Archiv für November, 2011

Cause Baby, It’s You, Anna Calvi!

Posted in Cover me, Soundtrack of my life with tags on November 30, 2011 by moz

Ein weiteres Beispiel für Coversongs, die mit dem Tempo spielen, um einem Original eine neue Richtung zu geben:

The Shirelles: Baby, It’s You

Anna Calvi:  Baby, It’s You

Sehr reduziert, zurückgefahren, weniger verspielt, kühl und warm zugleich irgendwie. Aber die Wirkung kann auch vom Video herrühren, das Frau Calvi natürlich entsprechend im Wechsel von Bildern in kalten und warmen Farben perfekt inszeniert. Selbst das schwarz/weiß kommt mal mehr sepia, mal kühl-grau daher. Wahrscheinlich besingt sie sich selbst, die Calvi. Kann man ihr nicht verübeln.

Whenever I’m Alone With You

Posted in Cover me, Soundtrack of my life with tags on November 30, 2011 by moz

Immer noch Gutti-inspirierte Woche der Cover: Adeles Neuinterpretation des Klassikers Lovesong (The Cure) ist ja weidlich bekannt in der Albumfassung. Aber live gewinnt ihre Verbeugung vor den Helden ihrer Mutter noch mal, wie ich finde. Und sie macht mir das ohnehin heiß geliebte Original zum x-ten mal zur Herzensangelegenheit.

Es scheint im übrigen ein beliebtes Stilmittel der Aneignung, das Tempo im Vergleich zum Original etwas zu variieren, siehe mein Post zu Islands In The Stream weiter unten.

When They’re Kicking Your Front Door

Posted in Cover me, Soundtrack of my life with tags on November 28, 2011 by moz

Woche der Coversongs. Muss was damit zu tun haben, dass ich an Kram rund um Gutti arbeite. Wobei nicht jeder Coversongs ein Plagiat ist, wird er erst, wenn er dem Original aber auch so nullkommanull Neues abzuringen weiß und nur nachäfft.

Sei es drum, solange die Synapsen in meiner inneren Jukebox solche Schätzchen zutage fördern, soll es mir recht sein:

Arcade Fire covern Guns Of Brixton. Das ist schön gemacht, wirklich. Aber das Original ist mir weiter lieber, weil  Paul Simonon, Gott des Basses und so fort.

Islands In The Stream

Posted in Cover me, Soundtrack of my life on November 28, 2011 by moz

Die beste Coverversion des Kenny Rogers/Dolly Parton-Klassikers Islands In The Stream habe ich auf einer wunderbaren Hochzeit live und mit viel Liebe dargeboten gehört.

Aber Feist & The Constantines sind auch nicht übel mit ihrer wunderbar entschleunigten Fassung, der zum Glück aber auch fast alles abhanden gekommen ist, was man am Original mit Fug und Recht als cheesy bezeichnen konnte.

Geschrieben haben den Song bekanntlich die Gibb-Brüder. Wie triefig ihre Version im Verhältnis zu Rogers/Parton ist, mag Jede/r selbst beurteilen.

Ohh Yeahh, Not This Time

Posted in High Rotation, Soundtrack of my life with tags , on November 14, 2011 by moz

Strange coincidence: Gestern Kopfhörer aufgesetzt und nach langer Zeit mal wieder im warmen Sound von Massive Attacks Heat Miser gebadet, mitsamt all der Erinnerungen hinten dran.

Heute dann Link zu einem neuen Massive Attack-Track gefunden. 3D and Vermona ist angeblich nur eine Demoversion. Whatever.

Happy Birthday, Mr November!

Posted in Off Record, Soundtrack of my life on November 11, 2011 by moz

Dear ol‘ flatmate,

Ich sollte eigentlich vor Ort auf einer bald schon legendären Party zu Deinen Ehren sein. Dass ich mich wieder an einem Punkt befinde, an dem ich mir meine persönliche Freiheit selbst beschneide für senseless job-bollocks, sollte mir zu denken geben. Tut es auch, sehr sogar.

Aber es ist heute so, wie es ist. Genauso, wie Du heute eben 40 wirst, weil die Geburtsurkunde das so sagt. I wish you don’t give a fuck. Manchmal vielleicht, an den schlechteren Tagen. Aber sonst? Warum auch?

Mit 20 habe ich noch gedacht, dass irgendwann mal ein „Klick“ kommt – und dann ist man erwachsen. Weise. Auf der anderen Seite angekommen. Safe? Aber er kommt nie, der „Klick“.

Die ersten Jahre war mir das egal. Irgendwann habe ich mich aber zunehmend gefragt, wann der emotionale Kindskopf  in mir endlich tschöö mit ö sagt und dieses „andere Leben“ beginnt. An den schlechten Tagen fand ich es befremdlich und auch manchmal beängstigend, nie ein „Klick“ zu hören.

Ziemlich genau, als ich 30 wurde, bin ich dann an den best flatmate ever geraten. In Minga. Karriere starten und so. Das Leben auf der andere Seite sollte ja endlich anfangen, nicht wahr? Und ich habe langsam aber sicher etwas verstanden: Es gibt sowas wie zeitlos positiv verrückt und eckig und kantig und auch mal schwierig. Seinen eigenen, Deinen Charakter zu haben, ist sicher nicht immer einfach. Manchmal wünscht Du Dir vielleicht das „Klick“, das auf der anderen Seite ankommen lässt. Aber wenn der Preis ist, dass Du nicht mehr der tolle, quere, anstrengende, vielfältige Charakter bist, den ich vor gut zehn Jahren kennen lernen durfte, dann wünsche ich Dir, dass Du auf meiner Seite der zeitlosen Kindsköpfe bleibst. The grass isn’t always greener on the other side, isn’t it?

In my life, why do I give valuable time to people who don’t care if I live or die?

Oder anders herum gefragt: In my life, why don’t I give valuable time to people who care if I live or die?

My apologies for not being with you today, I make up for it!

Don’t You Feel Repression Just Closing In Around?

Posted in Backstage with tags on November 9, 2011 by moz

Eigentlich wollte ich mal wieder etwas für die Rubrik „Gulity Pleasures“ tun. Aber als ich dabei war, auf Youtube die peinliche Confessio meiner Wahl rauszusuchen, bin ich auf Chicagos Dialogue gestoßen. Es gibt Lieder, die erstaunlich zeitlos sind. Dialogue (1972, veröffentlicht auf Chicago V) könnte ein Campus-Streitgespräch dieser Tage sein:

Terry (Kath): Are you optimistic about the way that things are going?
Peter (Cetera): No, I never ever think of it at all.
Terry: Don’t you ever worry when you see what’s going down?
Peter: Well, I try to mind my business, that is, no business at all.

Terry: When it’s time to function as a feeling human being, will your Bachelor
of Arts help you get by?
Petre: I hope to study further, a few more years or so. I also hope to keep a steady high.

Terry: Will you try to change things, use the power that you have. The power of a million new ideas?
Peter: What is this power you speak of and the need for things to change? I always thought that ev’rything was fine, ev’rything is fine.

Terry: Don’t you feel repression just closing in around?
Peter: No, the campus here is very very free.
Terry: Does it make you angry the way war is dragging on?
Peter: Well I hope the President knows what he’s into, I don’t know. Oooh I just don’t know.

Es darf natürlich gerne gerätselt werden, welche „Guilty Pleasure“ ich eigentlich gestehen wollte … .

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