I Have To Turn My Head Until My Darkness Goes

Mit den Rolling Stones konnte ich lange Zeit herzlich wenig anfangen. In meiner Kindheit kamen die nicht vor, meine Eltern waren mehr so aus der Fraktion Neil Diamond und die frühe Phase der Beatles, ehe die Haare lang wurden und „LSD“ ins Spiel kam. In den 80igern empfand ich die Stones samt Jaggers Rumgehampel als clownesk. Ältere Herren, die megariesige Stadionkonzerte geben und von vornehmlich älterem Publikum beklatscht werden. So wie U2 heute. Dass die Stones damals so alt waren, wie ich heute – geschenkt. Moi moz schweift ab.

In einem, ich glaube sogar schwarzen, Mercedes Baujahr 70iger sitzend, die grünen Hügel der Toskana irgendwo bei San Gimigiano zogen an mir vorbei, während in meiner Nase der Duft lag von dem Typen, in den ich verknallt war, der aber seine daheim gebliebene Freundin lieber mit einer meiner besten Freundinnen betrog statt mit mir, hörte ich das erste Mal die Liedzeilen

I see a red door and I want it painted black. No colors anymore I want them to turn black

„Mensch, die Stones“, dachte mein junges alter moi moz da – und tauchte die Sonne am Himmel innerlich in tiefstes Schwarz.

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