Archiv für Januar, 2016

Get Well Soon

Posted in High Rotation with tags on Januar 28, 2016 by moz

Gute Dinge werfen ihren Glanz voraus. Morgen erscheint das neue Album von Get Well Soon. Zwei erste Songs aus Love hat uns Herr Gropper jetzt schon geschenkt, mitsamt interessanter Videos  gleich oben drauf.

It’s a catalogue

It’s love

 

Savages: Adore Life

Posted in Allgemein on Januar 25, 2016 by moz

Als seinerzeit Silence Yourself recht unisono von der Kritik mit Buzzwords versehen such as Post-Punk, Gang Of Four und so weiter und so fort hoch dekoriert durch die Medien wanderte, war mir das ein wenig zu viel des Hypes. Vielleicht hatte ich auch gerade eine Phase, in der mir der musikalische Sinn schlicht nach anderem stand als dem Sound von Savages.

Möglicherweise ist das nun erneut so angesichts der Elogen auf Adore Life. Die Damen kennen ihre Vorbilder, ohne sie allzu unverschämt zu plündern und imitieren, sie beherrschen ihre Instrumente, ihr Produzent kann abmischen, herausgekommen ist sicher auch ein Album, das zu Recht als intensiv, dicht, klar und so weiter und so fort bezeichnet wird. Aber ich puller mich nicht beim Hören ein und empfinde das auch nicht als musikalische Offenbarung de Luxe. Es geht ja dieser Tage wieder eine Tendenz zum „Echten“, was auch immer das sein mag. Ein Gradmesser dafür ist offensichtlich unter anderem die Anzahl der Rückkopplungen und der Siouxsie-Gedenk-Howls pro Song. Insofern ein extrem echtes Album.

PJ Harvey: The Wheel

Posted in High Rotation with tags on Januar 24, 2016 by moz

Einen Grund mehr, mich auf den Frühling zu freuen, gibt mir PJ Harvey. Denn am 15. April erscheint ihr neues Album The Hope Six Demolition Project. The Wheel deutet an, dass PJ Harvey den auf Let England Shake eingeschlagenen Weg nicht komplett verlässt. Aber möglicherweise reichert sie ihn durch etwas mehr Dur an. Wer PJ Harvey noch nicht live erlebt hat, sollte das unbedingt nachholen. In Deutschland ist meines Wissens erst ein Konzert angekündigt, nämlich für die Zitadelle Spandau.

Die Jahresliebsten Liedzeilen 2015

Posted in High Rotation, Soundtrack of my life on Januar 21, 2016 by moz

Moi Moz ist ein wenk spät dran für den Jahresrückblick 2015 in Liedzeilen. Aber besser spät als nie. Und ehrlich, cute, cuter, the cutest David Bowie ist nicht auf der letzten Rille dazu gekommen. Vielmehr habe ich den Song an einem lauen Sommernachmittag in 2015 auf einer Wiese liegend rauf und runter gehört und dabei neu für mich entdeckt:

Julia Holter: Feel You

Is it time to dance? I’ll fall – you know I like to fall.

Blur: There Are Too Many Of Us

We pose these questions to our children, it leads them all to stray. And live in tiny houses of the same mistakes we make.

Courtney Barnett: Boxing Day Blues

I love all of your ideas. You love the idea of me.

Sufjan Stevens: Should have known better

I should have known better, nothing can be changed. The past is still the past. The bridge to nowhere.

Florence and the Machine: Delilah

Never knew I was a dancer, till Delilah showed me how.

John Grant (and Amanda fucking Palmer): You & Him

You’re so sweet I really love how you hate. You seem like someone they should chemically castrate.

Darkstar: Through The Motions

Count the hours through the motions. Stood confounded, this is soulless. Quite profound, just in small doses, You’ve amounted to the grown-ups.

Billy Joel: A room of our own

We go wrong at times, but we’ve got rights. You’ve got TV shows, I’ve got crime.

David Bowie: Modern Love

No confessions, no religion. Don’t believe in modern love.

Father John Misty: Chateau Lobby #4 (in C for two virgins)

People are boring, but you’re something else I can’t explain. You take my last name.

Let the pictures soak

Posted in High Rotation, Soundtrack of my life with tags on Januar 21, 2016 by moz

Höchste Zeit, jenseits der Trauer über cute, cuter, the cutest David Bowie, nach vorne zu schauen und musikalisch in 2016 zu starten. Das klappt ganz solide mit dem zweiten Album von Daughter, das seit kurzem draußen ist. Ich habe seinerzeit mit Youth und Home zwei echte Lieblinge auf der EP The Wild Youth gehabt. Beides Songs, die eher karg instrumentiert waren. Auf Not To Disappear wird nun Song für Song im Arrangement mehr zugelangt. Und damit wachsen im Sound und auch stimmlich die Parallen zu The XX noch stärker als bisher. Als Beispiel dafür möge Numbers dienen. Das ist schade. Denn den Vergleich verliert man schnell. Für mich hat das Album dennoch einen Höhepunkt: Doing The Right Thing hebt sich musikalisch etwas ab und entpuppt sich beim genaueren Hinhören als Auseinandersetzung mit Demenz.

Then I’ll lose my children, then I’ll lose my love. Then I’ll sit in silence, let the pictures soak out of televisions, float across the room .Whisper into one ear and out the other one.

 

And The Clocks Wait So Patiently On Your Song

Posted in Soundtrack of my life on Januar 11, 2016 by moz

Weit über 20 Beiträge in meinem Blog haben einen Bezug zu cute, cuter, the cutes David Bowie. Die Person David Bowie und seine vielen (Bühnen)Identitäten haben mich fasziniert, seit ich ihnen das erste mal begegnet bin. Und sie werden es immer tun. Der Reiz von David Bowie lag für mich nie ausschließlich im Musikalischen. Faktisch gibt es Alben von ihm, die ich nicht unbedingt für den kreativen Höhpunkt ihrer Zeit halte.

David Bowie, das waren für mich in meiner Kindheit Puzzlestücke, akustisch wie visuell, von denen ich lange Zeit nicht wusste, dass und wie sie zusammenhängen. Da war „Space Oddity“. Da war das wunderschön geschminkte Gesicht mit einem Blitz. Da war schließlich der Soundtrack zu „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, den meine Schwester hörte.

Als Teenagerin begann ich die Stücke langsam zusammen zu setzen, entdeckte neben Ziggy, Aladdin Sane und den Thin White Duke, ließ mich von „The Man Who Fell To Earth“ faszinieren, hörte Life On Mars in Dauerschleife und schaute mir „The Hunger“ immer so lang an an, bis David altert und im Sarg landet – naja vielleicht auch länger, ich sage nur Catherine Deneuve. Lange, bevor ich den Begriff „androgyn“ das erste mal hörte, wusste ich dank David Bowie schon Bescheid, smiling and waving and looking so fine. Wahrscheinlich puzzle ich noch mein ganzes Leben. Weil sich das Gesamtbild ständig ändert. Ein David Bowie lässt sich nicht fassen. Nie.

 

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