Über Food of Love

If music be the food of Love, play on,

Give me excess of it: that surfeiting,

The appetite may sicken, and so die.

So eröffnet der melancholische, leicht liebeskranke Orsino Shakespeares Twelfth night.

Aus mir unerfindlichen Gründen habe ich diese Stelle auch gerne mit

„then let the World be full of music“ ergänzt. Ich bilde mir ein, es gibt ein Sonett in dem Ol‘ William derart fortfährt.

Beides passt jedenfalls.

Natürlich geht es in der Musik nicht immer nur um die Liebe. Aber eben ungefähr so oft, wie sie eben in unserem Leben alles auf den Kopf stellt und immer – mal mehr, mal weniger – präsent ist.

Wir alle haben den Song im Kopf, zu dem wir das erste mal Klammerblues getanzt haben (in meiner Generation natürlich Reality oder auch Careless whisper recht weit oben auf der Liste), den ersten Kuss mental vor- und dann stundenlang nachbereiteten, bei dem wir die erste herbe Abfuhr verdauten (arme Eltern, die sich bestimmte Songs über Stunden aus meinem Zimmer antun mussten) oder erstaunt feststellten, dass nach der ersten großen Liebe vor der zweiten großen Liebe ist.

Pathetische Songs, von denen lieber keiner weiß. Dreckige Songs, von deren Geschichte nur ganz wenige wissen. Gute Songs. Echt miese Songs. Solche, die man Jahre nicht mehr hören kann, ohne das automatisch der Bauch brennt. Und solche, die auch beim 1.000 Hören auf Wolke 7 versetzen.

Lange Rede kurzer Sinn: Musik ist echt wichtig, wenn man nicht als Sozialautist (gibt es noch nicht bei Wikipedia!) enden möchte.

Dieser Blog hat verschiedene Kategorien:

High Rotation dient dazu, Euch von jenen Künstlern, Alben oder einzelnen Songs zu erzählen, die ich gerade neu entdeckt habe.

Soundtrack of my life erzählt von einzelnen Songs und was man so alles mit ein paar Akkorden verbinden kann. Bin selbst mal gespannt, wie redundant diese Kategorie wird…

Backlist erzählt von vergessenen Künstlern, Alben oder Songs, die man wieder für sich entdeckt hat.

Backstage sammelt Skurriles, Klatsch und Hintergründe zu Bands und Künstlern.

Off Record sammelt alle Themen jenseits der Musik, so es die hier zwingend geben muss.

So weit.

Oder um noch einmal William zu Wort kommen zu lassen:

The man that hath no music in himself,

Nor is not mov’d with concord of sweet sounds,

Is fit for treasons, stratagems, and spoils.

Lorenzo im Kaufmann von Venedig.

Eine Antwort to “Über Food of Love”

  1. Hallo an den Betreiber des „Food of Love“ – Blogs,

    Unter http://www.shyness-is-nice.de findet sich eine Fan-Initiative zur Gestaltung einer Anthologie rund um Morrissey und The Smiths.
    Dort werden Gedichte/Texte/Lyrik gesammelt und im Forenbereich Meinungen ausgetauscht. Die Registration und Teilnahme sind kostenlos. Die daraus entstehende Anthologie ist nicht mit einer Start- oder Veröffentlichungsgebühr verknüpft.
    Der Erlös der Anthologie wird an eine wohltätige Organisation weitergeleitet, die dem guten Zweck dient.

    Es wäre toll, wenn du dir die Internetseite ansehen und von dem Projekt in deinem Blog berichten könntest.

    Stay tuned,
    Martin

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: