die verschwendete, vergiftete, kaputte Zeit nicht nur hinter sich lässt, sondern auch wieder zurück bekommt:

Don’t get back 14 years
In just one day

Wie wahr.
Und mit der Perspektive 20 Jahre post: Gut so.

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