Archiv für Amanda Palmer

Amanda Palmer twittert und wettert gegen Roadrunner

Posted in Backstage with tags , , on April 21, 2009 by moz

Ich habe jüngst mit Freunden über die Zukunft der Musik(industrie) im Web 2.0-Zeitalter gesprochen, über die Vorteile und Nachteile für Künstler, über neue Möglichkeiten der Interaktion von Künstler und Rezipient, letztlich auch über die Frage der Zukunft oder Nichtzukunft von Labels.

Passend dazu nun die inzwischen auch schon wieder einige Tage alte Nachricht, dass Amanda Palmer auf Teufel komm raus ihr Label Roadrunner loswerden will und geradezu darum bettelt, gefeuert zu werden.

Interessant dabei ist weniger der Song, den sie dazu gemacht hat, sondern ihre Begründung der Bitte in einem offenen Brief: Sie wirft den zuständigen Managern von Roadrunner im Prinzip vor, die neuen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters nicht zu erkennen. Als Beispiel nennt sie ihren australischen Manager von Roadrunner, der Twitter nicht kenne und ihr gegenüber geäußert habe, dass das in Australien noch nicht so wichtig sei. Worauf Amanda dann wohl flugs per Twitter zum Livehappening aufgerufen hat, zu dem genügend Fans gekommen seien. Sie organisiert offensichtlich auch sehr erfolgreich Zusatzunterstützung durch Fans für ihre Projekte via Twitter und Mailinglisten.

Well, ich bin hier sehr zwiegespalten. Es mag ja sein, dass es Amanda Palmer nicht (mehr) passt bei einem Label zu sein, dass auch die Heimat von Slipknot, Megadeath oder Nickelback ist. Das ist durchaus verständlich. Und es mag auch sein, dass sie die Manager dort etwas zu lahmarschig findet, wenn es um die Nutzung neuer Kommunikationsmittel geht. Aber wahr ist doch auch: Für viele Künstler ist der Support eines Labels am Anfang der Karriere wichtig. Und er wird auch Amanda Palmer genützt haben. Twitter, myspace und Co. machen nicht Jeden oder Jede, egal wie talentiert, automatisch zum wahrgenommenen Künstler. Diese Kanäle mögen helfen, wenn man weiß, wie man sie einsetzt. Mit dem bereits erreichten Bekanntheitsgrad von Amanda Palmer, den sie sicher auch ihrem geschickt exhaltierten, immer mal wieder für eine kleine Überraschung guten, Auftreten verdankt, hat man sicher eine Ebene erreicht, von der aus man via Twitter und Co. in eine neue, selbstbestimmte Musikerexistenz aufbrechen kann. Ihr dann weiterhin viel Glück dabei.

Ach ja, hier twittert Amanda Palmer. Ob sie wohl auch ein Profil bei Facebook hat ;-)) ?

Momus vs. Amanda

Posted in Backlist, Cover me, Soundtrack of my life with tags , , on Februar 11, 2009 by moz

Es steht wieder das Duell Original vs. Cover an, diesmal Momus vs. Amanda. Amanda Palmer ist hier ja schon mit den Dresden Dolls und vor kurzem ihrem Soloalbum erwähnt worden. Bleibt beim einen oder anderen die Frage: „Who the fuck ist Momus?“ Nun, Momus ist nach Selbstbeschreibung „a furtive, crepuscular art-rudeboy“. Das trifft es recht gut.

Momus bin ich Mitte der 90iger das erste mal begegnet. Ein befreundeter Musikus did fancy me a bit. Das Resultat waren etliche Mixtapes, für die ich ihm noch heute dankbarst bin. Sie haben meinen Musikhorizont entscheidend erweitert und mir manche Perle beschert. Die Tapes waren mit sehr viel Wissen um das Referenzsystem Musik erstellt. Auf jeden Fall fanden sich auf jeder Kassette immer wieder mir bis dato vollkommen unbekannte  Interpreten und Songs.

Unter dieser Schar befand sich ein Künstler namens Momus. Die zwei drei ausgewählten Songs gefielen mir sehr, ich kaufte mir das eine oder andere Album. Und schnell war klar:  Das ist einer dieser genialen Weirdos, von dem man nicht alles und nicht immer erträgt, aber man liebt einzelne Songs sehr.  Einer meiner absoluten Lieblinge ist I want you but I don’t need you.  Der Text ist göttlich. Eigentlich ist es gar nicht so verwunderlich, dass sich Amanda Palmer dieses sprachlich gleichermaßen verschachtelten wie klaren Liebesliedes angenommen hat. Ihre Interpretation hier frisch aus dem Dezember 2008 bei einem Auftritt in Chicago. I like that version, too. Ein wenig beängstigend ist nur, wie die Amis giggeln und ausflippen, wenn die Worte „lick“ und „fuck“ fallen.

