Archive for the Viva Hate Category

Viva Hate II: Phil Collins I Don’t Care Anymore

Posted in High Rotation, Soundtrack of my life, Viva Hate with tags on Februar 8, 2013 by moz

Moi moz hätte SCHWÖREN können, zu dieser Perle von Phil Collins in der Rubrik Viva Hate gallige Worte gepostet zu haben. Kann es wirklich sein, dass nicht?  Scheint so.

Egal, hiermit nachgeholt. Denn I Don’t Care Anymore ist und bleibt ein großer Song. Dafür gibt es 1002 Gründe, einer davon für mich schlagzeugorientierten Geist sicher der Einsatz der TomToms. Das schönste aber ist die grandios-gallige Selbstbeschwörung, der man sich als Zuhörer einfach nicht entziehen kann. Und spätestens wenn man sich mal so richtig verarscht und danach durch den Dreck gezogen fühlt, freut man sich, dass es I Don’t Care Anymore zum immer und immer wieder mantrahaft Mitsingen gibt – bis man das „no more, no more“ am Ende fast wirklich glaubt.

Meines Wissens hat Phil Collins in dem Song seinerzeit die Trennung von seiner damaligen Ehefrau (Nummer 1, presumably) verarbeitet. Bei der von moi moz verlinkten Aufnahme aus dem Perkins Palace, Pasadena (1982), singt Phil mit Inbrunst mit. Wort für Wort und Zeile für Zeile eine Mischung aus Hasstirade und Autosuggestion. Sehr stark.

So, folks, hey, think twice, keine Witze über Onkel Phil, mind ya?!

Let Your Body Learn

Posted in Soundtrack of my life, Viva Hate with tags on Juni 18, 2012 by moz

Vor kurzem habe ich einen guten alten Freund getroffen, mit dem mich neben hunderten gemeinsamen Schulstunden auch die eine oder andere Stunde auf der Tanzfläche bei EBM-Mucke verbindet. Im Gespräch erwähnte er nebenbei, dass er bei sich in der Nachbarschaft einen Club hat, der ab und an noch mal gerne tief in die Kiste Electronic, EBM, Industrial und Co. KG greift. Dort und dabei fallen dann die letzten 20 Jahre zeitweilig mal unter den Tisch, er baut Druck ab. Ich wusste sofort, was er meinte. Einer der Songs, die bei mir tanzenderweise sicher funktionierten, war Isn’t It Funny How Your Body Works. Hätte ich auch problemlos drei mal hinereinander oder in Dauerschleife haben können. Noch besser aber wirkte Let Your Body Learn. Teeanage Angst verwandelte sich in einen Srom wilder Bewegungen – und danach war moi moz wieder mit sich und der Welt wieder im Reinen. Haha, just kidding.

Heavenly: Atta Girl

Posted in Soundtrack of my life, Viva Hate with tags on Mai 31, 2012 by moz

Hilft bei mir immer gut gegen aufkeimende schlechte Laune: Atta Girl der alten Heldinnen und Helden von Heavenly.

I don’t need you or your attitude.

Am I Not Living Up To What I Am Supposed To Be?

Posted in Soundtrack of my life, Viva Hate with tags , on April 22, 2011 by moz

Terrible Lie von NIN passt zu Karfreitag wie Arsch auf Eimer:

There’s nothing left for me to hide. I lost my ignorance, security and pride.
I’m all alone in a world you must despise.
Hey God!
I believed your promises, your promises and lies.

Viva Hate I: 14 Years

Posted in Soundtrack of my life, Viva Hate with tags , on Februar 6, 2011 by moz

Beim Stöbern für meine letzte Laufplaylist bin ich nach langer Zeit einige Alben von Guns N‘ Roses durchgegangen. Jawoll, sowas habe ich auch im Schrank und auf dem Rechner. Take it or leave diesen Post am besten gleich jetzt …

Bei November Rain war ich schon drauf und dran, meinen nächsten Eintrag für die Rubrike ‚Guilty Pleasures‘ zu verfassen – allein schon das Video ist es wert. Aber dann hörte ich die ersten paar Takte von 14 Years. Und mit ihnen knallte ich in der Timemachine unsanft 20 Jahre zurück, ready to spill out all my anger and disgust to the world. Ich bin Jacks fette Faust im Magen – und zwar in Deinem.

Hiermit also Wilkommen zum ersten Teil von ‚Viva Hate‘ – moi moz persönlicher Auswahl von Liedern des Hasses, der kalten Abscheu und des gepflegten ‚Du kannst mich mal, auch wenn Dir das wahrscheinlich scheißegal ist‘. Musik ist eben nicht nur Food Of Love, sondern auch Sprachrohr fürs emotionale Gegenteil in all seinen Facetten.

Beim Blick auf den Text von 14 Years ist relativ schnell klar, warum sich der Song vortrefflich zum anger and disgust spillen eignet. Das singende Ich (Izzy, nicht Axl, der kommt im Refrain) macht unmissverständlich klar, dass einzig das Gegenüber schuld am eigenen wie gemeinsamen Desaster ist:

I try and feel the sunshine
You bring the rain
You try and hold me down
With your complaints
You cry and moan and complain
You whine an tear
Up to my neck in sorrow
The touch you bring
You just don’t step inside to 14 years

Die Außenwelt mag das ja anders sehen, aber wer hinter die Fassade schaute, würde schnell blicken, was Masse ist:

Bullshit and contemplation
Gossip’s their trade
If they knew half the real truth
What would they say

Egal, was die Welt denkt, das singende Ich zieht nach den letzten Dramajahren endlich den Schlussstrich – schon aus reinem Selbstschutz,

Well I’m past the point of concern
It’s time to play
These last 4 years of madness
Sure put me straight

Die Frage ist nur, ob und wie man all die verschwendete, vergiftete, kaputte Zeit nicht nur hinter sich lässt, sondern auch wieder zurück bekommt:

Don’t get back 14 years
In just one day

Wie wahr.
Und mit der Perspektive 20 Jahre post: Gut so.

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