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Don’t change anything, George

Posted in Backlist, Soundtrack of my life with tags , , on August 30, 2008 by moz

So, ich hatte es ja bereits vor dem Madonna-Konzert meine Top 10 ihrer Videos angekündigt bzw. angedroht. Here we go:

Auf der 10 4 Minutes – aber eigentlich nur wegen des „ticktockticktockticktock“.

Die 9 belegt Borderline aus der frühen Schaffensphase. Ich finde den Song irgendwie sympathisch. Und das Filmchen transportiert gut die Videoästhetik seiner Zeit, wenn man noch nicht zu viel Geld ausgeben wollte. Dennoch: Ansätze einer Storyline, erste Posen, Farbwechsel. Da geht was, Baby.

Platz 8 für Live to Tell. A man can tell a thousand lies, I learned my lesson well. Müsste auf dem zweiten Album gewesen sein und war Titelsong eines Filmes mit, wir erinnern uns, Sean Penn. Hach, den fand ich ja schon süß, sah nicht so gelackt aus, bisserl der Bad Boy. Mal abgesehen davon ist die Ballade einfach schön. Habe ich als Single besessen und einen ganzen Sommer lang durchgehört.

Von der 7 grüßt die Hommage an Metropolis. Express yourself war damals echt State of the Art. Glaubt man nicht, wenn man es heute sieht. Aber dennoch. Der Text galt ja damals als recht revolutionär. Nun ja, dass man schauen sollte, dass es die richtige Balance aus Herz, Hirn und Hose hat, muss man jetzt nicht gleich als Feminismus abfeiern. Ganz sicher gibt es aber viele schöne Rücken zu sehen, nicht nur den von Madonna. Das war mir 1989 schon extrem wichtig. Regie wie gesagt David Fincher. Von dem gleich mehr!

Weiter geht’s auf Platz 6: Material Girl. Aber Hallo! Klasse Video, klasse Song.

Die Top 5 eröffnet Deeper and Deeper. Madonna huldigt Edie Sedgwick und der Factory, Sofia Coppola ist dabei, Udo Kier als Udo Kier. Und ich finde es eine extrem gute Tanznummer.

Platz 4 belegt eine weitere Zusammenarbeit mit David Fincher, nämlich Bad Girl (1992), von dem ich denke, dass Song und Video zu Unrecht untergingen. I like a lot.

Platz 3, Strike a pose, Vogue. Madonna wusste ja schon immer, woher man sich die richtigen Inspirationen holt. Also mal eben in der Schwulenszene das „Voguen“ abgeschaut und sauberst Bild für Bild inszeniert. Übrigens: Regie führte schon wieder David Fincher. Weniger schön war allerdings, dass man plötzlich in der eigenen Dorfdisko ungelenken Mädchen (die JUngs auf dem Lande trauen sich das nicht) dabei zuschauen musste, wie sie sie sich daran versuchten, mit ihren eckigen Gesten Fred Astaire, Ginger Roger und Co. zu huldigen…

Auf der 2 rangiert bei mir Like a prayer. Heissa, was habe ich das Lied plus Video geliebt. Man muss sich mal reintun, womit Madonna damals noch schocken konnte. Ein paar Jahre später brauchte es schon das saftige Erotica, um vom Schirm gebannt zu werden und heutzutage nagelt sie sich an Kreuze oder stellt USA-Präsidentschaftskandidaten in eine Reihe mit Hilter und Stalin. Ja, die Zeiten sind härter geworden, Dear.

And the Winner is: Express yourself don’t repress yourself, Human Nature (1995). Na klar, Justify my love und Erotica, das sind immer so die Videos an die man denkt, wenn es um das Thema geht ‚Madonna feiert die sexuelle Selbstbestimmung ab‘. Die ganze S&M und Bondage-Sache wird bei Human Nature schon nicht mehr so bierernst genommen. It’s more fun. Dazu ist das Video einfach toll durch choreografiert. Aber wenn ich ehrlich bin, liegt der Song aus biografischen Gründen so weit vorne. Der ganze Text passte damals einfach wie die Faust aufs Auge. Im Plattenladen arbeitend habe ich den Song gerne gegen Ende des Tages auf volle Lautstärke gedreht. Und der Abschlusssatz Absolutely no regrets wurde dann zu so einer Art Personal Mantra.

So, das waren meine Top 10 der Madonna-Videos. Aber jeder hat ja seine eigenen Vorlieben. So oder so: Don’t go for second best, Baby.

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