Killersong

Posted in High Rotation, Soundtrack of my life with tags , on Dezember 8, 2008 by moz

Die gestrige Auswärtsfahrt brachte mir neben dem Genuss von Kölsch, Krüstchen, grenzenloser rheinischer Gastfreundschaft und Fabulierfreude sowie zwei Toren von Petric, gefühlten acht vergebenen Großchancen von Olic und drei Punkten für den HSV auch eine wesentliche neue Erkenntnis über das unten jüngst vorgestellte Album Who killed Amanda Palmer ein: Die zweite Hälfte hat mehr zu bieten, als von mir behauptet.

Gestern Abend saßlag ich erschöpft und kölschsediert im ICE, über dieses Spiel und alle Spiele der Welt war wirklich mehrmals aber auch alles gesagt worden. Also Kopfhörer rein und den iPod an. Und während ich so vor mich hindämmerte, kam er, der offizielle Killersong von Amanda Palmers Soloalbum. Fein hinten raus platziert. Ich halb eingeschlafen, mithin hilflos.

I think I’ll wait another year, it’ll be the best year ever. (Never mind the Video, einfach nur hören)

Ein Killer.

And is it getting easy not to care

Posted in High Rotation with tags , , on Dezember 2, 2008 by moz

So, aus der Abteilung arty-farty, oder auch Künstler, die wie keine sonst in Bitte! und Bitte nicht! spalten, gibt es jetzt schon nicht mehr ganz so Neues: Das Soloalbum Who killed Amanda Palmer von, ja genau, Amanda Palmer. Der singende Teil der Dresden Dolls hat sich wie schon gesagt von Ben Folds produzieren lassen.

Und jetzt die große Überraschung: Eigentlich klingt’s doch ziemlich as usual. Der grandiose Opener Astronaut könnte so auch unter freundlicher Mitwirkung von Mr. Viglione und seinem Schlagzeug entstanden sein. Es mag über das ganze Album gesehen Abwechungen im Stil geben, aber riesig sind die nicht.

Insgesamt bekommt Who killed Amanda Palmer bei mir bisher nur die Note okay. Die ersten vier Lieder sind viel versprechend, aber das Songmaterial der zweiten Hälfte kriegt mich noch nicht so richtig. Ich habe irgendwo gelesen, dass viele Songs, die es auf DD-Alben aus unterschiedlichen Gründen nicht geschafft haben, nun ihren Weg auf Who killed… fanden. Beim einen oder anderen Song hätte es sich vielleicht gelohnt, diese C-Verwertung bleiben zu lassen.

Dennoch, Perlen bleiben Perlen: Leeds United ist eine solche und freut bestimmt die Textexegeten unter uns. Das Video ist schon mal sehr lustig. Ampersand ist allein wegen der wunderbaren Liedzeile and I’m not gonna spend my life one side of an ampersand ein weiteres Highlight, ebenso ohnehin das bereits erwähnte Astronaut. So, das war jetzt aber wieder genug arty-farty… nichts für ungut. Sonst fange ich irgendwann doch noch an, Cora Frost zu mögen. And be sure: Eher friert die Hölle zu!

4, 3, 2, 1, I’m letting you go…

Posted in High Rotation with tags , , on November 24, 2008 by moz

… I will let go, if you will let go

Ben Folds hat jüngst nicht nur Amanda Palmers Soloalbum Who killed Amanda Palmer? produziert (dazu bei Gelegenheit mehr). Er hat auch selbst wieder nachgelegt: Way to normal heißt sein jüngstes Werk. Es bleibt zu bezweifeln, dass Madonna ihre Quickie-Scheidung derart künstlerisch virtuos und furios verarbeitet, wie hier Ben Folds seine Trennung.

Zum Reinschnuppern in Ben Folds wunderbare Welt empfehle ich den Genuss des grandiosen Cologne in hohen Dosen sowie das poppige Duett You don’t know me mit Regina Spektor. Dass Ben Folds nicht nur sein super Musiker, sondern auch ein lustiger Vogel mit Sinn für schrägen Humor ist, beweisen die beiden Videos übrigens auch.

Amanda Palmer auf Solopfaden

Posted in Backstage with tags , , on Mai 11, 2008 by moz

Es wird konkret: Im September 2008 soll ein Soloalbum von Amanda Palmer, der weiblichen Hälfte der Dresden Dolls, erscheinen. Die Konzertagentur Marek Lieberberg kündigt schon zwei Konzerttermine für Hamburg und Köln im August an. Von Berlin leider (noch?) keine Spur. Ich hoffe, das ändert sich noch…

Ob in der Tat Ben Folds am Album als Produzent oder sonstwie beteiligt ist (wie im Herbst zum Beispiel von motor fm angekündigt), weiß ich immer noch nicht sicher, bin für sachdlienliche Hinweise aber sehr dankbar…

P.S.: No, Virginia eine Compilation mit B-Seiten und Studiotracks aus der Entstehungszeit vom Album Yes, Virgina, kommt kommende Woche in Deutschland raus…

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