Archive for the On Stage Category

Liebe Belgier, Vietnamesen, Türken, Serben, Japaner …

Posted in On Stage, Soundtrack of my life with tags , on Mai 24, 2010 by moz

Schotten, Sorben, Bulgaren, Schweden, Franzosen, Inder (Hare Krishna zählt nicht, echt!) oder Griechen Berlins: Wo wart Ihr beim Karneval der Kulturen? Zumindest von der extrem gastfreundlich für das Fußvolk geöffneten Loge in der G*straße herab blickend konnte ich Euch nicht entdecken.

Dabei hätte ich mir vorab so schöne Wagen und Aktionen ausgemalt: Die Türken greifen den Griechen ein wenig unter die Arme, machen zusammen einen Tavli/Tavla-Mottowagen und spielen mit arglosen betrunkenen Berlinern um Geld. Die sicher hohen Gewinne fließen direkt  in die Staatskasse Griechenlands. Die Serben hätten uns ruhig mal eine gute Blechblascombo bescheren können. Nix gegen die 48 Spielarten des Samba und Trommeln für den Weltfrieden, aber auf die Dauer etwas monoton. Japan: Hallo?! Wenn irgendwelche Gamer als Gamesfiguren gehen, dann ist doch bei Euch richtig was drin mit dem ganzen Mangafundus! Oder eine rollende Sushibar? Eine Teezeremonie? Geishas?

Aber vielleicht, liebe Griechen, Japaner und Schweden, habe ich Euch jeweils auch nur nicht erkannt, weil ich nach dem gängigen Stereotyp Ausschau gehalten habe? Dafür kenne ich jetzt Dhalaristan. Und ich weiß mehr über polynesische Kriegstänze. Tolle Tattoos, die Herrschaften!

Hinten raus hatte es dann was von Love Parade. Gott, die Berliner, ein bisserl Techno geht halt immer.

Learning fürs nächste Jahr: Flaggenbuch mitnehmen!

[Bilder: Ich muss noch die Logenfotografen um Aufnahmen fragen…]

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Die Definition von „Dilemma“:…

Posted in On Stage, Soundtrack of my life with tags on März 24, 2010 by moz

Am 08. Mai spielt The National in Berlin und der HSV in Bremen.

Let 3 ziehen blank, Thomas Mars lehrt Klatschen, Greg beweist Stimme

Posted in On Stage with tags , , on November 29, 2009 by moz

Es geht doch nichts über Livemusike und gerne ist weniger dann auch mal mehr. Ich hatte in den letzten 10 Tagen drei recht unterschiedliche Konzerte, die auf ihre Art alle drei Spaß gemacht haben.

Den Auftakt bildete die kroatische Combo Let 3 im Festsaal Kreuzberg. Der englische Wikipediaeintrag urteilt:

Sometimes provocative and vulgar lyrics and always shocking live performance with lots of nudity often polarise Croatian public.

Mein kroatischer Wortschatz ist recht begrenzt, genauer gesagt habe ich außer einem herzlichen „Dobro Jutro!“ gelernt vom Küchenbrettl meines Großpapas gar nix drauf. Zu den Lyrics kann ich also wenig sagen, zudem meine kroatische Begleitung mitunter die Übersetzung der Texte freundlich ausbremste. Bestätigen kann ich aber den Hang zur Nacktheit auf der Bühne. Leider machten sich ausgrechnet die älteren beiden wohl noch Gründungsmitglieder (1987) nackig und nicht der etwas knackigere Nachwuchs an den Gitarren. Musikalisch war es ein völlig wilder Ritt durch alles, was insbesondere die 70iger so rocktechnisch hergeben, munter geplündert, krass verhackstückt. Der Leadsänger hat seine Stimme entweder irgendwo auf dem Weg nach Deutschland verloren oder schon vor langer langer Zeit in Rijeka. Lustig war es allemal.

Drei Tage später spielte Phoenix im Huxley’s auf. Ein Fest. Der Schlagzeuger im Livelineup ist wirklich ein bewundernswertes Tier, alleine er wäre jeden Penny wert gewesen. Thomas Mars brachte den notorischen deutschen „1,2,3,4“-Klatschern sogar zeitweilig andere Rhythmen nahe, muss man auch erst mal schaffen. Und sehr nett war, wie Phoenix am Schluss ganz basisdemokratisch die Bühne zum Dancefloor machten für alle, die irgendwie draupassten. Danke noch mal an die Hartz-IV-Runde für dieses schöne Geburtstagsgeschenk!

Last but not least schaute ich Freitag Abend meinen Englischlehrern der letzten Wochen beim munteren Livejamming zu. Von diesem epochalen Ereignis habe ich bisher keine Tonbilddokumente im Netz gefunden. Besonderen Spaß hatte ich an ihrer Interpretation von INXS‘ Never Tear Us Apart. Da hätte ol Mick Hutchence aber alt gegen ausgesehen.

