Archiv für Janelle Monàe

Janelle Monae (feat. Prince): Givin Em What They Love

Posted in High Rotation with tags on Dezember 20, 2013 by moz

In einer heftigen Abwehrreaktion auf den Marketingschmus von Beyoncè bin ich zur wahren Queen of R&B, Soul-Funk und überhaupt geflüchtet. Schon ohne Prince an Bord ist Givin Em What They Love eine klasse Nummer von der Electric Lady. Aber mit dem Meister ist Givin Em What They Love noch schöner.

I am sharper than a switchblade
First and last of what God made and that’s the truth
But men keep on trying to hold me back
While another chicken head come home to roost

Eat that Beyoncé, Taylor & Co.

Categorize me, I defy every label heißt es in einem anderen Song von The Electric Lady. Kick it, Janelle!

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We Survive On Funk: Janelle, The Wondaland Arts Society&The Thrivals

Posted in High Rotation with tags , , , on Dezember 19, 2010 by moz

Janelle Monáes Tightrope war sicher einer der Songs, dem man in 2010 nicht entkommen konnte. Und ihr Album ArchAndroid ist so oft gelobt worden, dass ich es  kaum noch lesen möchte. Spätestens seit Many Moons war klar, dass da was Interessantes kommen könnte. Kam dann auch.

So wie einst Outkast spielerisch mit den gängigen Klischees des Hip-Hop umsprangen und elegant gängige Muster hinter sich ließen, hat Janelle Monáe mal eben Abschied genommen von den gegebenen Frauenrollen im R&B und dem Genre auch musikalisch wieder neues Leben eingehaucht. Endlich mal was, das nicht mehr nach den elend gleichen Brei der Produzentenbutzen rund um Timbaland und Pharell Williams klingt, witzigerweise aber ausgerechnet unter anderem von P. Diddy produziert wurde. Ein Näschen hat er ja. Big Boi war auch mit dabei, daher ist der Vergleich mit Outkast mehr als berechtigt.

Ein interessanter Aspekt ist, dass sich Janelle als Teil der Wondland Arts Society gerne selbst mit dem Terminus Thrival beschreibt. Nat Irvin II hat den Begriff geprägt, um „a new breed of forward-thinking, globally tuned African Americans who bring a “no-limits” approach to doing business“ zu beschreiben. Statt sich gebunden an die eigenen Geschichte nur über den Opferaspekt zu definieren, geht es darum, selbst und selbstbewusst Zukunft zu gestalten. I bet, dass sich Sean Combs in dieser Definition gut aufgehoben findet. Aber soweit ich die Entwicklung verstanden habe, sehen sich Nat Irvin II und Co. eher als eine zukunftsbegeisterte, offene, intellektuelle Wissenschafts- und Kulturbewegung, die Grenzen im Denken überschreiten will – auch die von Rassen- und Genderdiskursen.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich mit der Futurebewegung, wie sie mir zum Beispiel in Videos zum International Idea Festival 2010 begegnet, sonderlich warm werde. Zumindest die Vermittlung erinnert mich doch an predigerhafte Erweckungsbewegungen gekreuzt mit Motivationsseminaren und wirkt auf mein (europäisches?) Hirn ein wenig gruselig.

Aber um es dann auch noch mal gesagt zu haben: Ja, ArchAndroid ist schon eines der andersartigsten, grenzüberschreitendsten Alben des Jahres. Außerdem mag ich Tuxedos. Punkt.

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