Archiv für September, 2011

Große Jubiläen: Couldn’t Be Much More From The Heart

Posted in Soundtrack of my life with tags on September 29, 2011 by moz

Ich habe es hier ja neulich selbst schon von den 20igern großer Alben gehabt und die Blogs sind voll von Elogen auf REM, Nirvana, Guns N Roses und U2. 1991 war aber meiner Erinnerung auch das Jahr, in dem ein gewisses schwarzes Album mit Schlange drauf erschien, das ganz neue Hörergruppen mit (einer Schwundstufe von) Heavy Metal vertraut machte.

Ich würde es nicht für ausgeschlossen halten, dass sogar meine Oma Nothing Else Matters oder Enter Sandman pfeifen kann. Die Dinger sind genauso wie Sad But True oder The Unforgiven Klassiker geworden. Zeitlos gut. Nothing Else Matters ist einer der besten Beweise dafür, dass die angeblich so harten Knochen in der Regel die schönsten Liebeslieder schreiben.

Disarm You With A Smile

Posted in Soundtrack of my life with tags , on September 27, 2011 by moz

Manchmal lohnt sich ja sogar das Stolpern über mediokre Coverversionen: Als ich nämlich gähnend RACs Verpoppung von 1979 an mir Abperlen ließ, erinnerte ich mich daran, wie verschossen ich mal für gute fünf  Wochen in die Eckzähne von Billy Corgan war. Noch verschossener war ich seinerzeit aber in viele Songs seiner Band. Für Today und Disarm bin ich den Smashing Pumpkins genauso ewig dankbar, wie für In The Arms Of Sleep. Auch nach fast 20 Jahren immer noch schlicht faszinierend. Der Zauber von Billys Zähnen hingegen hat allerdings deutlich nachgelassen.

Funny How The Distance Learns To Grow

Posted in Soundtrack of my life with tags on September 25, 2011 by moz

Nach einer durchgeratschten Samstag Nacht, die einiges hochspülte, wachte ich mit Tori Amos China  im Kopf auf. Ich geb’s weiter an einen Jemand, der dieses Lied leider gerade nötiger brauchen kann als ich. Vielleicht hilft Tori ja ein wenig.

China all the way to New York,
maybe you got lost in Mexico.
You’re right next to me,
I think that you can hear me.
Funny how the distance
learns to grow

Sometimes I think you want me to touch you.
How can I when you build the great wall around you.
In your eyes I saw the future together.
You just look away in the distance.

Mother Doesn’t Like Me Playing Beethoven …

Posted in Soundtrack of my life with tags , , on September 25, 2011 by moz

Aber einer Menge Menschen in der Pensione Bertollini sehr wohl: Lucy Honeychurch arbeitet sich an Beethovens Klaviersonate No. 21 ab und noch ein wenig mehr innere Unruhe auf. Das Korsett ihrer Zeit wird sie nicht mehr allzulange gefangen halten können, einstweilen aber schnürt es ihr noch ein wenig die Luft ab, wie sie da vor den unzähligen Sinneseindrücken einer der schönsten Regionen der Welt nach drinnen flüchtend am Klaver an sich selbst leidet.

James Ivorys E.M. Forster-Adaption von A Room With A View (1985) pflanzte Florenz und die Hügel von Fiesole für immer in tausende Herzen. Schuld daran hatten nicht nur die wunderbaren Städte- und Landschaftsaufnahmen oder jener legendäre Kuss in wogendem Korn. Die Musik macht’s: Ohne die geniale Tonspur hätte sich die Wirkung des Visuellen nur halb so gut entfaltet. Die berühmte Kussszene zum Beispiel lebt von Kiri te Kanawas, pardon: Magdas, Che il bel sogno di Doretta, jenem Lied, in dem es um die Macht des einen befreienden, wahre Leidenschaft entfachenden Kusses geht. Die Musik erzählt also im Sopran weiter, was sich im Bild vollzieht. Die meisten Zuschauer kennen aber die Arie und ihren Inhalt gar nicht und werden in diesem Moment ihren italienischen Text auch kaum verstehen. Dennoch fließen Bild und Musik auch ohne diese Metaebende perfekt ineinander. Seit A Room With A View denke ich beim Hören von Che il bel sogno di Doretta schnell an ein Meer aus Korn mit Lucy und George im Zentrum. Funktioniert auch umgekehrt: Beim leibhaftigen Anblick von Fiesoles Hügeln (abzüglich Lucy & George) hatte ich stets Kiri te Kanawa im Ohr.

Aber letzlich ist es ein anderer musikalischer Leckerbissen, der mir wohl für ewig aus A Room With A View in Erinnerung bleiben wird. Freddy’s Song, der Schöngeist  Cecil aus dem Zimmer treibt. Young Rupert Graves: Simply adorable! Aber über die Homoerotik in Forsters Werk wie Ivorys Verfilmung gibt es sicher anderswo mehr.

Der Apparat: Devil’s Walk

Posted in High Rotation with tags on September 23, 2011 by moz

Seit heute offiziell erwerbbar, hier zum vorher Reinhören komplett im Stream.

More Mainstream, indeed, aber auf die gelungene Art.

Zola Jesus: Conatus

Posted in High Rotation with tags on September 22, 2011 by moz

Rika Roza Danilova, besser bekannt unter ihrem Künstlerego Zola Jesus, vermittelt schon durch ihre Musik, nicht unbedingt eine ständig auf rosa Wölkchen durchs Leben schwebende Zeitgenossin zu sein, der die Sonne permanent aus dem Allerwertesten scheint.

Der Guardian stellt nicht nur dankenswerterweise komplett das kommende Album Conatus vor, sondern lässt Frau Danilova zu jedem Song auch noch ein paar persönliche Zeilen schreiben. Ich sag mal so: Keine eindimensionale Zeitgenossin mit einer echten Passion für das, was sie macht.

Reinhörtipps fallen mir schwer, denn das ist ein Album fürs am Stück Duchhören. Am besten mehrmals, ehe man urteilt.

You Can’t Make Your Heart Feel Something It Won’t

Posted in Cover me, High Rotation, Soundtrack of my life on September 19, 2011 by moz

Es wundert wenig, dass Schmerzensmann Justin Vernon kürzlich als B-Seite seine Interpretation von Bonnie Raitts I Can’t Make You Love Me feilgeboten hat. Adele verehrt Mr. Bon Iver, sicher aber auch Bonnie Raitt. Zwei Gründe, sich den Song selbst vorzunehmen und ziemlich geil abzuschneiden (sie wächst mir immer mehr ans Herz). Somit für Euch im Dreierpack:

I Can’t Make You Love Me, Bonnie Raitt

I Can’t Make You Love Me, Bon Iver

I Can’t Make You Love Me, Adele

Aber Vorsicht: Drei mal am Stück Hören ist nichts für Menschen, die gerade liebestechnisch in die Irre laufen. Nur für starke Herzen in tollen Beziehungen, frisch Verbandelte oder absolut selbstverliebte Singles.

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