Hier noch mal als kleine Anregung für die zukünftige Setlist Mystify.

U2, Kohlenstoffdioxid und die Amöbe in uns

Posted in On Stage with tags , , , on Juli 10, 2009 by moz

Der Mensch und seine Verstrickungen in das allzu Irdische: Der Guardian berichtet recht süffisant über den Protest von carbon footprint gegen die Welttournee von U2 und den damit verbundenen CO2-Ausstoß. Lustig geschrieben, deswegen hiermit gepostet. Besonders amüsant fand ich das im Artikel eingebaute Statement eines Fans (hier verlinkt zu dem ganzen Konzertreview drumherum):

„As the band rightly point out, the carbon footprint of this might be quite large, but the spiritual rewards to the audience of this are those that enhance a life. For if all life was were bread and water, then there would be no life, nothing to lift mankind above the amoeba.“

Das lasse ich mal so stehen.

Carbon footprint bezeichnet sich übrigens im Netz selbst als „Leading Carbon Management Company“; na, wenn das nicht mal so richtig sympathisch klingt. Ein paar tausend mehr Besuche wird ihre Homepage jedenfalls sicher seit der Kritik an U2 registriert haben. Jeder rührt die Trommel, wie er kann.

Ach, apropos Trommel/PR: ONE, Bonos, vereinfacht gesagt, NGO im Kampf gegen die Verschuldung Afrikas, sucht noch Freiwillige für ihre Kampagnenarbeit rund um die Konzerte des Meisters in Berlin und Gelsenkirchen. Feel free. Aber bitte schön mit den Öffentlichen hinfahren…

Reach out, touch Dave in Frankfurt

Posted in On Stage, Soundtrack of my life with tags , , on Juni 15, 2009 by moz

Zwei Tage nach dem Konzert in Berlin habe ich mir Depeche Mode ja noch mal in Frankfurt reingetan, in der Tat  noch mal etwas weiter vorne. Dave schien etwas fitter und turnte wieder munter rum, shakerte viel mit dem Publikum.

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Drei Stunden vor Konzertbeginn zieht der Eine oder die Andere noch mal die Schühchen aus...

Setlist von Frankfurt: Entspricht der von Berlin. Ich finde es ja nicht zu komplex für eine Band wie Depeche Mode, ein bis zwei Lieder im Wechsel zu haben. Wie letztes mal Shake the Disease und Photographic. Aber na gut, vielleicht gibt es ja Änderungen im Herbst und Winter zur Hallentour.

Stimmung:  Die Commerzbank Arena ist kleiner als Berlin, es wirkte dadurch auch von den Rängen lauter. Dennoch war mein subjektiver Eindruck, dass in Berlin Front of Stage mehr Verrückte waren, die von der ersten bis zur letzten Zeile wirklich alles mitsingen konnten und das auch taten. Für Frankfurt hier noch mal der Text von Master and Servant, ist ja auch lange her…

Sound: Kam leiser und schlechter ausgesteuert. Ich habe gehört, dass die Commerzbank Arena dafür bekannt ist, nicht so gut zu klingen. Martin und Dave haben sich bei den ersten Tönen von In Chains auch leicht irritiert angschaut.

Songauswahl: Same as in Berlin, same opinion. Witzigerweise haben die Jungs haargenau wie in Berlin den Einstieg in It’s No Good versemmelt; spätestens da stellte sich heraus, wie viele der Verrückten Front of Stage schon in Berlin mit dabei waren und laut johlten.

T-Shirt: 101 von 1988. Das macht es auch nicht mehr lange.

Vorbands: Diesmal zum Glück nur M83.

Reach out, touch Dave

Posted in On Stage, Soundtrack of my life with tags , , on Juni 11, 2009 by moz

Zugegeben, das ist ein Wortspiel mit mäßigem Niveau. Aber seit 1994 habe ich nicht mehr so nah an der Bühne dran gestanden, wie gestern im Olympiastadion. Allerdings hat Dave Gahan sich nicht wie 1994 in die Menge geschmissen, sondern blieb brav auf der Bühne. Insgesamt wirkte der Vortänzer der Massen etwas ruhiger als bei Konzerten der Vergangenheit, aber wen wundert das schon. Dafür war seine Stimme sehr gut auf dem Damm, es macht sich bemerkbar, dass die Tour jetzt erst losgeht und nicht schon zwei oder drei Wochen alt ist. Apropos „Alles noch ganz frisch“: Einmal hat sich Dave in der Tonlage vertan, eine alles überperfektionierende Tourroutine ist zum Glück noch nicht vorhanden.

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Gibt nur dieses eine Foto, hatte echt Besseres zu tun

Die Setlist von Berlin:

In Chains
Wrong
Hole To Feed
Walking In My Shoes
It’s No Good
A Question Of Time
Precious
Fly On The Windscreen
Jezebel
A Question Of Lust
Come Back
Peace
In Your Room
I Feel You
Policy Of Truth
Enjoy The Silence
Never Let Me Down Again

Stripped
Master And Servant
Strangelove

Personal Jesus
Waiting For The Night

Statt In Sympathy ist hier also Policy of Truth dabei.

