David Bowie Bei Dinah! (1976): The One Thing I Didn’t Like About Me Was Being Terribly Shy

Cute, cuter, the cutest David Bowie ist eine Art Honeytrap für mich. Bleibe ich immer dran hängen. So auch dieser Tage, als ich eigentlich nur fix auf die aktuelle BBC4-Produktion „David Bowie And The Story Of Ziggy Stardust“ hingewiesen haben wollte, die eine gute Einordnung des Ziggy-Jahres gibt. Irgendwie bin ich von da aus dann wieder weiter durch die Jahre gestromert, magisch angezogen von der Thin White Duke-Phase landete ich ganz automatisch bei den Songs von Station To Station (1976).

Beim Auftritt in der US-Sendung Soul Train Anno 1975 anlässlich der Präsentation von Golden Years war David Bowie pretty drunk, man kann auch sagen shitfaced. Entsprechend hilarious performt er sich durchs Interview mit Don Cornelius und dem Publikum, um dann Golden Years und Fame herrlichst lippenunsynchron mit dem Playback darzubieten. In jenen Tagen rund um The Man Who Fell To Earth und der Aufnahmen zu Station To Station war der Thin White Duke immer auf mindestens einwas drauf.

1976 bei Dinah! wirkt er weniger betrunken, hat dafür fantastische Beinschlenker im Gepäck, die ich auch gerne drauf hätte, während er Stayebenfalls eine Single aus dem Album Station To Staion, zum Besten gibt. Das Interview mit Dinah Shore ist extrem interessant, bekennt sich Bowie doch dazu, gerne und bewusst, hier und da in der Rockgeschichte Cherry Picking zu betreiben und lobt ausdrücklich Roxy Music als aktuelle Inspiration. Dass Bowie ihnen extrem aufschlussreiche Dinge über sein permanentes Selbsneuerfindungslebensmodell erzählt und gesteht, seine übergroße Schüchternheit geschickt überzukompensieren, schneiden Dinah und der anwesende zweite Stargast Fonzie (really, Fonzie und David auf einem Sofa!) intellektuell irgendwie nicht recht mit. Richtig puzzled sind sie dann aber, als er den Unterschied zwischen „to bei in love“ und „to love“ zu erklären versucht . Der Ausgangspunkt ist eine ältere Aussage von David Bowie in Bezug auf seine damalige Frau („I don’t think we fell in love. I’ve never been in love, thank god.“):

„I have a vast capacity to love. But the one time I found that I was falling in love it became obsessive to a point where the object to that affection was becoming overblown, it was no longer a real thing, it was becoming my search for some kind of mythological feeling that man is supposed having and probably the feeling that man eventually develops for an awareness of god. It’s the old thing about a person goes up on the pedestal. (…) I don’t think being in love has anyhting to do with loving somebody (…) one feels the passions of loving somebody, the way you want to care for them and have them share their life and help them achieve what they want (…).“

Fonzies philosophische Replik darauf ist leider rausgeschnitten, schade. Eine Fonzieweisheit aus Happy Days vielleicht?

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