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Ode an die Smiths – Part 12 (She Says He Never Really Looks At Me)

Posted in Soundtrack of my life with tags , on Juli 18, 2011 by moz

Es gibt ja Songs, von denen man zu wissen glaubt, dass sie recht eindeutig die zeitlich begrenzten, pubertär begründeten Seelennöte von Teenagern widerspiegeln. So auch Girl Afraid von The Smiths.

Moi moz reihte sich seinerzeit selbstredend ein in die schier unendliche Phalanx unbeholfen-schüchterner Teenager mit einem untrüglichen Hang zur Über- und Fehlinterpretation der Welt da draußen. In den kleinen und großen Gesten, vor allem aber in den Auslassungen lag der Raum für Trillionen von Missverständnissen. Wie auch in Girl Afraid (jener B-Seite der 12-Inch von Heaven Knows I’m Miserable Now). Zwei sich doch eigentlich herzlich zugeneigte Menschen schauen, interpretieren, reden und cowarden munter aneinander vorbei.

Girl afraid
Where do his intentions lay?
Or does he even have any?

She says:
„He never really looks at me
I give him every opportunity
In the room downstairs
he sat and stared
In the room downstairs
he sat and stared
I’ll never make that mistake again!“

Boy afraid
prudence never pays
and everything she wants costs money

„But she doesn’t even like me!
and I know because she said so
In the room downstairs
she sat and stared
In the room downstairs
she sat and stared
I’ll never make that mistake again!“

Ja, so kann es tragisch vorbei sein, bevor es überhaupt beginnt.

Musikalisch gesehen macht dieser Song sicher auch Basslehrer sehr froh. Marr frickelt sich mit seiner Gitarre nach hier und da. Aber Mickey Rourkes Bassläufe als fein gewobenes Netz drumherum halten den Kram wunderbar zusammen.

P.S.: Als Teenager war ich mir noch sicher: prudence never pays bedeutet, dass er glaubt, von ihr nur fürs Zahlen der Cola für gut genug befunden zu werden. … We live and learn. Aber das behaupte ich gerne, ohne es wirklich zu glauben.

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