Stimmung: Gut bis sehr gut. Nicht mein bestes, aber auch nicht mein schlechtestes Konzerterlebnis mit Depeche Mode. Was man vom Innenraum sehen konnte, schien der Funke auch auf die Ränge übergesprungen zu sein. Aber ob das dort wirklich Spaß gemacht haben kann, weiß ich nicht.

Sound: Gut, besser als ich es im Stadion erwartet habe.

Songauswahl:  Solide. It’s no Good tut genauso wenig not wie Jezebel. Aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Vom neuen Album hätte ich doch lieber Miles Away dabei oder Fragile Tension statt Peace, der Song ruft bei mir ungute Assoziationen von rosa Endloskaugummi hervor. Aber das Programm wartet auch auf mit einigen Bonbons für die vielen Fans aus deutlich älteren Zeiten, siehe Master and Servant! Jedoch, ein „Das ich das noch mal hören durfte“-Kracher wie Shake the Disease und Photographic fehlt. Die Songs aus der Zeit vom Album Black Celebration haben mit am meisten Spaß gemacht, Question of Lust war schon sehr fein. Insgesamt beließen die Jungs die Titel sehr nah an den Studioversionen, erstaunlich war dabei, wie zum Beispiel Policy of Truth klanglich fast flach wirkt im Umfeld von Dingern wie In your Room oder A Question of Time.

T-Shirt: Die Wahl fiel auf das gelbe Master and Servant; damit habe ich in dem bekannten Schwarz einen netten Farbtupfer gesetzt.

Vorbands: M83, ooch na ja. Polarkreis 18 verdient nur die Vokabel SCHLIMMSTENS.

Ich freue mich auf Frankfurt, dann schieben wir uns auch noch die letzten zehn Meter nach vorne…

Ich ergänze die Liste „Songs, die ich live noch mal von DM hören möchte, ehe ich endgültig zuhause bleibe“ noch um But Not Tonight, It Doesn’t Matter, Nothing, To Have And To Hold

There Are Stories Of Old

Posted in On Stage, Soundtrack of my life with tags , on Juni 9, 2009 by moz

Ich bin Wiederholungstäter. Morgen geht es zum xx-ten mal aufs Konzert zu Dave und Co. Same procedure im Vorlauf jeder Tournee der letzten 20 Jahre: Mr. Schnakenbein ruft an, lange bevor es die ersten Spatzen von den Dächern pfeifen, „haste schon gehört?“. Hab ich natürlich meistens nicht. „Eigentlich“, denke ich ich dann, „war ich ja jetzt Tour für Tour für Tour dabei. Da kann ich ja auch mal zuhause bleiben.“ Und im nächsten Augenblick bespreche ich mit Mr. Schnakenbein die Tourdaten und -orte und wer wann wie viele Tickets bestellt. Magic.

Dann herrscht wochenlang Ruhe, recht abgeklärt sehe ich dem Tourstart entgegen. Och ja, is ja noch lang hin. Bis es wirklich losgeht und die Gigs in Deutschland anstehen. Es beginnt zu kribbeln. Ich studiere die Setlist und jeden erdenklichen Kommentar zu jedem Auftritt. Rund 48 Stunden vorm Konzert verwandel ich mich endgültig in wandelnde Vorfreude. Ich  komme mir vor wie beim Warten aufs Christkind, so zappelig bin ich. So auch diesmal. Seit wenigen Stunden ist mein existenzielles Hauptproblem die diffizile Frage, welches meiner DM-Shirts ich morgen in Berlin und welches ich dann am Freitag in Frankfurt anziehe. Andere Sorgen habe ich die nächsten 48 Stunden erst mal keine mehr.

Die Setlist von Leipzig:

01. In Chains
02. Wrong
03. Hole to feed
04. Walking in my Shoes
05. It’s no good
06. A Question of Time
07. Precious
08. Fly on the Windscreen
09. Policy of Truth
10. Jezebel
11. A Question of Lust
12. Come back
13. Peace
14. In your Room
15. I feel you
16. In Sympathy
17. Enjoy The Silence
18. Never let me down again
19. Stripped
20. Master and Servant
21. Strangelove
22. Personal Jesus
23. Waiting for the Night

Ich werde also weiter darauf warten müssen, noch einmal My Secret Garden und Tora!Tora!Tora! live zu hören. Macht nix. Die nächste Tournee dann…

Für alle, die sich auch schon auf morgen freuen ein kleiner Vorgeschmack. Bin ich froh, auch die feinen Tickets ganz vorne zu haben. Ich war einmal im Stadion auf der Tribüne. Das geht einfach nicht.

Bilder zu Berlin und Frankfurt folgen.

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